Albert Bunjaku

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Albert Bunjaku

Albert Bunjaku 2010
Spielerinformationen
Geburtstag 29. November 1983
Geburtsort GjilanKosovoKosovo Kosovo, damals SFR Jugoslawien
Nationalität SchweizSchweiz
Größe 179 cm
Position Sturm
Vereine in der Jugend
07/1996 – 11/1998
12/1998 – 06/2001
07/2001 – 06/2003
SchweizSchweizFC Schlieren
SchweizSchweizGrasshoppers Zürich
SchweizSchweizSC Young Fellows Juventus
Vereine als Aktiver
Jahre Verein Spiele (Tore)1
07/2003 – 12/2005
01/2006 - 06/2006
07/2006 – 01/2009
02/2009 – 06/2012
07/2012 – 06/2014
07/2014 – 12/2016
01/2017 – 08/2018
09/2018 –
SchweizSchweizFC Schaffhausen
DeutschlandDeutschlandSC Paderborn 07
DeutschlandDeutschlandRot-Weiß Erfurt
DeutschlandDeutschland1. FC Nürnberg
DeutschlandDeutschland1. FC Kaiserslautern
SchweizSchweizFC St. Gallen
DeutschlandDeutschlandErzgebirge Aue
DeutschlandDeutschlandViktoria Köln
39 0(3)
10 0(1)
74 (34)
55 (14)
31 (13)
68 (12)
23 (1)
35 (20)
Nationalmannschaft2
2009–2010
2014–2016
SchweizSchweiz Schweiz
KosovoKosovo Kosovo
6 0(0)
3 0(1)

1 Angegeben sind nur Liga-Spiele.
 Stand: 3. Oktober 2019
2Stand: 3. Oktober 2019

Albert Bunjaku (* 29. November 1983 in Gjilan) ist ein Schweizer Fussballspieler kosovarischer Herkunft. Er spielt auf der Position des Stürmers.

Karriere

Bunjaku kam im Alter von sieben Jahre mit seiner Familie zu seinem in der Schweiz arbeitenden Vater und wohnte fortan in Fahrweid. Erst im Alter von 14 Jahren trat er mit dem FC Schlieren seinem ersten Fussballverein bei, wechselte einige Zeit später zu den Grasshoppers Zürich, bevor er für einige Zeit die Lust am Fussball verliert. Nach einem halben Jahr fängt er beim SC Young Fellows Juventus erneut an, während er bei den Grasshoppers als Aussenverteidiger spielte, wird er bei den Young Fellows als Stürmer eingesetzt.[1]

Verein

Bunjaku begann seine Profikarriere beim Schweizer Club FC Schaffhausen in der Challenge League, der zweithöchsten Schweizer Liga. In der Saison 2003/04 stieg er mit der Mannschaft als Tabellenerster in die Super League auf. In den folgenden anderthalb Jahren absolvierte er 39 Erstligaspiele.

Bunjaku 2008 im Trikot von Rot-Weiß Erfurt

In der Winterpause der Saison 2005/06 wechselte Bunjaku zum deutschen Zweitligisten SC Paderborn 07. Dort bestritt er zehn Zweitligaspiele und erzielte dabei ein Tor. Bereits nach einem halben Jahr ging er zum Regionalligisten FC Rot-Weiß Erfurt. Dort gelangen ihm in 56 Ligaspielen bereits 25 Treffer. In der Saison 2007/08 konnte er in 28 Spielen 16 Tore erzielen, bevor eine Schulter- und Oberarm-Verletzung die Saison für ihn vorzeitig beendete. Er erlangte Popularität, als er am 10. August 2008 als Einwechselspieler zwei Tore in der ersten Runde des DFB-Pokals gegen den FC Bayern München erzielte. In der Hinrunde der 3. Liga 2008/09 erzielte er neun Treffer, ehe er den Verein verließ.

Am 2. Februar 2009 wechselte Bunjaku in die 2. Bundesliga zum 1. FC Nürnberg für 400.000 €.[2] Zur gleichen Zeit wechselte der Nürnberger Stürmer Chhunly Pagenburg nach Erfurt. Es wurde allerdings nie darüber berichtet, ob die Transfers in einem Zusammenhang stehen. Am zweiten Rückrundenspieltag gab er sein Debüt an der Pegnitz, als er beim 3:0-Heimsieg gegen den 1. FC Kaiserslautern in der 77. Minute eingewechselt wurde[3] und Sekunden später am 3:0 durch Marek Mintál beteiligt war. Drei Wochen später spielte er in seinem zweiten Einsatz über die volle Zeit, da er den gelb-gesperrten Christian Eigler vertrat.[4] Am 9. März kam er im Auswärtsspiel beim MSV Duisburg zu seinem dritten Einsatz. Er wurde in der 84. Minute eingewechselt und erzielte in der 89. seinen ersten Treffer für Nürnberg.[5] Bunjaku hatte mit Verletzungen zu kämpfen, so dass er nie wirklich in Form kam. Da ihm dadurch schließlich Dario Vidosic als Ersatzstürmer vorgezogen wurde, kam er bis Saisonende auf insgesamt nur sieben Einsätze, wobei er sechsmal erst in der zweiten Halbzeit eingewechselt wurde.

Am 15. August, dem zweiten Spieltag der Saison 2009/10, gab Bunjaku sein Bundesligadebüt. Dabei schoss er ein Tor gegen Eintracht Frankfurt, was zum ersten Punkt der Spielzeit führte. In den nächsten Wochen entwickelte er sich schnell zum Stammspieler. Am 18. Oktober, dem neunten Spieltag, erzielte Bunjaku beim 3:0-Sieg gegen Hertha BSC seinen ersten Doppelpack für Nürnberg. Darauf wählte ihn der kicker zum Mann des Tages.[6] Am 30. Januar 2010 erzielte er im Auswärtsspiel bei Hannover 96 erstmals drei Tore in einem Spiel.[7] Er ist damit nach Stéphane Chapuisat der zweite Schweizer, dem ein Dreierpack in der Bundesliga gelang. Der kicker wählte ihn dafür erneut zum Mann des Tages.[8] Insgesamt war er mit 12 Treffern in 28 Saisonspielen plus zwei Relegationsspielen der mit Abstand erfolgreichste Stürmer der Franken. Im zweiten Relegationsspiel gab er seine erste Torvorlage im Clubtrikot.

Zu Beginn der Spielzeit 2010/11 wurde bei Bunjaku ein schwerer Knorpelschaden festgestellt. Erst Ende April 2011 konnte er erstmals wieder für die zweite Mannschaft auflaufen. In der Bundesliga wurde er bis zum Saisonende nicht mehr eingesetzt. Am 4. März 2012 wurde er sechs Minuten vor Spielende im Bundesligaspiel gegen Mönchengladbach eingewechselt und schoss 3 Minuten später das Siegtor zum 1:0.

Zur Saison 2012/13 wechselte Bunjaku ablösefrei zum 1. FC Kaiserslautern, unterschrieb einen Dreijahresvertrag und wurde zum Mannschaftskapitän bestimmt.[9] In den ersten vier Zweitligapartien schoss er vier Tore und traf auch in der ersten Runde des DFB-Pokals einmal für die Pfälzer. Letztlich kam er auf 13 Treffer in der Liga und erreichte am Ende der Saison den dritten Tabellenplatz. Somit kam es zu zwei Relegationsspielen gegen den Tabellensechzehnten der Bundesliga, TSG 1899 Hoffenheim, die allerdings verloren wurden, wodurch der FCK in der zweiten Liga verblieb. Nach anhaltenden Kniebeschwerden unterzog sich Bunjaku nach Saisonende im Juli einer Operation,.[10] die eine Zwangspause von einem halben Jahr nach sich zog. Sein Comeback in der zweiten Liga gab er am 23. Februar 2014.

Zwischen Juni 2014 und Januar 2017 stand Bunjaku beim FC St. Gallen unter Vertrag. Danach spielte er beim FC Erzgebirge Aue in der zweiten Bundesliga. Bei den Veilchen besaß Bunjaku einen Vertrag bis Juni 2019,[11] der jedoch im August 2018 in beiderseitigen Einvernehmen aufgelöst wurde. Lediglich 1 Tor in 23 Einsätzen stand am Ende zu Buche.

Nach kurzer Arbeitslosigkeit schloss sich Bunjaku im September 2018 dem FC Viktoria Köln in der Regionalliga West an.[12] Mit Viktoria Köln wurde Bunjaku Meister der Regionalliga und stieg in die 3. Liga auf. Dabei war er mit elf Treffern bester Torschütze der Viktoria. Als neuier Trainer heuerte Paval Dotchev an, der Bunjaku 13 JAhre zuvor den Durchbruch bei Rot-Weiß Erfurt ermöglicht hatte. "Albert ist ein Musterprofi" schwärmte Dotchev und Bunjaku traf zu Saisonbeginn, wie er wollte.[13]

Nationalmannschaft

Am 6. November 2009 wurde Bunjaku erstmals von Ottmar Hitzfeld in die Schweizer A-Nationalmannschaft berufen [14] und kam am 14. November 2009 bei der 0:1-Niederlage gegen Norwegen auch gleich zu seinem Länderspieldebüt. Für die Fußball-Weltmeisterschaft 2010 in Südafrika wurde er in die Schweizer Auswahl als Ersatz für den verletzten Marco Streller nachnominiert.[15]

Seit 3.6.2016 trat er dreimal in der Nationalmannschaft des Kosovo an, nachdem die FIFA einigen "Ausländern" erlaubte, für ihr eigentliches Heimatland zu spielen.[16]

Titel und Erfolge

  • Bundesliga-Aufstieg 2008/09 mit dem 1. FC Nürnberg

Weblinks

 Commons: Albert Bunjaku – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. Prinz Alberts Reich, 26. Mai 2010
  2. Bunjaku kommt -Charisteas und Breska ausgeliehen, 2. Februar 2009
  3. Club tanzt "rote Teufel" aus, 9. Februar 2009
  4. Schade, gegen Mainz nur ein Zähler, 27. Februar 2009
  5. Ein verrücktes Unentschieden, 9. März 2009
  6. Mann des Tages vom 9. Spieltag 2009/10
  7. Bunjaku trifft dreimal, 30. Januar 2010
  8. Mann des Tages vom 20. Spieltag 2009/10
  9. Bunjaku trifft dreimal, web.archive.org
  10. Bunjaku fällt lange aus der-betze-brennt.de vom 18.7.2013, abgerufen am 3. Oktober 2019
  11. Veilchen holen Mittelstürmer Albert Bunjaku fc-erzhebirge.de vom 12.1.2017, abgerufen am 3. Oktober 2019
  12. Viktoria Köln verpflichtet Ex-Bundesligaprofi Bunjaku kicker.de vom 4.9.2018, abgerufen am 3. Oktober 2019
  13. Bunjakus zweiter Frühling morgenweb.de vom 2.10.2019, abgerufen am 3. Oktober 2019
  14. Der neue Stern am Nati-Himmel, 6. November 2009
  15. Bunjaku ersetzt verletzten Streller
  16. Fifa erlaubt Nationenwechsel: Der Schweizer Albert Bunjaku spielt nun offiziell für Kosovo aargauerzeitung,ch vom 5.9.2016, abgerufen am 3. Oktober 2019

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