Albert Conrad

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Albert Conrad
Albert Conrad.jpg
Spielerinformationen
Voller Name Albert Conrad
Geburtstag 13. Dezember 1910
Geburtsort Kaiserslautern, DeutschlandDeutschland Deutschland
Sterbedatum 27. Dezember 1985
Sterbeort Mannheim, DeutschlandDeutschland Deutschland
Position Abwehr
Vereine in der Jugend
1922 - 1932 DeutschlandDeutschland 1. FC Kaiserslautern
Vereine als Aktiver
Jahre Verein Spiele (Tore)1
07/1932 - 05/1935
05/1935 - 04/1936
04/1936 - 06/1941
07/1941 - 12/1941
12/1941 - 06/1946
07/1946 - 06/1948
07/1948 - 06/1952
DeutschlandDeutschland 1. FC Kaiserslautern
DeutschlandDeutschland Eintracht Frankfurt
DeutschlandDeutschland VfR Mannheim
DeutschlandDeutschland TSG Höchst
DeutschlandDeutschland VfR Mannheim
DeutschlandDeutschland SV Waldhof Mannheim
DeutschlandDeutschland VfL Neckarau
? (?)
18 (0)
25 (0)
? (?)
52 (0)
39 (1)
36 (1)
Nationalmannschaft
1927-1928
1935
1936
DeutschlandDeutschland Deutschland U-18
DeutschlandDeutschland Reichself
DeutschlandDeutschland Deutsche Olympiaelf
4 (0)
2 (0)
40 (0)

1 Angegeben sind nur Liga-Spiele.
 Stand: 27. März 2020

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Albert Conrad (* 13. Dezember 1910 in Kaiserslauter]; † 27. Dezember 1985 in Mannheim) war ein deutscher Fußballspieler. Der Verteidiger im damaligen WM-System hat von 1945 bis 1952 bei den Vereinen VfR Mannheim (5-0), SV Waldhof (39-1) und dem VfL Neckarau (36-1) insgesamt 80 Spiele (2 Tore) in der Fußball-Oberliga Süd absolviert. Vor und während des Zweiten Weltkrieges war der Defensivspieler bereits in den Gauligen Südwest und Baden aktiv gewesen. Im Jahr 1934 gewann er mit der Südwestauswahl am 29. Juli mit 5:3 das Finale gegen die Auswahl von Bayern um den Kampfspiel-Pokal.

Karriere

Der in Kaiserslautern geborene Albert „Bertl“ Conrad, war nach seiner Übersiedlung aus Kaiserslautern in Frankfurt bei der Stadtverwaltung angestellt. Am 1. März 1930 trat er der NSDAP bei und wurde in der SA mit Wirkung vom 22. September 1933 zum Oberscharführer befördert. Er war Mitglied des Sturms 12 der SA-Standarte 23 Kaiserslautern.

Mit dem Fußball begann er beim 1. FC Kaiserslautern, mit dem er 1931 den Aufstieg in die Eliteklasse - die damals Bezirksliga Rhein-Saar hieß - schaffte.

Von Mai 1935 bis April 1936 war er in einem einjährigen Intermezzo bei Eintracht Frankfurt [1] aktiv und wechselte für die Saison 1936/37 zum VfR Mannheim. Für den VfR Mannheim bestritt der hellblonde Conrad bis 1944 77 Gauligaspiele, gewann viermal die Gaumeisterschaft in Baden (1938, 1939, 1943, 1944), wurde in 19 Spielen in der Gauauswahl von Baden eingesetzt und kam in 15 Spielen um die deutsche Fußballmeisterschaft zum Einsatz. In den Jahren 1940 und 1941 war er im Auftrag des VfR-Vereinsführers, Regierungsrat Karl Geppert, kurzzeitig und mit Unterbrechung auch als Trainer tätig.

Im Jahr 1941 war Conrad Gastspieler bei der TSG Höchst und geriet gegen Kriegsende in Gefangenschaft. Nach dem Kriegsende und seiner Entlassung spielte er zunächst als Spielertrainer wieder beim VfR Mannheim in der Oberliga Süd und ließ sich von der Spielzeit 1946/47 an beim Lokalrivalen SV Waldhof Mannheim verpflichten, wo der 35-jährige in der Abwehr zu 39 Pflichtspielen eingesetzt wurde, wobei er ein Tor erzielte.

Von 1949/50 bis 1951/52 war er Spieler des VfL Neckarau, der gerade aus der Oberliga abgestiegen war. Dort spielte er mit Fritz Balogh zusammen und beendete seine Laufbahn am 26. April 1952, als der Absteiger mit dem 41-jährigen Verteidiger Conrad das Auswärtsspiel mit 0:2 beim FSV Frankfurt verlor. Danach übernahm der zweifache Familienvater die Trainingsleitung in Neckarau und war in der Folgezeit unter anderem noch beim Ludwigshafener Vorortclub ASV Hochfeld und der FG Union Heidelberg als Trainer tätig. Mit den Heidelbergern wurde er 1960/61 Meister der 2. Amateurliga Rhein-Neckar Staffel 2. Albert Conrad, der zu den besten Verteidigern in der Gauliga Baden zählte, war Inhaber der silbernen DFB-Nadel, der goldenen Ehrennadel des VfR Mannheim und der Ehrenplakette der Stadt Mannheim.[2]

Conrad absolvierte insgesamt 1.236 Spiele (er hat von 1928 an genauestens Buch geführt), er war 35 mal Repräsentativer in den Gauauswahlmannschaften Südwest und Baden, viermal in Länderspielen der deutschen „B-Elf“ (Süddeutschland); 1935 wurde er zweimal bei Länderspielen der Reichself gegen Finnland (6:0 in München) und Belgien (6:1 in Brüssel) als Ersatzspieler aufgeboten, blieb aber auf der Bank, 1936 gehörte er zu den 40 Spielern der Olympia-Kernmannschaft. Als Soldat stand Conrad am 2. Juni 1941 in der Stadtelf Nürnberg/Fürth, als diese bei der Pariser Soldatenmannschaft gastierte. (Quelle: Dr. Markwart Herzog von der Schwabenakademie)

Conrad war Inhaber der silbernen DFB-Nadel, der goldenen Ehrennadel des VfR Mannheim und der Ehrenplakette der Stadt Mannheim.

Vereinsspiele

Liga Jahr Verein Spiele Tore
Oberliga Süd 1946-1947 SV Waldhof Mannheim 28 1
Oberliga Süd 1947-1948 SV Waldhof Mannheim 11 0

Weblinks

Literatur

  • Hardy Grüne, Lorenz Knieriem: Enzyklopädie des deutschen Ligafußballs. Band 8: Spielerlexikon 1890–1963. Agon-Sportverlag, Kassel 2006, ISBN 3-89784-148-7, S. 52.
  • Andreas Ebner: Als der Krieg den Fußball fraß. Die Geschichte der Gauliga Baden 1933–1945. Verlag Regionalkultur. Ubstadt-Weiher 2016. ISBN 978-3-89735-879-9. S. 302/303.

Einzelnachweise

  1. Albert Conrad; Vita
  2. Andreas Ebner: Als der Krieg den Fußball fraß. S. 303


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