Aufsichtsrat 24. Februar 2014

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Paukenschlag beim SV Waldhof: In einer selbst verfassten Pressemitteilung haben vier Mitglieder des siebenköpfigen Aufsichtsrates gestern ihren Rücktritt aus dem Kontrollorgan des Vereins mitgeteilt: Jens Dunemann, Alexander Rudnick, Richard Ruf und Thomas Pröckl warfen das Handtuch. Hauptgrund sei ein gestörtes Vertrauensverhältnis zum aktuellen Präsidium um Klubchef Steffen Künster.

"Wir bedauern es sehr, zu diesem Schritt gezwungen gewesen zu sein. In der aktuellen Situation sehen wir allerdings keine Möglichkeit mehr, als Aufsichtsräte einen positiven Beitrag zum Wohl des SV Waldhof leisten zu können", heißt es in der Erklärung. "Zu Interna werden wir uns nicht äußern. Es geht nicht darum, schmutzige Wäsche zu waschen. Die getroffene Entscheidung ändert nichts an unserer weiteren Verbundenheit zum SV Waldhof", so Rudnick.

Keine Versammlung notwendig

Aufgrund einer fehlenden Mehrheit, ist der Rat damit augenblicklich handlungsunfähig. Wie Geschäftsführer Andreas Laib erklärt, "können die drei verbliebenen Mitglieder eine vierte Person selbst berufen. So wäre die Handlungsfähigkeit wieder hergestellt. Diese, oder auch weitere neue Ratsmitglieder, könnten auf der nächsten Mitgliederversammlung offiziell im Amt bestätigt werden. Laut Satzung ist keine außerordentliche Mitgliederversammlung erforderlich."

Die Verblieben sind der frühere MVV-Vorstand Jürgen Farrenkopf, Ex-Präsident Carlo von Opel sowie der Aufsichtsratsvorsitzende Wolfgang Bielmeier.

Letzterer zeigte sich von der getroffenen Entscheidung der genannten Vier nicht unbedingt überrascht: "Ich bedauere, aber respektiere es natürlich. Es gab sicher unterschiedliche Meinungen zur Zusammenarbeit mit dem Präsidium. In Teilen hat hier wohl die Chemie untereinander nicht so gestimmt. Sehr schade ist der gewählte Zeitpunkt. Gerade vor dem Hintergrund, dass es am 1. April in der traditionellen Mannheimer Runde um das Thema Sportstadt Mannheim und speziell um das Thema Fußball gehen soll", führt Bielmeier aus. In genannter Runde sitzen zahlreiche Wirtschaftsvertreter mit am Tisch.

Harte Kritik am Präsidium

"Obwohl die wirtschaftliche Situation des SV Waldhof in der Amtszeit des Präsidiums kontinuierlich schwieriger geworden ist, hat das Präsidium keine Maßnahmen gefunden, die die Einnahmensituation nachhaltig verbessern. Zudem ist das Präsidium nicht bereit, auf entsprechende Impulse von Mitgliedern des Aufsichtsrates einzugehen", begründen die zurückgetretenen Aufsichtsräte ihre Entscheidung.

Weiter werfen sie der Vereinsführung vor: "Die von den Mitgliedern des Präsidiums gepflegte Zusammenarbeit mit dem Aufsichtsrat ist aus unserer Sicht nicht nur ungeeignet, einen Weg aus der schwierigen wirtschaftlichen Situation zu finden und zu begehen, sondern zeugt auch von fehlendem Grundverständnis über Sinn und Zweck der Konstruktion von Präsidium und Aufsichtsrat." Dies habe sich "leider auch durch die Gespräche im Zuge der Satzungsreform nicht positiv verändert."

Bielmeier, der in den letzten Jahren stets kritisch und offen die Arbeit der Klubführung bewertete, meinte hierzu: "Wir haben beim SV Waldhof schon ganz andere Dinge erlebt. Das Thema Finanzen wird auch weiter ein schwieriges bleiben. Sicher sind auch in dieser Saison noch Löcher zu stopfen. Aus meiner persönlichen Sicht ist die Zusammenarbeit mit dem Präsidium in Ordnung. Es ist verantwortlich für das operative Geschäft, auf das ich nie groß einwirken wollte und gewirkt habe." Ob der Aufsichtsrat in sich gespalten gewesen sei? Bielmeier knapp: "Wenn an einem Tisch sieben Personen sitzen, ist es normal, dass es unterschiedliche Meinungen gibt." Das Präsidium des SV Waldhof will sich heute in einer Pressemitteilung zur aktuellen Situation äußern.

Vizepräsident Klaus Hafner erklärte auf Anfrage: "Wir bedauern diese Entscheidung sicherlich. Wichtiger für uns als Vereinsführung ist allerdings, dass sie die Gesamtsituation des SVW nicht belasten wird."

Quelle: Mannheimer Morgen, Dienstag, 25.02.2014


Pressemitteilung des SV Waldhof Mannheim 07

Das Präsidium des SV Waldhof wurde von der Entscheidung der zurückgetretenen Aufsichtsratsmitglieder überrascht und nimmt die Rücktritte mit Bedauern zur Kenntnis.

Die in einem Rücktrittsschreiben aufgeführten Beweggründe können vom Präsidium nicht nachvollzogen werden, da alle Aufsichtsratsmitglieder jeder Zeit umfassend über die Lage des Vereins und allen Entscheidungen des Präsidiums rechtzeitig und im Vorfeld informiert worden sind.

Dies bestätigte indes auch der Aufsichtsratsvorsitzende Bielmeier: "Aus meiner persönlichen Sicht ist die Zusammenarbeit mit dem Präsidium in Ordnung. Es ist verantwortlich für das operative Geschäft, auf das ich nie groß einwirken wollte und gewirkt habe."

Das Präsidium wird kurzfristig mit den verbliebenen Aufsichtsratsmitgliedern Kontakt aufnehmen um personelle Alternativen zu finden.

Pressemitteilung SV Waldhof Mannheim 07 e.V.



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