Bayerischer Fußball-Verband

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Der Bayerische Fußball-Verband (BFV) wurde im Juni 1946 gegründet und ist die Dachorganisation aller 4.546 Fußballvereine in Bayern mit etwa 1,40 Millionen Mitgliedern und über 31.000 Mannschaften (Stand 2008). Damit ist der BFV der größte der 21 Landesverbände des DFB. Das Verbandsgebiet erstreckt sich im Wesentlichen auf den Freistaat Bayern, wobei einige Vereine (auf bayerischem Gebiet) nicht zum BFV, sondern zum Württembergischen Fußball-Verband oder zum Hessischen Fußball-Verband gehören.

Das Verbandsgebiet ist in sieben Bezirke (Oberbayern, Niederbayern, Schwaben, Oberpfalz, Oberfranken, Mittelfranken und Unterfranken) aufgeteilt, die Bezirke wiederum in insgesamt 24 Kreise. Im Jahr 2006 wurde im BFV eine Strukturreform umgesetzt, die in den Bezirken Mittelfranken und Oberfranken eine Reduzierung der Spielkreise zur Folge hatte. Dagegen hat Unterfranken seitdem einen Spielkreis mehr aufzuweisen.

Sitz des BFV ist das Haus des Fußballs in München. An der Spitze des Verbandes steht derzeit Dr. Rainer Koch als Präsident. Zusammen mit dem 18 Personen umfassenden Verbands-Vorstand und dem 6-köpfigen Präsidium leitet er ehrenamtlich den Verband. Über 800 weitere ehrenamtliche Verbandsmitarbeiter und 55 hauptamtliche Mitarbeiter bilden die Säulen des Fußball-Verbandes und sorgen dafür, dass der Fußball „rollt“.

16.000 Schiedsrichter sind zusammen mit Spielleitern und Sportrichtern Woche für Woche Garant für die Organisation und den reibungslosen Ablauf eines imposanten Spielbetriebes mit fast 9.000 Herrenmannschaften, 20.500 Juniorenmannschaften und 2.000 Frauen- und Mädchenmannschaften. Insgesamt also 31.500 Mannschaften. (Stand 2008). Oberste Spielklasse ist die Bayernliga. Gerade im Frauen- und Mädchenfußball findet in den vergangenen Jahren – nicht zuletzt aufgrund der großen Erfolge der Frauen-Nationalmannschaft und der Fußball-WM 2006 – ein großer Boom statt. Jährliche Zuwachsraten von 15-20 % zeigen, dass sich die Sportart Fußball auch bei den Mädchen und Frauen großer Beliebtheit erfreut.

Zu den satzungsgemäßen Aufgaben des gemeinnützigen Verbandes gehören neben der Durchführung und Förderung eines geregelten und fairen Spielbetriebes, die Pflege und der Erhalt des Ehrenamtes, die Förderung des Freizeit- und Breitensports und die Wahrung der Interessen der Vereine und deren Mitglieder in grundsätzlichen Fragen des Fußballsports. Die frühzeitige Talentsichtung und -förderung in den verschiedenen Altersklassen erfolgt in Zusammenarbeit mit allen Vereinen – auch mit den Leistungszentren der Bundesliga-Klubs. Über 10.000 vom BFV ausgebildete Trainer sorgen in den Vereinen dafür, dass Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen die Freude am Fußball vermittelt und das fachspezifische Wissen weitergegeben wird.

Auch in gesellschaftspolitischer und sozialer Hinsicht trägt der BFV Verantwortung: Eine Kooperation mit dem Kinderschutzbund im Bereich der Gewaltprävention, die Zusammenarbeit mit verschiedenen Organisationen zur Integrationsarbeit und Aktionen mit dem DFB und den Landesverbänden zu aktuellen Themen (z. B. Schulfußball-Kampagne, „Keine Gewalt im Jugendbereich“, „Antirassismus-Kampagne“) gehören zum „Tagesgeschäft“ des BFV.

Das Verbandsorgan des BFV ist der Bayernsport.

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