Christof Babatz

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Christof Babatz
Babatz christof 07.jpg
Spielerinformationen
Voller Name Christof Babatz
Geburtstag 3. September 1974
Geburtsort Hannover, Deutschland
Nationalität DeutschlandDeutschland
Größe 180 cm
Gewicht 79 kg
Spitzname Dete, Bumm Bumm
Position Mittelfeld
Vereine in der Jugend
Bis 06/1986
07/1986 - 06/1990
DeutschlandDeutschland TSV Schulenburg
DeutschlandDeutschland Germania Grasdorf
Vereine als Aktiver
Jahre Verein Spiele (Tore)1
07/1990 - 06/1997
07/1997 - 10/2000
10/2000 - 12/2006
01/2007 - 06/2007
07/2007 - 06/2009
09/2011 - 12/2011
01/2012
DeutschlandDeutschland Hannover 96
DeutschlandDeutschland Hamburger SV
DeutschlandDeutschland 1. FSV Mainz 05
DeutschlandDeutschland TuS Koblenz
DeutschlandDeutschland SV Waldhof Mannheim
DeutschlandDeutschland VfL Eiterfeld
DeutschlandDeutschland SG Kirberg/Ohren
61 0(4)
26 0(0)
171 (21)
6 0(1)
46 0(5)

1 Angegeben sind nur Liga-Spiele.
 Stand: 16. September 2019

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Christof Babatz (* 3. September 1974 (45 Jahre) in Hannover) ist ein ehemaliger deutscher Fußballspieler.

Karriere

Nach den Stationen TSV Schulenburg und SV Germania Grasdorf wechselte Christof Babatz 1992 zu den A-Junioren von Hannover 96. Drei Jahre später debütierte der 39-malige Junioren-Nationalspieler in der 2. Bundesliga. Bis zu seinem Wechsel zum Hamburger SV zur Saison 1997/98 spielte der Mittelfeldspieler 57 Mal für die Roten.

In Hamburg pendelte Babatz zwischen der Regionalligamannschaft (27 Spiele) und dem Bundesliga-Team (26 Spiele). 2000 wechselte er zum 1. FSV Mainz 05. Nach einigen Monaten wurde Trainer Eckhard Krautzun entlassen und Jürgen Klopp tauschte in einer Nacht-und-Nebel-Aktion das Spielerleibchen gegen die Taktiktafel.[1] Babatz etablierte sich endgültig im Profifußball. Der schussgewaltige Spieler war maßgeblich am Aufschwung der Mainzer beteiligt und ermöglichte in den letzten fünf Spielen der Saison 2003/04 mit zwei Toren und sechs Vorlagen den Aufstieg der Rheinhessen in die Fußball-Bundesliga. Beim 2:4 beim VfB Stuttgart traf Babatz zum 1:2-Zwischenstand. Damit ist er der erste Bundesliga-Torschütze der 05er.

Nach schwachen Leistungen und einer langwierigen Verletzung verlor Christof Babatz in der Saison 2005/06 vorübergehend den Stammplatz im Mainzer Mittelfeld, den er in der Hinrunde 2006/07 zurückeroberte. In der Winterpause jener Saison wechselte Babatz zum Zweitligisten TuS Koblenz. Er konnte nicht überzeugen und kam meist nur zu Kurzeinsätzen, sicherte jedoch am 33. Spieltag mit seinem einzigen Tor für Koblenz den Klassenerhalt.[2]

Im Sommer 2007 wechselte Babatz zu SV Waldhof Mannheim.[3] Der damalige Oberligist rüstete mit erfahrenen Spielern, die teils Bundesliga- und Zweitliga-Erfahrung mitbrachten, auf, um den Aufstieg in die neue Regionalliga zu schaffen. Dies gelang mit Babatz als Kapitän.

In dieser Funktion stand er auch an der Spitze eines Spielerstreiks im Februar 2009, nachdem über zwei Monate keine Gehälter gezahlt wurden.[4] Bei der Vereinsführung machte ihn das zur Persona non grata. "Das war eine ganz blöde Situation. Was mir danach angedichtet wurde vom damaligen Präsidenten, war nicht schön", so Babatz. "Ich weiß nicht, ob ich heute nochmal so handeln würde, aber damals habe ich es für das Wohl der Mannschaft gemacht. Da waren Jungs, die von dem Geld leben mussten." 2009 wurde sein Vertrag aufgelöst. "Bum-Bum"-Babatz jedoch klagte dagegen und bekam Recht, da sein Vertrag eine Laufzeit bis Sommer 2010 hatte.[5] Danach beendete er vorerst seine aktive Karriere.

Doch der Groll ist längst verflogen. Heute genießt Babatz sein Dasein als Amateurfußballer in vollen Zügen. Gerne erzählt er den Mitspielern in der Kabine ein paar Anekdoten von früher. "Die bekommen immer ganz große Augen und große Ohren. Das finden sie klasse. Wenn ich dann mal Tipps im Training oder im Spiel gebe, versuchen die dann schon, das umzusetzen."

Von Anfang Oktober 2011 bis Januar 2012 spielte Babatz beim VfL Eiterfeld in der Gruppenliga Fulda. Im Januar 2012 wechselte Babatz als Spielertrainer zur SG Kirberg/Ohren in die Kreisoberliga Limburg-Weilburg (8. Liga)[6], wo er aber nur 2015-2017 einige Spieleinsätze hatte.

Sein Amt als Spielertrainer hat er inzwischen aus Zeitgründen niederlegen müssen, denn seit Sommer organisiert er mit anderen Mainzer Ex-Profis wie Dimo Wache, Mark Schierenberg oder dem Ex-Waldhöfer Fabrizio Hayer Fußballcamps für Kinder und Jugendliche. Der damalige Mainzer Manager Christian Heidel fand das Konzept von Babatz so überzeugend, dass er es kurzerhand umsetzte und Babatz zum sportlichen Leiter ernannte.[7] Eine Aufgabe, die ihm Spaß macht: "Das will ich auf jeden Fall weitermachen." Ab und zu kickt er auch noch bei der Traditionself von Hannover 96.

Babatz1.jpg

Vereinsspiele

Liga Jahr Verein Spiele Tore
UEFA Cup 2005-2006 1. FSV Mainz 05 1 0
UEFA Cup Qualifikation 2005-2006 1. FSV Mainz 05 4 1
1.Bundesliga 2006-2007 1. FSV Mainz 05 13 1
1.Bundesliga 2005-2006 1. FSV Mainz 05 17 0
1.Bundesliga 2004-2005 1. FSV Mainz 05 34 4
1.Bundesliga 1999-2000 Hamburger SV 5 0
1.Bundesliga 1998-1999 Hamburger SV 14 0
1.Bundesliga 1997-1998 Hamburger SV 7 0
2. Bundesliga 2006-2007 TuS Koblenz 6 1
2. Bundesliga 2003-2004 1. FSV Mainz 05 20 3
2. Bundesliga 2002-2003 1. FSV Mainz 05 31 5
2. Bundesliga 2001-2002 1. FSV Mainz 05 23 1
2. Bundesliga 2000-2001 1. FSV Mainz 05 21 3
Regionalliga Süd 2002-2003 1. FSV Mainz 05 II 5 4
Oberliga Baden-Württemberg 2007-2008 Waldhof Mannheim 24 4
Regionalliga Süd 2008-2009 SV Waldhof Mannheim 23 1
DFB-Pokal 2005-2006 1. FSV Mainz 05 2 0
DFB-Pokal 2004-2005 1. FSV Mainz 05 1 0
DFB-Pokal 2002-2003 1. FSV Mainz 05 1 1
DFB-Pokal 2001-2002 1. FSV Mainz 05 3 2

Siehe auch

Bilder

Einzelnachweise

  1. Christof Babatz meine-traumelf.de, abgerufen am 16. September 2019
  2. Babatz sichert die Klasse Kicker vom 13. Mai 2007
  3. Babatz zum SV Waldhof Kicker vom 7. Mai 2007
  4. Durchsuchungen bei Waldhof Kicker vom 3. Februar 2009
  5. hsvfan-oberpfalz.de, abgerufen am 19. Dezember 2018
  6. Meldung Babatz zur SG Kirberg/Ohren in der Nassauischen Neuen Presse vom 21. Januar 2012 auf Seite 22
  7. Christof Babatz: 05-Legende mit Herz für den Nachwuchs swr.de vom 29.4.2019, abgerufen am 16. September 2019

Weblinks



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