Conrad Alexander 200907

Aus WikiWaldhof
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Alexander Conrad als neuer Trainer vorgestellt. In den vergangenen Tagen wurden rund um den SV Waldhof jede Menge Namen von Trainer gehandelt, die die Nachfolge von Steffen Menze auf dem Stuhl des Oberliga-Teams antreten sollten. Der Name Alexander Conrad fiel dabei kein einziges Mal. Doch der 40-Jährige ist der Hoffnungsträger der Blau-Schwarzen, heute Mittag wurde der ehemalige Profi auf der Pressekonferenz vorgestellt und trägt am Samstag beim Auswärtsspiel in Villingen erstmals die Verantwortung.

Von 2004 bis 2007 war Conrad Trainer beim hessischen Oberligisten KSV Klein-Karben tätig und führte den Verein auf die Ränge 6, 8 und 4. Seinen Kontrakt bei den Hessen hatte Conrad im Sommer nicht verlängert, weil er seine Chance im bezahlten Fußball suchen wollte, zumindest aber bei einem Klub anheuern wollte, der realistische Chancen auf die Qualifikation für die Regionalliga hat. Das ist beim SV Waldhof gegeben.

Die Neugierde auf den Mann, der die Blau-Schwarzen unter die ersten Vier in der Oberliga Baden-Württemberg hieven soll, war heute besonders groß. Im Gegensatz zu den Pressekonferenzen sonst war der Raum in den Katakomben am Alsenweg sehr gut gefüllt. Die Neugierde war nachvollziehbar, denn im Vergleich zu früheren Zeiten war der Name des neuen Mannes nicht vorab an die Öffentlichkeit geraten. Als einer von vier Kandidaten war Conrad in die Endauswahl gelangt, ehe sich heute Morgen das „Trainerfindungsteam“ entschied, dem neben Rüdiger Lamm auch Dr. Hans-Joachim Bremme, Rainer Spagerer, Gerhard Schall und Mario Nöll angehörten. Günter Sebert, den viele im Umfeld gerne auf dem Trainersessel gesehen hätten, gehörte ebenfalls zur engeren Wahl. Dazu geisterte der Name Jörn Andersen durch den Blätterwald.

Für Conrad bietet der SVW die Chance, sich im Fußballgeschäft einen Namen zu machen, deshalb hatte der 40-Jährige nichts dagegen, einen Vertrag zu unterschreiben, der nur bis zum 30. Juni 2008 datiert ist. „Wenn wir unsere Ziele erreichen, setzen wir uns wieder an einen Tisch“, sagte Lamm, der von Klaus Gerster auf die Fährte Conrads gebracht wurde. Der Spielerberater aus Frankfurt hatte die Kontakte hergestellt. „Ja, er ist mein Berater“, räumte Conrad ein, der früher als Jugendspieler bei Eintracht Frankfurt von Gerster trainiert wurde. Ein Honorar an den in Fußballkreisen als „schwarzen Abt“ titulierten Gerster ist laut Lamm aber nicht geflossen.

Bis gestern hospitierte Conrad noch bei Ajax Amsterdam, ehe er mit der Bahn nach Mannheim brauste und sich bei den Blau-Schwarzen vorstellte. Einen Fürsprecher soll der 40-Jährige in [[Jürgen Klopp, dem Trainer des FSV Mainz, gehabt haben. Über Christof Babatz war der Kontakt zu Klopp entstanden.

„Die Qualität der Mannschaft ist vorhanden“, hat sich Conrad im Internet bereits über sein neues Team informiert. Genauere Informationen will Conrad von seinen beiden Trainerkollegen Andreas Clauß (Co) und Mariusz Todericiu (TW) einholen. Ein erstes Kennenlernen mit dem künftigen kickenden Personal bietet die heutige Nachmittagseinheit. „Für mich ist das die richtige Herausforderung“, freut sich der neue Coach auf die Aufgabe, den SVW auf einen der ersten vier Plätze zu führen.

Bis zum Auswärtsspiel in Villingen am Samstag (15:30 Uhr) will Conrad die Spieler im Training genau beobachten. In vielen Spielformen will er herausfinden, „wie die Spieler ticken“. Überhaupt sei es sein Ziel, „jeden mit ins Boot zu nehmen. Ich will einen positiven Kontakt zu der Mannschaft bekommen.“

Ansonsten gab Conrad noch ein paar – bei Trainervorstellungen gängige – Aussagen von sich: „Der SV Waldhof ist ein schlafender Riese“ zum Beispiel. Oder: „Der Klub hat viel Potenzial.“ Abschließend sagte er noch: „Der SV Waldhof spielt in einer Liga, in der er eigentlich nicht gehört.“ Ob er der Mann ist, der das Potenzial ausschöpfen und den Riesen zum Leben erwecken kann, zeigt sich zum ersten Mal am Samstag – im Auswärtsspiel beim Tabellenführer aus Villingen.

quelle:spowo online



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