Coronavirus Chronologie

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  • 11. März 2020: Der Ausschuss 3.Liga folgte der DFB-Entscheidung und verlegte die Spieltage 28 und 29.
  • 13. März 2020: Nachdem am Vormittag alle Spieler und Mitarbeiter des SV Waldhof Mannheim aufgrund eines Verdachtsfalls nach Hause geschickt wurden, herrschte am Abend dann Gewissheit: Der Abstrich beim derzeit verletzten Mittelfeldspieler Dorian Diring war negativ.
  • 15. März 2020: Aufgrund der aktuellen Entwicklung und der Verbreitung des Covid-19 Virus hatte sich der der SV Waldhof Mannheim entschieden den Trainingsbetrieb der Profis bis auf Weiteres einzustellen.
  • 16. März 2020: Die Spielleitung und der Ausschuss 3.Liga sowie die Vertreter der 20 Drittligisten verständigten sich auf die Unterbrechung der Saison (Aussetzung der Spieltage 30 bis 35), sollten die behördliche Verfügungslage nicht doch eine frühere Austragung zulassen.
  • 17. März 2020: Die UEFA beschloß, die Fußball-Europameisterschaft um ein Jahr in das Jahr 2021 zu verlegen. Gleichzeitig kündigte Waldhof-Geschäftsführer Markus Kompp an, die Fußball-Profis und Mitarbeiter der Geschäftsstelle in Kurzarbeit zu schicken. "Die sechs Wochen Pause geben uns die Möglichkeit, jetzt zu handeln und Kurzarbeitergeld zu beantragen. Darüber tauschen wir uns aktuell mit allen Mitarbeitern und den Spielern aus. Sollten wir am 30. April wieder spielen können, könnten wir die Kurzarbeit wieder aussetzen", sagte Kompp.
  • 21. März 2020: Trotz der Corona-Pause wird beim SV Waldhof hinter den Kulissen an der Zukunft gearbeitet – auch Richtung 2. Liga. >> zum Pressebericht
  • 22. März 2020: Das Kurzarbeit-Modell sorgte bei den SVW-Profis für Unmut, da bei Spielern und dem Trainerstab eine radikale Null-Prozent-Lösung ausgewählt wurde. >> zum Pressebericht
  • 24. März 2020: Der SV Waldhof setzt aufgrund der Zwangspause den Vertrag mit seinem Chefscout Anthony Loviso aus.
  • 25. März 2020: Während im Rhein-Neckar-Kreis und der Stadt Heidelberg die ersten beiden Todesfälle im Zusammenhang mit dem Coronavirus bestätigt wurden, ging die Existenzangst beim SV Waldhof in die nächste Runde. >> zum Pressebericht.
  • 26. März 2020: Der Fandachverband des SV Waldhof Mannheim, PRO Waldhof, bot in der Quadratestadt und Umgebung ab sofort eine Einkaufshilfe für Menschen aus den Corona-Risikogruppen an. Das Projekt mit dem Titel „Hilfe für Mannheim“ entstand auf Initiative des Fanclubs DoppelPass und der Ultras Mannheim.
  • 27. März 2020: Die ESportler des SV Waldhof spielten die aktuelle Saison auf der Konsole zu Ende. „Wir wollen ein Drittel der Einnahmen aus dem Livestream und dem virtuellen Ticketverkauf unter allen Drittligisten verteilen. Ein weiteres Drittel werden wir an die Weltgesundheitsorganisation WHO spenden. Wir hoffen auf ein virtuell ausverkauftes Carl-Benz Stadion", so SVW-Geschäftsführer Markus Kompp.
  • 30. März 2020: Der SV Waldhof Mannheim e.V. reichte beim Deutschen Fußballbund erstmals die Lizenzunterlagen zur offiziellen Anerkennung als Nachwuchsleistungszentrum (NLZ) ein. Gleichzeitig bezog Geschäftsführer Markus Kompp deutlich Stellung zur „Kurzarbeiter-Debatte“.
  • 9. April und 10. April 2020: Der DFB und der Ausschuss 3.Liga sowie die Vertreter der 20 Vereine beschlossen in einer Videokonferenz grundsätzlich die Saison zu einem sportlichen Ende zu bringen.
  • 11. April 2020: Der SV Waldhof feierte in einer fußball-losen Zeit mit vielen existenziellen offenen Fragen an diesem Ostersamstag seinen 113.Geburtstag. Zur aktuellen Lage war indes nur ein Kommentar zu hören: "Geisterspiele sind für Mannheim eine große finanzielle Belastung. Für uns wäre es der bessere Weg, wenn die Saison abgebrochen würde", sagte Geschäftsführer Markus Kompp gegenüber der Deutschen Presse-Agentur.
  • 16. April 2020: Die bayerischen Vereine in der 3.Liga gaben eine gemeinsame Erklärung ab, die kontroversen Meinungen der anderen Clubs sollten folgen. >> zum Pressebericht.
  • 17. April 2020: Während ein Kompromiss-Vorschlag (Zweigleisige Dritte Liga ab der Saison 2020/21) des Regionalligisten SV Elversberg vorgelegt wurde, gab der SV Waldhof mit weiteren Vereinen eine gemeinsame Presse-Mitteilung heraus und plädierte für einen Abbruch der Saison. >> zur Presse-Mitteilung.
  • 21. April 2020: Nachdem die Auseinandersetzungen über die Fortsetzung der Saison zuletzt öffentlich ausgetragen worden waren, wollen die Klubs der 3. Liga künftig wieder sachlicher diskutieren. Darauf verständigten sich die Geschäftsführer aller Drittligisten im Rahmen einer Videokonferenz. Derweil spendeten die Spieler des SV Waldhof Mannheim an das Pflegeheim St. Franziskus, das Hospiz St. Vincent und die Sozialstation St. Franziskus, (drei Einrichtungen im Caritas-Zentrum St. Franziskus am Taunusplatz) 2.500 Mund- und Gesichtsmasken. Die Spende erfolgte gemeinsam mit der SI-Trading GmbH.
  • 23. April 2020: Die Deutsche Fußball Liga (DFL) kündigte konkrete Unterstützung (Zahlung von 7,5 Millionen Euro) für die Vereine der 3. Liga sowie der Frauen-Bundesliga an. Unterdessen bekam die SV Waldhof Mannheim 07 Spielbetriebs GmbH die Entscheidung des DFB übermittelt, dass alle Zulassungsvoraussetzungen für die 3.Liga Saison 2020/21 erfüllt sind.
  • 24. April 2020: Einen Tag nachdem die 36 Profiklubs der Bundesligen über das weitere Vorgehen beraten haben, hatte der DFB die Einberufung eines Außerordentlichen Bundestags angekündigt. Dieser könnte u.a. auch über die Fortsetzung des Spielbetriebs in der 3. Liga und in der Frauen-Bundesliga entscheiden. Für eine Fortsetzung der Saison würde allerdings auch ein Beschluss des DFB-Präsidiums oder des Vorstands ausreichen. Parallel dazu legte die DFL bzw. eine eigens einberufene „Task Force“ einen Entwurf eines 41-seitiges Hygienekonzeptes vor, um die unterbrochene Spielzeit in der 1. und 2. Bundesliga unter Einhaltung von Maßnahmen geregelt zu Ende bringen zu können. Der „Ball“ wurde somit der Politik zugespielt.
  • 25. April 2020: Nach Informationen der Zeitung „Rheinpfalz“ war die Forderung des SV Waldhof nach einem Saisonabbruch unter anderem damit begründet, daß es im familiären Umfeld eines Waldhof-Spielers bereits am 30. März einen Covid-19-Todesfall gegeben hatte. Waldhof-Geschäftsführer Markus Kompp bestätigte dem Blatt eine entsprechende E-Mail, über deren Inhalt der DFB und andere Drittliga-Clubs informiert wurden. Derweil hatten sich bis zum Samstagnachmittag (16 Uhr) zwei weitere Personen nachweislich mit dem Coronavirus infiziert. Somit stieg die Zahl der Erkrankten seit Ausbruch der Pandemie auf 436, sieben Menschen verstarben, 329 Personen galten als genesen. Damit waren aktuell hundert Menschen in Mannheim mit dem Virus infiziert.
  • 26. April 2020: Neben viel Zustimmung gab es von einigen Klubs aber offenbar auch Kritik an der gestrigen Verbreitung der Nachricht: "Leider muss ich mir jetzt schon den Vorwurf gefallen lassen, den Todesfall sportpolitisch zu nutzen – dabei habe ich einen Monat meine Klappe gehalten", betonte Markus Kompp und schimpfte: "Das ist an Frechheit nicht mehr zu überbieten." Ein Grund für die Kritik: Bei einem Abbruch mit Wertung der aktuellen Tabelle würden die Blau-Schwarzen in die 2. Bundesliga aufsteigen.
  • 27. April 2020: Nach einer weiteren Videokonferenz der Drittliga-Geschäftsführer stimmten 10 Vereine für die Fortsetzung der Saison (bei 8 Votierungen dagegen und 2 Enthaltungen), vorbehaltlich vom Beschluss des DFB-Präsidiums oder Vorstandes sowie von den örtlichen Genehmigungsbehörden. Unterdessen erhielt die SV Waldhof Mannheim 07 Spieltriebs GmbH die Lizenz für die 2. Bundesliga für die Spielzeit 2020/21 von der Deutschen Fußball Liga (DFL). Die DFL bestätigte dem Verein gemäß §§ 3 bis 8 i.V.m § 11 Lizenzierungsordnung eine positive Beurteilung sowohl für die sportlichen, rechtlichen, personellen, administrativen, infrastrukturellen und medientechnischen Kriterien als auch für die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit des Vereins.
  • 29. April 2020: Nach Informationen des „Mannheimer Morgen“ konnte sich der SV Waldhof mit Torhüter Miro Varvodic in Sachen Kurzarbeit nicht einigen, worauf wohl arbeitsrechtliche Schritte die Folge waren. Der Spieler selbst war zu diesem Thema zu keiner Stellungnahme bereit und verwies auf den Verein. Geschäftsführer Kompp wollte sich dazu ebenfalls nicht äußern. „Hierzu möchte ich aktuell keinen Kommentar abgeben“, antwortete der 37-Jährige auf Anfrage des „MM“.
  • 6. Mai 2020: Bei der Ministerpräsidentenrunde mit Bundeskanzlerin Angela Merkel wurde grünes Licht für Geisterspiele in der 1. und 2. Bundesliga ab der zweiten Mai-Hälfte gegeben, damit die Spielzeit 2019/20 zu Ende gebracht werden kann. Die Entscheidung wurde einstimmig gefällt. Womöglich könnte ab dem Wochenende 16./17. Mai wieder der Ball in den Stadien rollen. Die endgültige Entscheidung obliegt der DFL. Dagegen ist die 3. Liga nach wie vor in einer politischen „Sackgasse“, was den SV Waldhof erneut veranlasste, sich für einen Saisonabbruch auszusprechen. >> zum Pressebericht.
  • 8. Mai 2020: Die Profi-Kicker des SV Waldhof nahmen in Kleingruppen wieder den Trainingsbetrieb auf. >> zum Pressebericht.
  • 11. Mai 2020: Waldhof-Geschäftsführer Markus Kompp ließ in Sachen Forderungen weiterhin nicht locker: "Ich habe eine neue Abstimmung beantragt", sagte Kompp der "dpa" und erklärte: "Ich sehe es nicht ein, dass der DFB die Saison auf Basis eines veralteten Meinungsbildes, aber unter neuen Rahmenbedingungen, Stichwort neutraler Spielort, fortsetzen will." Durch die Überlegung, Spiele möglicherweise an einem neutralen Spielort auszutragen, "ergibt sich eine neue Sachlage", argumentierte Kompp. "Dadurch könnten nochmals Mehrkosten auf die Vereine zukommen, was beispielsweise Unterbringung oder Anreise angeht." Auch speziell die Suche mehrerer Vereine nach einem hauptamtlichen Hygienebeauftragten gestaltete sich mehr als schwierig.
  • 12. Mai 2020: Im Streit um die Fortsetzung der 3. Liga bekam der SV Waldhof Unterstützung von unerwarteter Seite. Der 1. FC Kaiserslautern, bekanntlich der Erzrivale der Mannheimer im Südwesten, stellte sich hinter die Forderung von Waldhof-Geschäftsführer Markus Kompp, das Votum unter den Clubs über einen Saisonabbruch unter den seit Montag bekannten Bedingungen zu wiederholen. „Wir sind unter den gegebenen Umständen dafür, dass noch einmal abgestimmt wird“, teilte der FCK mit. Bei der letzten Abstimmung hatten sich die Pfälzer genau wie der SV Meppen enthalten, zehn Vereine votierten fürs Weiterspielen, acht Clubs für einen Abbruch.
  • 13. Mai 2020: Der DFB in Persona des Vizepräsidenten Dr. Rainer Koch übte in einer erneuten Mitteilung massiven Druck auf die Vereine aus: Die Befürworter eines Abbruchs seien "dringend angehalten umgehend für Klarheit und Aufklärung zu zentralen Fragen zu sorgen". Dazu zählen die Auf- und Abstiegsregelungen sowie praktikable Vorschläge, wie die kommende Saison durchzuführen wäre. Klarheit soll zudem darüber hergestellt werden, ob die 3. Liga bereit ist, in diesem Fall Absteiger zu stellen, ab wann sie den Spielbetrieb in der neuen Saison wieder aufnehmen möchte und ob sie auch ohne Zuschauer zu spielen bereit ist. Zudem will der DFB womöglich entstehende Schadenersatzforderungen auf die Vereine umlegen.
  • 14. Mai 2020: Der Ludwigshafener Chirurg Dr. Ingo Reich wurde als Hygienebeauftragter des SV Waldhof präsentiert. Eine der ersten Amtshandlungen war die zeitnahe Durchführung der zwingend vorgeschriebenen Corona-Tests der Mannschaft. Denn aufgrund der bisher fehlenden Tests – im Übrigen bisher als einzige Mannschaft im Profifußball – hatte der DFB den Blau-Schwarzen das Mannschaftstraining verboten. „So lange die beschriebenen Voraussetzungen nicht erfüllt sind, ist eine Wiederaufnahme des Mannschaftstrainings – unabhängig der behördlichen Verfügungslage – nicht möglich“, hieß es vom Verband. Dies geschehe „zum bestmöglichen Gesundheitsschutz“.
  • 15. Mai 2020: Während die ersten Corona-Virus-Tests bei den Profis des SV Waldhof durch den neuen Hygienebeauftragten durchgeführt wurden, gaben die Vereinsoffiziellen bekannt, daß die SV Waldhof Mannheim Spielbetriebs GmbH die Unterlagen zur Zulassung für die Regionalliga Südwest für die Saison 2020/21 bei der Regionalliga Südwest GbR form- und fristgerecht eingereicht hat. „Obwohl derzeit vieles im Unklaren ist, was die Wiederaufnahme des Spielbetriebs und die Fortsetzung der Saison angeht, haben wir unsere Hausaufgaben pflichtbewusst erfüllt“, erklärt SVW-Geschäftsführer Markus Kompp.
  • 18. Mai 2020: Via „facebook“ reagierte auch der SV Waldhof auf die Kritik des DFB und legte ebenfalls konkret einen Vorschlag auf den Tisch. Der Brief im Original-Auszug:

Öffentlicher Brief an den DFB Vize-Präsidenten Dr. Koch, den DFB Generalsekretär Dr. Curtius, den Vorsitzenden des DFB Ausschuss 3.Liga: Sehr geehrter Herr Dr. Koch, sehr geehrter Herr Dr. Curtius, sehr geehrter Herr Eilers, mit Verwunderung haben wir Ihre öffentlichen Äußerungen und Fragen zur Situation in der 3.Liga zur Kenntnis genommen. Hierzu möchten wir uns nicht weitergehend äußern. Es steht jedem frei sich selbst ein Bild über das aktuelle Krisenmanagement zu machen. Wir hatten uns lange überlegt Ihre gestellten Fragen nochmals sachlich zu beantworten. Da wir diese Fragen jedoch schon mehrfach und überwiegend vorab, gemeinsam mit weiteren Vereinen beantwortet hatten und Ihnen zuletzt durch den FC Carl-Zeiss Jena erneut beantwortet wurden, verzichten wir an dieser Stelle auf eine Wiederholung. Zur Klarstellung sei jedoch gesagt, dass wir den Vorschlag aus Jena teilen. Wir möchten an dieser Stelle vielmehr zur Rückkehr zur Sachlichkeit beitragen, die Forderung der Bundesregierung an den DFB aus der vergangenen Ministerpräsidentenkonferenz aufnehmen und unsere Unterstützung anbieten. Es erfolgte zwar durch die Ministerpräsidentenkonferenz keine Freigabe für das Hygienekonzept in der 3.Liga, jedoch die klare Forderung an den DFB ein Zukunftskonzept für die 3.Liga zu entwickeln. Nachdem Sie zuletzt als Verband die Vereine aufgefordert hatten, entsprechende Konzepte für den Abbruch dieser Saison und die Abwicklung der Folgesaison vorzulegen, bieten wir nun Proaktiv unsere Unterstützung bei der Erstellung dieses "Zukunftskonzepts für die 3.Liga" an. Denn es wird auch eine Zeit nach der Coronakrise geben, auf welche wir uns bereits heute vorbereiten sollten. Unser Vorschlag ist daher die Gründung einer "Task Force Zukunft 3.Liga", an welcher wir uns gerne gemeinsam mit Experten für Ethik, Wirtschaft, Politik, Sportrecht, Marketing, Fanvertreter u.a. beteiligen. Für mögliche Kosten der Erarbeitung eines Zukunftskonzepts konnten wir uns mit unserem Präsidenten Bernd Beetz verständigen, sodass er sich bzgl. einer Kostenübernahme aus privaten Mitteln gesprächsbereit zeigt. Die Krise zeigt einerseits, dass der Fussball, insbesondere in der 3.Liga, viele ungelöste Probleme hat. Andererseits zeigt der Umgang mit der Krise, dass es zwingend notwendig ist, für die Zukunft an den Problemen zielorientiert zu arbeiten und Lösungen zu erarbeiten. Dieser Verantwortung wollen wir uns stellen. Wir würden uns über eine gemeinsame Aufarbeitung der aktuellen Situation und über eine gemeinsame Ausarbeitung eines Zukunftskonzepts mit Experten, im Sinne einer Verbesserung der 3.Liga, sehr freuen. freundliche Grüße Markus Kompp Geschäftsführer SV Waldhof Mannheim 07

  • 19. Mai 2020: Die Blau-Schwarzen durften wieder ins reguläre Mannschaftstraining einsteigen, da auch bei der zweiten Corona-Testwelle für Profis und Betreuer am Vortag alle Ergebnisse negativ waren. Wann die Mannheimer ihr Quarantänehotel beziehen, war zu diesem Zeitpunkt noch unklar, da dies von der genauen Spielplanterminierung durch den Verband abhängig war. Laut Hygienekonzept des DFB mussten sich genau sieben Tage vor dem Neustart die Teams in ein abgeschottetes Domizil begeben, um die Infektionsgefahr einzudämmen.
  • 23. Mai 2020: Im Dauerstreit um die Saisonfortsetzung der 3. Liga forderte der SV Waldhof vom Deutschen Fußball-Bund Kosten in fünfstelliger Höhe zurück. Unter Berufung auf eine Verordnung des Landes Baden-Württemberg hieß es: "Wir haben die Kosten für Desinfektionsmaterial, Masken und Arbeitszeit für den Hygienebeauftragten und seine beiden Assistenten weitergereicht", sagte Geschäftsführer Markus Kompp der Deutschen Presse-Agentur. Der jeweilige Hygienebeauftragte ist in den Clubs für die für den Spielbetrieb regelmäßig erforderlichen Corona-Testungen bei Spielern und Trainerteam zuständig. "Die Kosten für das Konzept (.), insbesondere für die Testungen (.), trägt die für die Durchführung des Wettbewerbs- oder Wettkampfbetriebs verantwortliche Organisation", hieß es in der Verordnung hinsichtlich der Durchführung von sportlichen Wettkämpfen und Wettbewerben. Die Waldhöfer werden die Kosten für das Quarantäne-Trainingslager, das Mannschaft, Trainer und Funktionsteam am Sonntag beziehen und das etwa 58 000 Euro kostet, ebenfalls an den Verband weiterreichen, wie Kompp ankündigte.
  • 25. Mai 2020: Der im Vorfeld mit Spannung erwartete außerordentliche DFB-Bundestag selbst ging dann ab 13 Uhr erstmals in der Geschichte digital und virtuell in Meckenheim über die Bühne – aber letztendlich mit insgesamt nur ganzen 2 Wortmeldungen bei insgesamt 17 eingereichten Anträgen mehr oder weniger „geräuschlos“. In der Eröffnungsrede des DFB-Bundestages bestätigte der Vize-Präsident Dr. Rainer Koch die „juristischen Hürden“ und konterte in einem emotionalen Statement erneut scharf zurück: "Wir werden von Anwaltsschreiben bombardiert. Die einen wollen klagen, wenn es weitergeht, die anderen, wenn abgebrochen wird. Und ich befürchte, dass sich die Anwälte der Unterlegenen umgehend auf den Weg zu den Gerichten machen werden. Dieser Zustand kann nicht so weitergehen, es ist ein unwürdiges Schauspiel, das unerträglich und nicht länger hinzunehmen ist. Der DFB ist nicht der Spielball einiger weniger, die untereinander zerstritten sind. Auch künftig werden wir klare Kante zeigen. Dem DFB bleibt nichts anderes übrig, als die Saison fortzusetzen“. Dabei verwies der DFB-Vize zum einen auf den Zulassungsvertrag zwischen den Klubs und dem DFB, zum anderen warnte er davor, dass ein selbstgewählter Abbruch einen "großen finanziellen Schaden" für den DFB bedeuten würde. „Solange gespielt werden darf, können wir als DFB nicht abbrechen.“
  • 26. Mai 2020: * Das Ministerium für Kultus, Jugend und Sport in Baden-Württemberg hatte im Streit um die Kostenübernahme von Coronaschutz-Maßnahmen zwischen dem Deutschen Fußball-Bund (DFB) und dem SV Waldhof Behauptungen des DFB widersprochen und könnte den Verband damit in Erklärungsnot bringen. „Es gibt von Seiten des Sportministeriums keine Vorgabe, dass die Kosten für das Hygienekonzept und die damit verbundenen Maßnahmen die Vereine zu tragen haben“, hieß es in einer Stellungnahme gegenüber der RHEINPFALZ. Fortsetzung folgte.
  • Das während der Corona-Krise aufgekommene Thema „Kurzarbeit“ hatte für den SV Waldhof und Torhüter Miro Varvodic ein juristisches Nachspiel. >> zum Pressebericht
  • 29. Mai 2020: Mit Blick auf die anstehenden Geisterspiele begann beim SV Waldhof die Rückabwicklung für bereits gekaufte Tageskarten. Auch Dauerkarten fielen anteilig unter diese Regelung. Dabei gab es drei Optionen: Die Ticketinhaber konnten ihr Geld zurückfordern, es auf ihrem Kundenkonto gutschreiben lassen oder auf eine Rückerstattung verzichten. Mit einem Verzicht unterstützten die SVW-Fans nicht nur ihren Club, sondern auch einen guten Zweck. 19,07 Prozent des Ticketpreises gingen an die Benefiz-Kampagne „Herzbuwe“. „Bis heute haben wir kaum Anfragen für eine Rückerstattung von Tickets bekommen. Das ist nicht selbstverständlich und bedeutet uns sehr viel“, schrieb der SVW in einer Mail an die Karteninhaber.
  • 30. Mai 2020: Während das erste Geisterspiel in Waldhofs Vereinsgeschichte zu Hause im Carl-Benz-Stadion gegen den KFC Uerdingen mit 1:2 verlorenging, wurden erste Personalien bekannt gegeben: Der ehemalige Chef-Scout Anthony Loviso unterschrieb nach der Vertragskündigung Ende März nun bei Zweitligist SV Sandhausen einen neuen Vertrag als Team-Manager. Veränderungen auch im Unterbau des Drittligisten: So wurde der Vertrag von U-23-Trainer Frank Hettrich überraschend nicht verlängert, das Verbandsliga-Team soll nun der Leiter des Nachwuchsleistungszentrums, Oscar Corrochano, übernehmen.
  • 1. Juni 2020: Via „facebook“ meldete sich Geschäftsführer Markus Kompp zu Wort und unterbreitete Zukunftsvorschläge: „Für die "Task Force Zukunft 3.Liga" und zur nächsten Managertagung der 3.Ligisten habe ich soeben folgenden Antrag zur Diskussion eingebracht: Ich beantrage, dass die vom DFB an Vereine, Kapitalgesellschaften und Spieler verhängten Strafen in einen Hilfsfonds eingezahlt werden sollen. Dieser Hilfsfonds soll als Rücklage für zukünftige Krisen gebildet werden, aus welchem sodann z.B. bei einer erneuten Pandemie oder einer finanziellen Schieflage der Vereine, Geldleistungen zur Verfügung gestellt werden können. Ebenso soll darüber diskutiert werden, ob man einen prozentualen Anteil der jährlichen Strafen (z.B. 20%) infrastrukturell schwächeren Vereinen (z.B. unterklassige Landespokalgegner) für Sicherheitsmaßnahmen zur Verfügung stellt, sodass diese in ihrem eigenen Stadion spielen können. Die Verwendung des Hilfsfonds soll sodann auf Antrag und mittels Umlaufbeschluss durch die teilnehmenden Vereine beschlossen werden.“


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