FVL-SVW100410

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Taubertäler können die starke Leistung vom 0:0 bei der Spvgg. Neckarelz nicht wiederholen
Lauda fehlt gegen Waldhof der Biss


Von Jérôme Umminger

FV Lauda - SV Waldhof II 0:1

Lauda: Bach, Moll (30. Enzo), Volk, Tiryaki, Yenisen (65. Graf), Moschüring, Baumann, Braun, Bauer (46. Kempf), Kandazoglu, Gerberich.

Waldhof: Cetin, Dorn, Geissinger, Leuthner, Schwall, Katins, Benincasa (68. Demirhan), Cors, Rebholz (87. Sissman), Kyei (90+3 Klaus), Malchow.

Tor: 0:1 (31.) Hans Kyei. - Schiedsrichter: Markus Seidl (Waiblingen). - Gelb-Rote Karte: Leuthner (80.). - Zuschauer: 300.

Vielleicht war die Euphorie nach dem 0:0 gegen Neckarelz noch zu groß, vielleicht war es aber auch das "verzerrte Trainieren" der letzten Tage. Jedenfalls bestätigte der FV Lauda seine zuletzt starke Leistung gegen den über weite Strecken überlegenen SV Waldhof II nicht. Erst in Überzahl bestimmten die Taubertäler das Spielgeschehen. Das waren jedoch nur die letzten zehn Minuten.

Der FV Lauda begann die Partie zunächst sehr engagiert und drängte gleich zu Beginn auf das Mannheimer Tor. Diese Angriffslust verlief jedoch bereits nach wenigen Minuten im Sande und die Gäste wurden schnell zur spielbestimmenden Mannschaft. Technisch überlegen, mit einer guten Raumaufteilung und enger Manndeckung machten es die Gäste dem FV Lauda das Lerleben schwer.

Bis zur Mitte der ersten Hälfte blieben Torchancen allerdings Mangelware. Ihre ersten Möglichkeiten konnten sich beide Teams nur durch Freistöße wenige Meter hinter der Strafraumgrenze erspielen. Ansonsten war Lauda allenfalls über Konter gefährlich.

Als das Spiel gerade drohte in einem langweiligen Hin und Her zu versacken, tauchte plötzlich Hans Kyei vor dem Laudaer Tor auf und verlängerte einen halbhohen Ball vom Elfmeterpunkt aus direkt zur 1:0-Führung der Gäste (31.). Bessere Ballbeherrschung

Nun stand Lauda unter Zugzwang und bemühte sich in der letzten Viertelstunde der ersten Hälfte etwas mehr, doch verwertbare Torchancen sprangen dabei nicht heraus. Mannheim legte die bessere Ballbeherrschung an den Tag und ließ Lauda so kaum Möglichkeiten das eigene Spiel aufzuziehen.

Nach der Pause agierte der SV Waldhof weiter spielbestimmend, doch kamen beide Mannschaften mit wesentlich mehr Feuer aus der Kabine. So dass sich nun ein wesentlich aktiveren und kampfbetonteres Spiel entwickelte.

In dieser Phase hatte Lauda auch die beste Möglichkeit der Partie, als Moschüring zwölf Meter frei vorm Gästekeeper an den Ball gelangte. Der Schuss landete jedoch direkt in dessen Armen.

Ab der 65. Minute war Mannheim dann wieder drückend überlegen und Lauda hatte großes Glück, dass in der 70. Minute gleich zwei frei stehende Waldhofspieler an einer flachen Flanke von rechts außen vorbeisegelten. In der Schlussphase ließ sich der FV wesentlich öfter vor dem Gästetor blicken und erarbeitete sich so auch erstmals größere Spielanteile, gerade nach dem Platzverweis von Tim Leuthner. In der Folgezeit drängte Lauda energisch auf den Ausgleich, doch die Schlussbemühungen des FV wurden nicht belohnt. Die Gäste retteten das knappe aber verdiente 1:0 über die Zeit.

Spielertrainer Ahmet Yenisen war denn auch sehr enttäuscht. Der Biss, der gegen den 0:0-Teilerfolg gegen Neckarelz noch da war, hatte ihm gegen Waldhof gefehlt. "Wir sind einfach nicht in die Zweikämpfe gegangen und unser Spielaufbau war viel zu verschnörkelt", erklärte er. Doch zog er daraus auch gleich die logische Konsequenz: "Wir müssen nun noch härter arbeiten."

Fränkische Nachrichten 12. April 2010



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