Würzburger FV

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Würzburger FV
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Voller Name Würzburger Fußballverein e.V.
Gegründet 22. Mai 1981
Vereinsfarben blau-weiß (1. WFV 04: blau-weiß-schwarz)
Stadion Sepp-Endres-Sportanlage
Plätze 3500
Präsident Georg Rosenthal
Trainer Michael Hochrein
Homepage www.wuerzburgerfv.de
Liga Bayernliga Nord
2011/12 12. Platz (eingleisige Bayernliga)
Trikotfarben
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Heim
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Auswärts
Die Sepp-Endres-Sportanlage (im Hintergrund der Würzburger Stein).

Der Würzburger Fußballverein (kurz WFV) ist ein Fußballklub aus der unterfränkischen Bezirkshauptstadt Würzburg, der ursprünglich 1904 als 1. Würzburger FV 04 gegründet und nach der Insolvenz dieses Vereines im Jahr 1981 als Würzburger FV neu gegründet wurde. Zuletzt machte die Mannschaft Ende der 70er Jahre durch den Aufstieg in die 2. Bundesliga überregional auf sich aufmerksam. Nach der Insolvenz begann man nach der Neugründung des Vereines in der untersten Spielklasse einen Neuaufbau. Seit der Spielzeit 2012/13 spielt der Würzburger FV in der Nordstaffel der fünftklassigen Bayernliga.

Geschichte

Drei Jahre vor dem Lokalrivalen Kickers als Arbeiterverein gegründet, spielte der 1. Würzburger FV 04 (auch als FV Würzburg 04 bekannt) vor allem in den 1920er Jahren im unterfränkischen Fußball eine wichtige Rolle. Zur Saison 1927/28 stieg die Mannschaft in die seinerzeit höchste Spielklasse, die Bezirksliga Bayern, auf und belegte dort in der Nordgruppe auf Anhieb den vierten Platz. Saisonhöhepunkt für die Mannschaft um den Nationalverteidiger Seppel Müller war ein 4:3 gegen den amtierenden deutschen Meister 1. FC Nürnberg. Als nach der Machtergreifung der Nationalsozialisten 1933 die Gauligen als neue höchste Spielklasse eingeführt wurden, zählte der 1. WFV 04 zu den Gründungsmitgliedern der Gauliga Bayern, stieg dort aber als Elfter von zwölf Mannschaften umgehend in die Zweitklassigkeit ab. In den Kriegsjahren gelang noch zwei Mal die Rückkehr ins bayrische Oberhaus.

Nach dem Krieg spielte der 1. Würzburger FV 04 lange Jahre in der höchsten Amateurklasse, der Amateurliga Bayern, kam aber dort kaum über einen Mittelfeldplatz hinaus. Erst in den 1970er Jahren erfuhr der Fußball in Würzburg einen Aufschwung, als der 1. WFV 04 1976 in die 2. Bundesliga aufstieg (und die Würzburger Kickers es ihm im Folgejahr gleichtaten). Die Mannschaft um Kapitän Seufert, die von dem jungen Trainer Richard Saller betreut wurde, war in der Zweitligasaison 1977/78 einer von sechs fränkischen Klubs in der 2. Liga Süd. Letztendlich konnte sich die Mannschaft, für die in dieser Runde auch der ehemalige Nationalspieler Lothar Emmerich antrat, aber nicht dauerhaft im Profilager behaupten und stieg 1980 wieder in die Amateurliga ab. Im Mai 1981 folgte der Konkurs des Vereines und anschließend der Abschied aus dem überregionalen Fußball. Außerdem musste man kurze Zeit später auch das Stadion an der Frankfurter Straße verlassen, das die neue Heimat der DJK Würzburg wurde.

In dessen Folge wurde der Würzburger FV als Nachfolgeverein des 1. WFV 04 gegründet, obwohl jener noch einige Jahre im Vereinsregister existierte, ehe er aus diesem gelöscht wurde. Bis 2005 kämpfte sich der „neue“ Würzburger FV in die Bayernliga (ab 2008/09 die fünfthöchste Spielklasse) zurück, aus der er jedoch in der Saison 2008/09 – zusammen mit dem Lokalrivalen Würzburger Kickers – wieder abstieg. Seit der Saison 2010/11 spielte er wieder in der obersten bayrischen Spielklasse. 2011/12 hatte man sich die Qualifikation zur neu eingeführten Regionalliga Bayern zum Ziel gesetzt. Dieses Ziel wurde jedoch knapp verfehlt. Nach einem 12. Platz in der Bayernliga setzte man sich in einer zweirundigen Relegation zur Regionalligateilnahme zwar zunächst gegen den Landesligisten SpVgg Selbitz durch, scheiterte jedoch anschließend am SV Heimstetten (0:1 auswärts, 2:1 daheim) aufgrund der weniger erzielten Auswärtstore. 2012/13 spielt der WFV damit in der Staffel Nord der nunmehr zweigliedrigen Bayernliga.

Spielstätten

Stehplatztribüne der Sepp-Endres-Sportanlage.
  • 1904 bis 1909: Kugelfang auf dem Galgenberg
  • 1909 bis 1912: Talavera, Wörthstraße
  • 1912 bis 1982: Stadion an der Frankfurter Straße (seit der Übernahme durch die DJK Würzburg „DJK-Stadion“)
  • seit 1982: Sepp-Endres-Sportanlage (ehemaliges DJK-Gelände an der Mainaustraße)

Die vom WFV benutzte Sepp-Endres-Sportanlage in der Mainaustraße befindet sich, wie auch das Stadion seines Vorgängervereins an der Frankfurter Straße, in der Zellerau, einem Wohngebiet westlich des Stadtzentrums. Es wurde im Zuge der Neugründung von der DJK Würzburg übernommen, während diese auf das Gelände an der Frankfurter Straße umzog. Die neue Heimstätte hatte zunächst lediglich einen Rotgrandplatz, und wurde vom WFV 1985 um einen Rasenplatz erweitert. Da das Gelände nur an einer Seite über eine Tribüne verfügt, die sich zwischen dem Spielfeld und der Mainaustraße erstreckt, ist es kein Stadion im eigentlichen Sinne, die Anlage verfügt über keine Sitzplätze.

Erfolge

Bezirksliga Nordbayern/Bayern (damals höchste Spielklasse): 1927–1933

Gauliga Bayern: 1933/34

2. Bundesliga: 1976–1980

Spiele in der Hauptrunde des DFB-Pokals:

  • 1977/78 FV 04 Würzburg – Jahn Regensburg 1:0
  • 1977/78 TuS Langerwehe – FV 04 Würzburg 1:0 n.V.
  • 1978/79 FV 04 Würzburg – Hertha BSC Berlin 0:2 n.V.
  • 1979/80 FC Vilshofen – FV 04 Würzburg 2:3 n.V.
  • 1979/80 FC Homburg – FV 04 Würzburg 5:0
  • 1980/81 ASC Dudweiler – FV 04 Würzburg 0:1
  • 1980/81 Hertha BSC Berlin – FV 04 Würzburg 4:1
  • 2001/02 Würzburger FV – TSV 1860 München 0:10
  • 2007/08 Würzburger FV – VfL Wolfsburg 0:4

Bilanz seit 1981

  • 1981 bis 1983 C-Klasse Würzburg
  • 1983 bis 1985 B-Klasse Würzburg
  • 1985/86 A-Klasse Würzburg
  • 1986 bis 1988 Bezirksliga
  • 1988 bis 1991 Bezirksoberliga Unterfranken
  • 1991 bis 1999 Landesliga Nord
  • 1999 bis 2002 Bayernliga
  • 2002/03 Landesliga Nord
  • 2003/04 Bayernliga
  • 2004/05 Landesliga Nord
  • 2005 bis 2009 Bayernliga
  • 2009/10 Landesliga Nord
  • ab 2010 Bayernliga

Spielerpersönlichkeiten

Literatur

  • Eintrag Würzburger FV in: Hardy Grüne, Christian Karn: Das große Buch der deutschen Fußballvereine AGON Sportverlag, Kassel 2009, ISBN 978-3-89784-362-2, Seite 517

Weblinks



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