Fußball-Verbandspokal

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Als Verbandspokal werden in Deutschland gemeinhin die Pokalwettbewerbe der 21 Landesverbände[1] des DFB bezeichnet, die jede Saison ausgetragen werden. Wenn sich das Gebiet eines Verbandes mit dem eines Bundeslandes deckt, ist auch die Bezeichnung Landespokal üblich.

Verbandspokale der Herren

Übersicht über die deutschen Verbandspokale
Verband Wettbewerb Mitglieder (ca.)1
Baden BFV-Hoepfner-Cup 0208.750
Bayern Bayerischer Toto-Pokal 1.465.5792
Berlin Berliner-Pilsner-Pokal 0109.166
Brandenburg Krombacher Pokal 0100.525
Bremen Lotto-Pokal 0039.130
Hamburg Oddset-Pokal 0166.843
Hessen Hessenpokal 0523.858
Mecklenburg-Vorpommern Krombacher Landespokal 0052.183
Mittelrhein Mittelrheinpokal 0323.867
Niederrhein Diebels-Niederrheinpokal 0129.909
Niedersachsen Niedersachsenpokal 0671.222
Rheinland Bitburger-Pokal 0205.565
Saarland Saarlandpokal 0114.715
Sachsen Sachsenpokal 0126.725
Sachsen-Anhalt Krombacher Pokal 0092.448
Schleswig-Holstein SHFV-Lotto-Pokal 0142.053
Südbaden Rothaus-Pokal 0272.907
Südwest Südwestpokal 0266.634
Thüringen Oddset-Pokal 0098.323
Westfalen Krombacher Pokal 0852.955
Württemberg WFV-Pokal 0538.043
1 Die Mitgliedzahlen stammen aus den Jahren 2009-11

2 Fettgedruckt die drei mitgliedstärksten Verbände

Teilnehmerzahl

Teilnahmeberechtigt sind ausschließlich Vereine der 3. Liga und Amateurmannschaften der darunter befindlichen Spielklassen.

Die Teilnehmerzahl ist von Verband zu Verband unterschiedlich. Üblicherweise sind die Mannschaften der obersten Ligen (3. Liga, Regionalliga, Oberliga) automatisch teilnahmeberechtigt, während sich die Vereine der unteren Ligen über Bezirks-, Kreis- oder Stadtpokale qualifizieren müssen. In Mecklenburg-Vorpommern beispielsweise treten die Ober-, Verbands- und Landesligisten im Verbandspokal an. Dazu kommen die Mannschaften der niederen Ligen, die sich durch den Sieg im Bezirkspokal für den Landespokal qualifiziert haben. In Hamburg dagegen ist das Teilnehmerfeld mit über 200 Vereinen sehr breit angelegt. In Bayern wiederum finden die Pokalspiele in drei Etappen statt: Zunächst qualifizieren sich vier oder acht Mannschaften auf (Fußball-)Kreisebene für die Spiele auf Bezirksebene, aus denen sich insgesamt acht Teilnehmer für die Endrunde qualifizieren. In dieser wird schließlich um den eigentlichen Landespokal gespielt.

Spielmodus

Üblicherweise werden die Pokalspiele im K.-o.-System ausgetragen, welches auch im DFB-Pokal gilt; Vereine aus niedrigeren Ligen haben gegen höhere Ligen in der Regel Heimrecht.

Auch im Spielmodus gibt es Unterschiede: In Bremen gibt es statt einer Verlängerung nach einem Unentschieden nach 90 Minuten sofort Elfmeterschießen. Steht es in Südbaden in einer Begegnung zweier Mannschaften aus verschiedenen Spielklassen nach Verlängerung unentschieden, kommt die klassenniedrigere Mannschaft eine Runde weiter.

Die Verbandspokal-Endspiele finden in der Regel im Mai oder Juni statt, sodass bei der Auslosung der ersten Hauptrunde des DFB-Pokals bekannt ist, welche Amateurvertreter teilnehmen. In den drei „großen“ Verbänden entfällt dieser „Zeitdruck“, sodass das Endspiel in Bayern traditionell im Juli stattfindet. In der Saison 2004/05 war das hessische Pokalendspiel sogar erst für August angesetzt, da Finalist Offenbach als Meister der Regionalliga Süd automatisch für den nationalen Pokal qualifiziert war und somit der andere Finalist Eschborn als hessischer Amateurvertreter teilnahm.

Bedeutung für den DFB-Pokal

Die Sieger der Verbandspokale sind, sofern es sich nicht um Zweitvertretungen der ohnehin für den DFB-Pokal qualifizierten Lizenzvereine handelt, zur Teilnahme an der ersten Runde des DFB-Pokals der folgenden Saison berechtigt. Die drei Verbände mit den meisten Herren-Mannschaften im Spielbetrieb – derzeit Bayern, Niedersachsen und Westfalen – entsenden zusätzlich jeweils einen weiteren Teilnehmer. In Niedersachsen und Westfalen ist dies der unterlegene Finalist, in Bayern wird der zweite Teilnehmer durch Entscheidungsspiele bestimmt: Die beiden Verlierer der Halbfinals ermitteln in einem direkten Duell den ersten Teilnehmer am Spiel um den zweiten Startplatz im DFB-Pokal, der Verlierer des Finales ist der zweite Teilnehmer. Der Sieger dieses Spiels um den zweiten Startplatz qualifiziert sich dann ebenfalls für den DFB-Pokal. Somit qualifizieren sich pro Saison 24 Vereine über die Verbandspokale für den nationalen Pokalwettbewerb. Erreicht ein Verbandspokalsieger einen der ersten 4 Plätze der 3. Liga, rückt der unterlegene Finalist nach, in den drei „größten“ Verbänden einer der beiden unterlegenen Halbfinalisten (wie 2005 die SG Wattenscheid 09 in Westfalen).

Einzelnachweise

  1. dfb.de: Regional- und Landesverbände im DFB, abgerufen am 31. Juli 2011


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