Interview mit Dariusz Pasieka am 15 Oktober 2001

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Dariusz Pasieka

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Seit 1997 trägt Dariusz "Darek" Pasieka das Trikot des SV Waldhof Mannheim. Damit ist der 36-jährige Pole, der zweieinhalb Jahre die Kapitänsbinde trug, nicht nur ältester, sondern neben Abwehrkollege Vilmar Santos auch dienstältester Spieler im Kader. Über Eindrücke seiner Zeit in Mannheim, der eigenen Laufbahn sowie die persönlichen Zukunftspläne gibt er im folgenden Interview Auskunft.


Darek, du bist neben Vilmar Santos der Einzige, der seit dem ersten Regionalliga-Jahr in Mannheim dabei ist. Lassen sich die unterschiedlichen Mannschaften einordnen?

Darek Pasieka: Nein, das kann man so nicht sagen. Wir haben zu Beginn einer jeden Saison immer ein paar Probleme. Natürlich sind die Unterschiede zwischen der Regionalliga und Zweiten Bundesliga sehr groß. Aber es dauert einfach seine Zeit, bis sich die neuen Spieler zurecht gefunden haben. Im Leistungsvermögen der Mannschaften selbst sehe ich keine Unterschiede. Was die Zweite Liga anbetrifft muss auch gesagt werden, dass sie Jahr für Jahr stärker und ausgeglichener wird. Letzteres wird häufig vergessen.


Du warst ein halbes Jahr Co-Trainer, lange Kapitän und bist auch diese Saison einer der Ansprechpartner für die Mannschaft, wenn es interne Dinge zu besprechen gibt. Wie wichtig ist Verantwortung für dich?


Darek Pasieka: Jeder Spieler, Trainer, Betreuer trägt Verantwortung. Jeder muss im Sinne des Vereins wissen, um was es geht. Es geht immer um die Zukunft des SV Waldhof Mannheim mit seinen Sponsoren, den Fans, dem gesamten Umfeld. Dieser Verantwortung muss sich jeder bewusst sein, der hier arbeitet. Wenn einer einen schlechten Tag erwischt, müssen ihm andere helfen. Dafür ist Fußball ein Mannschaftssport.


Mit László Klausz, Bernhard Trares, Achim Hollerieth und Sascha Licht habt ihr keinen eigentlichen "Spiellerrat", aber ihr seit Ansprechpartner für die Spieler. Auch Mittelsmänner gegenüber Trainer Uwe Rapolder?


Darek Pasieka: Als Mannschaft versuchen wir möglichst vieles unter uns zu regeln. Der Trainer hat viele andere Sachen um die Ohren, um die er sich kümmern muss. Da kann man nicht mit jedem Kleinkram kommen. Das wäre nicht fair. Deshalb versuchen wir ihn zu entlasten.


Gibt es von dir und euch auch manchmal Tipps in Sachen Taktik oder Aufstellung?


Darek Pasleka: Uwe Rapolder zieht seine Linie voll durch. Gerade das 4-4-2-System, mit dem wir in den vergangenen fünf Jahren immer erfolgreich gewesen sind. Er hat in diesen Dingen die Verantwortung, kennt jeden Spieler aus dem "Eff-eff". In anderen Bereichen tauschen wir uns aus, diskutieren das ein oder andere.


Wie realistisch ist es aus deiner Sicht, dass die Mannschaft bis Weihnachten den Anschluss nach oben wieder findet?


Darek Pasieka: Ich mache mir keine Gedanken über "die" nächsten, sondern immer nur über "das" nächste Spiel. Für mich gilt: Die nächste Begegnung ist immer die Wichtigste. Eines sage ich ganz klar, auch wenn uns zur Zeit ein paar Punkte fehlen: Wir kommen raus aus dieser Formkrise.


Du bist der Älteste im Team. Wie lange willst du noch Fußball spielen?


Darek Pasieka: Solange ich spüre, dass ich noch helfen kann und die Mannschaft mich braucht. Andernfalls bin ich konsequent und mache Schluss. Das kann auch von heute auf morgen passieren.


Letzte Frage: Wie sieht für dich die Zeit nach der aktiven Laufbahn aus?


Darek Pasieka: Ich habe meinen A-Schein als Trainer gemacht und möchte mich in dieser Richtung auch weiter ausbilden lassen. Fußball ist zwar nicht alles, aber fast alles in meinem Leben und sehr wichtig. Entsprechend kann ich mir eine Trainertätigkeit vorstellen.


Vom Stadionmagazin Ausgabe 10. Spieltag Saison 2001/2002



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