Interview mit David Montero am 20. Februar 2002

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David Montero

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Für den Zuschauer im Stadion ist David Montero immer schnell auszumachen. Seine markante Haarpracht, kahl rasiert, trägt der Mittelfeldmotor seit seiner Zeit beim Regionalligisten TSF Ditzingen. "Vorher hatte ich so fünf Zentimeter. Aber wenn ich mir die Haare wachsen lassen würde, könnte man mich leicht mit Zidane verwechseln", flachst "Monti", wie der 174cm große Besitzer eines spanischen Passes von seinen Teamkollegen gerufen wird. Seit der Rückkehr des SVW in die Zweite Liga spielt der in Stuttgart geborene Sohn eines italienischen Vaters und einer spanischen Mutter in Mannheim. Ingesamt 84 Einsätze und neun Tore stehen zu Buche. In dieser Runde ist Montero neben László Klausz der Einzige, der in allen Pflichtspielen zum Einsatz kam.


David Montero, du bist jetzt seit fast drei Jahren beim SVW? Wie sind deine Eindrücke vom Verein, dem Umfeld, der Stadt?


David Montero: Sehr positiv. Ich habe in dieser Zeit viele Leute in und außerhalb des Vereins kennen gelernt, mit denen ich viel unternehme. Rüdiger Rehm oder Selim Teber zum Beispiel - und jede Menge andere nette Leute. Es gefällt mir gut in Mannheim.


So gut, dass du dir vorstellen könntest deinen zum Saisonende auslaufenden Vertrag zu verlängern...?


'David Montero:: Der Verein hat mir ein Angebot unterbreitet. Ich bin jetzt 28 Jahre alt und erst seit drei Jahren Profi. Natürlich möchte ich noch etwas Geld verdienen. So lange es geht, will ich auf alle Fälle Fußball spielen. Welcher Spieler hat nicht das Ziel, eines Tages in der ersten Bundesliga zu spielen. Sehr reizen würde mich auch die "Primera Division" in meinem Heimatland Spanien. Ich bin mit dem Verein im Gespräch. Generell kann ich sagen: Warum nicht Mannheim...


Zu Beginn der Saison wurden mit Bernhard Trares und Jurij Maximov zwei Erstliga-erfahrene Mittelfeldkollegen verpflichtet. Wie sehr hat sich das auf deine Rolle im Spiel ausgewirkt?


David Montero: Ich denke, das hat sich überhaupt nicht ausgewirkt. Uwe Rapolder hat mir damals rechtzeitig gesagt, dass er mit mir für die anstehende Runde plant. Bernhard wurde als Ersatz für Hanno Balitsch verpflichtet. Maximov eher für die Offensive und Kreativabteilung.


Wie bewertest du die aktuelle sportliche Situation?


David Montero: Sicherlich war in der vergangenen Saison alles etwas homogener. Da hatten wir einen Lauf und sind eigentlich nur mit der Einstellung ins Spiel gegangen wie gewinnen wir heute". Diese Saison ist es etwas anders. Wir stehen momentan im Niemandsland. Auch ist einiges im Verein passiert. Dass es nicht so rund läuft. darf man sicherlich nicht an der Schaltstelle im Mittelfeld festmachen, sondern muss es auf die ganze Mannschaft beziehen. Wir wissen auch. dass wir den Zuschauern etwas bieten und sie nicht enttäuschen dürfen. Auch schon als Werbung im Hinblick auf die kommende Saison.


Vor der Winterpause war viel von einer gewissen Erleichterung innerhalb der Mannschaft nach dem Trainerwechsel die Rede. Ist der emotionale Alltag jetzt wieder zurückgekehrt?


David Montero: Nach dem Verlauf mit den Spielen, in denen wir die Punkte geholt haben, kann man dies sicherlich so sagen. Wir stehen jetzt wie gesagt im Niemandsland und ich glaube auch nicht, dass uns nach unten noch etwas passiert. Dafür sind wir zu stark und zu erfahren.

Vom Stadionmagazin Ausgabe 24. Spieltag Saison 2001/2002



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