Interview mit Everaldo am 5. März 2002

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Matos-Pereira Everaldo

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Für Everaldo Matos-Pereira hat sich in den vergangenen acht Monaten einiges verändert. Seit 1. Juli gehört der 25-jährige Brasilianer zum Kader des SVW. Damals zog es ihn vom sonnigen Strand der Copacabana ins vergleichsweise kühle Europa. Genau gesagt nach Deutschland sein fußballerisches Traumziel. Noch keine zwei Wochen ist es her, da änderte sich auch im Privatleben des linken Verteidigers einiges. Vor dem Mannheimer Standesamt heiratete er seine langjährige Freundin Lucilene-Maria De Souza. Die komplette Mannschaft gratulierte. lm folgenden lntenview erzählt Everaldo über seine bisher gesammelten Eindrücke, den nicht immer einfachen Umstellungsprozess und seine sportlichen Ziele.


Everaldo, mit welchen Erwartungen bist du nach Mannheim gekommen?


Everaldo: Ich hatte in dem Sinn keine Erwartungen. Aber es war mein erstes Angebot aus Deutschland und fußballerisch gesehen ist dies mein Traumziel gewesen. Zuvor hatte ich andere Angebote aus Europa. Zum Beispiel in Portugal. Meine Frau wollte auch unbedingt hierher. Da ist uns die Entscheidung nicht schwer gefallen.


Und wie sind die ersten Eindrücke?


Everaldo: Das kalte Wetter, vor allem in den Wintermonaten, ist für mich natürlich gewöhnungsbedürftig. Auch die Sprache ist schwierig. Aber die Umgebung ist sehr schön. Ich bin beeindruckt von der Ordnung die in diesem Land herrscht, der Aıt und Weise, wie hier alles organisiert wird sowie der Pünktlichkeit der Menschen. am Kaff 20 vt Everaldo Matos-Pereira


Wie groß waren die lntegrationsprobleme? Du sprichst kein deutsch...


Everaldo: ln der Mannschaft bin ich von Anfang an gut angenommen worden. Die Sprache ist natürlich ein Problem. Ich habe vor einigen Wochen angefangen deutsch zu lernen und mache erste Fortschritte. Ob im Wettkampf, im Training, der Kabine oder auch im privaten Bereich ist mir Vilmar Santos eine große Hilfe. Er übersetzt mir alles, wir reden sehr viel. Und wenn David Montero mit mir langsam spanisch spricht, können wir uns auch verständigen.


Ist es nicht ungewöhnlich, dass du als Brasilianer lieber in Deutschland Fußball spielst?


Everaldo: Der brasilianische ist im Gegensatz zum deutschen Fußball viel mehr technischer Natur. Das kraftvolle und Zweikampf betonte Spiel, auch die starke taktische Prägung, kommt mir persönlich entgegen. Mit dieser Spielart habe ich weniger Probleme.


Du wurdest auf der linken Seite sowohl in der Defensive als auch im Mittelfeld, der typischen 8er-Position, eingesetzt. Was liegt dir mehr?


Everaldo: (lacht) Am liebsten spiele ich eine offensive "3", einen Verteidiger mit Offensivorientierung.


Dein Vertrag beim SV Waldhof Mannheim läuft noch bis 2003. Wie sieht deine sportliche Zielsetzung aus?


Everaldo: In erster Linie möchte ich immer gute Arbeit leisten. Das ist das Wichtigste für mich. In Mannheim fühle ich mich von Beginn an sehr wohl. Natürlich wünsche ich mir eines Tages auch einmal in der Ersten Bundesliga oder einer anderen europäischen Spltzenliga einen Club zu finden. ln Europa fühle ich mich wohler als in Südamerika.


Gegen Aachen hast du zwei wunderschöne Tore vorbereitet. Hast du den Anschluss nach der Eingewöhnungsphase und der mehrwöchigen Knieverletzung im Herbst geschafft?


Everaldo: Ja, ich glaube schon. Ich bin auf einem guten Weg, nachdem ich durch die Verletzung doch aus dem Rhythmus gekommen bin. Ich denke mein bislang gezeigtes Potenzial liegt bei 80 Prozent. Da ist noch mehr drin.

Vom Stadionmagazin Ausgabe 26. Spieltag Saison 2001/2002



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