Interview mit Gernot Plassnegger am 18. Oktober 2002

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Gernot Plassnegger

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Ohne Frage hat sich der Wechsel von Gernot Plassnegger schon nach wenigen Wochen als Bereicherung für die Qualität der Mannschaft herausgestellt. Ein Kämpfertyp, erfolgreich noch dazu, drei Tore in fünf Spielen sprechen hier eine deutliche Sprache. Doch der 24-jährige sagt auch: "Ich hätte lieber kein Tor geschossen und dafür mit der Mannschaft gewonnen". Die zurückhaltende Art des Österreichers, sein Teamgeist, seine hohe Laufbereitschaft, seine professionelle Einstellung - alles Tugenden - die ihn schon in kurzer Zeit zum Publikumsliebling machen könnten. Über seine noch kurze Zeit in Mannheim und seine Ansicht, wie der SVW aus dem Tabellenkeller wieder herauskommen kann, erzählt er im folgenden Interview.


Gernot Plassnegger, du bewegst dich seit ein paar Wochen in einem neuen Umfeld. Hast Du Dich in Mannheim gut eingelebt?

PLASSNEGGER: Ja, auf jeden Fall. Meine Frau und meine Tochter sind inzwischen auch hier und von der Mannschaft bin ich sehr gut aufgenommen worden. Mannheim ist eine schöne Stadt. Sportlich sieht es natürlich im Augenblick nicht so gut aus. Wir müssen sehen, dass wir da unten so schnell wie möglich raus kommen. Aber ich bin mir sicher, wir schaffen das.


Auf welchem Weg aus Deiner Sicht?


PLASSNEGGER: Wir brauchen auf alle Fälle noch Verstärkungen. Der Verein ist sicherlich gefordert, dies umzusetzen. Man hat gesehen, dass der Ausfall von zwei lnnenverteidigern uns sofort Riesenprobleme bereitet hat. Deshalb denke ich schon, dass man jetzt noch einmal investieren sollte, bevor es zu spät ist. Bis zum Winter müssen wir auf alle Fälle punkten so viel es geht. Und punkten kann man in jedem Spiel. Auch bei den vermeintlich stärkeren Teams.


Du warst in Wolfsburg, spielst jetzt eine Klasse tiefer. Ist das ein Problem für dich?


PLASSNEGGER: Nein, überhaupt nicht. Ich bin Fußballer und als Fußballer will ich spielen. Das konnte ich zuletzt in Wolfsburg nicht mehr. Deshalb habe ich dem Wechsel sofort zugestimmt. Außerdem kann ich in Mannheim einen offensiveren Part spielen. Das liegt mir mehr, als die mir beim VfL zuletzt zugedachte Position als rechter Verteidiger. Ich mag es nicht auf der Bank zu sitzen.


Mit deinen Leistungen hast du dich in kurzer Zeit zu einem Leistungsträger entpuppt. Auch die Medien sind voll des Lobes. Wie gehst du damit um?


PLASSNEGGER: Es ist nicht entscheidend, ob ich von den Medien gelobt werde. Natürlich freue ich mich wenn es bei mir gut läuft. Entscheidend ist aber alleine, dass die Mannschaft Erfolg hat.


Du besitzt beim VfL Wolfsburg einen Vertrag bis 2004, bist bis Saisonende nach Mannheim ausgeliehen worden. Den Klassenerhalt wohl vorausgesetzt, könntest Du dir aus momentaner Sicht vorstellen weiter in Mannheim zu spielen?


PLASSNEGGER: Im Moment interessiert mich nicht was im Sommer 2003 passiert. Solange bin ich zunächst an Mannheim gebunden. Wichtig ist die momentane Situation und auf die müssen wir alle uns voll konzentrieren.


Wie ist Gernot Plassnegger als Privatperson?


PLASSNEGGER: Die Familie ist natürlich ein sehr großer Teil von mir. Vielleicht ist es ein kleines Problem, dass ich nie richtig vom Fußball abschalten kann. Wenn ich ein schlechtes Spiel abgeliefert habe oder mal irgendetwas nicht so gelaufen ist sportlich, kann auch zuhause mal die Stimmung kippen. Ich kann einfach nicht verlieren, egal ob im Fußball, Tennis oder Golf. Ansonsten fahre ich gerne Ski, höre Musik, am liebsten Gruppen wie "Austria 3", Oasis oder auch Xavier Naidoo.


Vom Stadionmagazin Ausgabe 9. Spieltag Saison 2002/2003



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