Interview mit Thomas Hoersen am 4. April 2002

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Thomas Hoersen

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Ende September holte ihn Waldhofs Ex-Trainer Uwe Rapolder nach Mannheim. Thomas Hoersen sollte nach der schweren Verletzung von Laminé_Cissé die Position auf der rechten Seite der Viererkette ausfüllen. Bis zum Saisonende läuft sein Vertrag. Vom Ligakonkurrenten MSV Duisburg wechselte er an den Neckar, brauchte nach einer zuvor längeren Verletzungspause etwas Anlaufzeit. Inzwischen hat sich der 30-jährige Hundeliebhaber und Fan härtester Rock-Musik zur festen Größe in der Stammformation gespielt. "lch würde gerne weiter beim SV Waldhof spielen. Ich fühle mich im Verein und in der Stadt sehr wohl", hofft er, dass der SVW seine bestehende Option zieht. Nach der abgelaufenen Frist Ende März soll noch ein weiteres Gespräch mit dem gebürtigen Mönchengladbacher folgen, so Dieter Dollmann.


Thomas Hoersen, du bist zu Beginn der bereits laufenden Saison zum SVW gekommen. Wie sind die inzwischen gewonnenen Eindrücke von Mannheim?


Thomas Hoersen: Für mich war es das Wichtigste, erst einmal wieder ins Spielen zu kommen. ich bin von der Mannschaft sehr gut aufgenommen worden, wir haben einiges gemeinsam unternommen, die Kameradschaft hat sich schnell aufgebaut. Das findet man heute nicht mehr überall. In Duisburg war dies anders. Für mich war diese schnelle Integration deshalb wichtig, weil ich hier unten alleine bin, meine Frau weiter in Mönchengladbach wohnt. Das hat mir sehr geholfen in dieser für mich ungewohnten Situation.


Dein Vertrag läuft zum Saisonende aus...


Thomas Hoersen: Das ist richtig. Aber ich würde gerne weiter beim SV Waldhof spielen. Ich fühle mich im Verein und in der Stadt sehr wohl. Deshalb hoffe ich, dass der SVW seine Option an mir zieht. Unabhängig gehe ich auch fest davon aus, dass wir den Klassenerhalt schaffen.


Du spielst vornehmlich auf der Position, die zuvor Lamine Cissè rechts in der Viererkette gespielt hat, warst aber vorher eher im Mittelfeld zuhause. Kommst du mit der Rolle gut klar?


Thomas Hoersen: Ja. Sie war mir nicht unbekannt. Auch unter Bernd Kraus in Mönchengladbach habe ich die Viererkette gespielt. Sicher würde ich lieber etwas offensiver spielen. Aber von unserem System geht es eben nicht. Andererseits fühle ich mich hinten rechts ganz wohl und finde auch gut, dass ich das Spiel vor mir liegen habe.


Mit LR Ahlen kommt auch Trainer Uwe Rapolder an seine alte Wirkungsstätte zurück. Sind solche Spiele irgend etwas Besonders für einen Akteur?


Thomas Hoersen: Für mich nicht. Ihm habe ich es zu verdanken, dass ich hier spielen kann. Es ist aber keine besondere Herausforderung. Es ist ein Spiel wie jedes andere auch. Wichtig ist, dass wir jetzt schnellst möglich ein bis zwei Siege einfahren, um aus dem Tabellenkeller zu kommen.


Anfang des Jahres bis du 30 Jahre alt geworden. Wie lange möchtest du noch Fußball spielen?


Thomas Hoersen: So lange ich mich körperlich noch wohl fühle. Durch meinen Kreuzbandriss, den ich mir 1994 in einem Spiel auf dem Betzenberg zugezogen habe, bin ich im linken Knie sicherlich etwas vorbelastet. Aber ich fühle mich mit Sicherheit noch nicht alt. Weder körperlich, noch geistig. Im Gegenteil (lacht): Ich fühle mich irgendwie noch wie 22, 23 Jahre. Und mit den jungen Teamkameraden komme ich super klar.



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