Karl Schöttle

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Karl Schöttle
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Spielerinformationen
Voller Name Karl Schöttle
Geburtstag 28. November 1934
Geburtsort Pforzheim, DeutschlandDeutschland Deutschland
Position Mittelfeld
Vereine als Aktiver
Jahre Verein Spiele (Tore)1
07/1958 - 06/1961
07/1961 - 06/1963
DeutschlandDeutschland VfR Pforzheim
DeutschlandDeutschland SV Chio Waldhof

23 (7)
Stationen als Trainer

07/1978 - 06/1987
07/1987 - 06/1992
DeutschlandDeutschland VfR Pforzheim
DeutschlandDeutschland 1. FC Pforzheim
DeutschlandDeutschland 1. FC Dietlingen

1 Angegeben sind nur Liga-Spiele.
 Stand: 28. November 2014

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Karl Schöttle (* 28. November 1934 (84) in Pforzheim), ist ein ehemaliger deutscher Fussballspieler.

Karriere

Aufgewachsen in den Kriegsjahren, machte der junge, talentierte Kicker seine ersten Gehversuche beim Sportclub Pforzheim. „Im Würmtal wurden damals die Bombentrichter zugeschüttet, damit wir spielen konnten“, erinnert er sich.

Nachdem Schöttle mit dem Spitznamen "Olly" in der SCP-Jugend sowohl Kreismeisterschaften als auch badische Titel gesammelt hatte, nahm ihn in der Aktivität Willi Nerz, der Bruder des früheren Reichstrainers Otto Nerz unter seine Fittiche. „Er hat uns sehr viel beigebracht und wir haben alle zu ihm aufgeschaut“, spricht Schöttle auch für seinen bereits verstorbenen Freund Alex Peterek. Gemeinsam wechselten beide Ende der Fünfzigerjahre zum VfR Pforzheim, wo sie in der legendären Meistermannschaft von 1959 (1. Amateurliga) um Reinhard Bordt und Hardy Schäfer standen. Unvergessen sind bis heute die heißen Duelle gegen Bayreuth, Singen oder Sandhausen vor bis zu 10 000 Zuschauern auf dem Holzhof.

An die titelentscheidende Partie beim SV Sandhausen denkt Schöttle gerne zurück. Schließlich erzielte er damals als blutjunger Rechtsaußen den 2:1-Siegtreffer. „Kopfbälle waren meine Spezialität“, erzählt der Vollblut-Stürmer. Dass der Aufstieg in die zweite Liga damals misslang, änderte nichts am Werdegang des nordbadischen Auswahlspielers. In seinen zwei Jahren bei Waldhof Mannheim bekam es Schöttle mit Fußballgrößen wie Klaus Sinn, Klaus-Dieter Sieloff oder Helmut Haller zu tun. Schöttle wurde in 23 Pflichtspielen für den SV Waldhof eingesetzt wobei er 7 Tore erzielte.

Erst als er sich 1963 mit der Familie in Dietlingen niederließ, wechselte er auf die Trainerbank und ging auch beruflich neue Wege, indem er zum Lehrer für Sport und Werken umschulte.

Als Trainer des VfR Pforzheim feierte Schöttle in den Siebzigerjahren große Erfolge mit Spielern wie Morell, Waldhaus, Kirchenbauer, Karcher oder Geigle. In Diensten des 1. FC Pforzheim schaffte er in der Saison 1984/85 den Wiederaufstieg in die Amateur-Oberliga und formte aus Akteuren wie Essig, Pfirrmann, Fischer, Woltersdorf, Reiser, Bott, Ackermann oder Elbracht eine der stärksten „Club“-Mannschaften aller Zeiten. „In meinem Training gab’s keinen Leerlauf. Und auch auf den Gegner habe ich mich immer gut vorbereitet“, blickt der 75-Jährige zurück. Störfeuer aus dem Umfeld der Mannschaft hätten ihn damals zum Rücktritt gezwungen. „Als Typ war ich dafür einfach nicht hart genug“, weiß er heute. Es folgten ruhigere Jahre als Coach beim 1. FC Dietlingen, mit dem er 1991 durch ein 4:0 über Birkenfeld nocheinmal Kreispokal-Sieger wurde. Auf dem Fußballplatz ist der Jubilar wegen seiner nachlassenden Sehkraft nur noch selten anzutreffen. Die schönen Erinnerungen aber bleiben.

Quelle: Pforzheimer Zeitung

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