Presse 13.05.2014

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Positive Anzeichen nach der Waldhof-PK

'Regionale Unternehmen stellen 250.000 Euro zur Verfügung / Summe fließt jedoch nicht komplett in den Etat'

„Mannheimer Runde“ stellt 250.000 Euro zur Verfügung

Pressekonferenz mannheimer Runde 2014.jpg

Kein Wunder, denn die Waldhof-Gemeinde wollte wissen, wie es mit dem Traditionsklub weitergeht, der vor schweren Zeiten stand. Stand – denn offensichtlich hat sich die Stadt Mannheim und die lokale Wirtschaft entschieden, dem Klub wieder auf die Beine zu helfen. Vorerst stellt die „Mannheimer Runde“, ein Zusammenschluss regionaler Unternehmen, 250.000 Euro zur Verfügung, mittelfristig soll die Summe weitaus höher werden. Das Ziel: Betrag vervielfältigen / Dr. Peter Kurz tatkräftig unterstützt „Es muss das Ziel sein, diesen Betrag zu vervielfältigen“, sagte Stefan Kleiber. Der stellvertretende Vorstandsvorsitzende der Sparkasse Rhein-Neckar Nord und Vorsitzende der „Mannheimer Runde“ sammelte mit seinen Mitstreitern in den zurückliegenden Wochen bei den Unternehmen eine Viertelmillion Euro ein, um den SVW „auf den Weg zu bringen“. Den Anstoß zu der Initiative, Profifußball auf den Weg zu bringen, kam aus dem Rathaus. Im Hintergrund hatte Oberbürgermeister Dr. Peter Kurz seine Kontakte genutzt und für die Idee geworben, einen Fußballklub aus Mannheim in den bezahlten Fußball zu führen. „In Sachen emotionaler Bindung und Potenzial kam da nur der SV Waldhof in Frage“, sagte Kleiber, der sich und den Klub erst am Anfang eines Weges sieht.

Kleiber: "Zug kommt jetzt zum starten."

Nachdem das Interesse der Unternehmer der Stadt zunächst gering bis ablehnend war, nachdem die „Mannheimer Runde“ Anfang April im Carl-Benz-Stadion zu einem Treffen geladen hatte, auf dem der SVW durch Präsident Steffen Künster die Chancen für die Stadt durch einen Profiverein aufzuzeigen versuchte, hat sich der Wind jetzt schon ein Stück weit gedreht. „Ich denke, dass der Zug jetzt zum Starten kommt“, sagte Kleiber stellvertretend für die anderen Unternehmen, die dem Klub jetzt als Sponsor zur Verfügung stehen.

Signal ist positiv / Etat dennoch wesentlich niedriger als die Vorjahre

Wer genau künftig zu den Unterstützern zählt, wurde nicht verraten, ist für Kleiber und Künster aber auch nicht entscheidend. Das Signal ist wichtiger. Und das besagt, dass der Klub in den kommenden Jahren so aufgestellt werden soll, dass er das mehr als zehn Jahre andauernde Dasein in der Viert- oder Fünftklassigkeit beenden kann. „Für uns ist es dabei auch wichtig, nicht nur Geld zu geben, sondern auch mitzuarbeiten“, verriet Kleiber, dass die Geldgeber mehr wollen als reine Sponsoren sein. Das Know-how der Unternehmer soll genutzt werden und die Annahme der Unterstützung ist eine Voraussetzung für weiteren Geldfluss. Praktisch wird das vorgestellte Modell zur Folge haben, dass vorerst das Logo der „Mannheimer Runde“ die Trikotbrust des SVW zieren soll, allerdings nur so lange, bis sich ein Einzelunternehmen findet, dass einen sechsstelligen Betrag zahlt. „Dann machen wir die Brust gerne frei“, erklärte Kleiber. Gleiches gilt weiterhin auch für die MVV, die als Sponsor auf dem Trikotärmel auftritt, diesen Platz aber ebenfalls räumen würde, sollte sich ein anderer solventer Werbe-Partner finden.

Von Präsident Künster noch keine klare Aussage, wie viel von den 250.000 Euro in den Etat fließen.

Für den Sportlichen Leiter und Trainer Kenan Kocak bedeuten die heutigen Nachrichten, dass er davon ausgehen kann, mehr als die zunächst bewilligten 400.000 Euro für das Budget der kommenden Saison zur Verfügung zu haben. Wie hoch der Betrag genau sein wird, wollte Künster heute nicht sagen. „Wir werden ein gutes Regionalliga-Budget zur Verfügung stellen“, sagte der SVW.-Präsident, ließ auf Nachfrage aber offen, was er für ein „gutes Budget“ hält. Die vor drei Wochen getätigte Aussage, dass alle künftig generierten Werbeerlöse komplett in das Sport-Budget fließen, gilt in jedem Fall nicht mehr in vollem Umfang. Dennoch: So positiv waren die Anzeichen beim SV Waldhof schon seit langer Zeit nicht mehr. Jetzt ist entscheidend, was alle handelnden Personen daraus machen. Ob die getätigten Lippenbekenntnisse weiterhin in die Tat umgesetzt werden.


Quelle: Sportkurier 13.05.2014




Fußball: „Mannheimer Runde“ unterstützt den SV Waldhof mit 250 000 Euro / Künster: Durchbruch erreicht

Von unserem Mitarbeiter Roland Bode

Mannheim. Die Mittelstandvereinigung "Mannheimer Runde" unterstützt den SV Waldhof in der kommenden Saison mit 250 000 Euro. "Wir haben den Durchbruch bei der Mannheimer Wirtschaft erreicht", freute sich Präsident Steffen Künster und fügte hinzu: "Wir halten an unserem Ziel fest, den Profi-Fußball nach Mannheim zurückzuholen." Im Rahmen einer Pressekonferenz im Carl-Benz-Stadion präsentierte der Klubchef gemeinsam mit dem ersten Vorsitzenden der Vereinigung und stellvertretenden Vorstand der Sparkasse Rhein-Neckar Nord, Stefan Kleiber, die zunächst auf ein Jahr vereinbarte, aber längerfristig geplante Partnerschaft.

"Stehen erst am Anfang"

"Die 'Mannheimer Runde´ wurde 2007 gegründet und ist seit 2011 ein eingetragener Verein mit derzeit knapp 80 mittelständischen Unternehmen. Uns geht es darum, in Mannheim etwas zu bewegen. Im Dialog mit der Stadt ist unser Kernanliegen, die Wirtschaftskraft der Region nicht nur zu erhalten, sondern noch zu verbessern", erklärte Kleiber. "Wir sind der Ansicht, dass die siebtgrößte Region Deutschlands Profi-Fußball verdient. Für das Selbstbewusstsein hier wäre es wichtig zu wissen, dass wir auch im Fußball wieder wer sind. Der Zug kommt ins Rollen. Ganz viele Unternehmen unterstützen, jeweils nach ihren Möglichkeiten, den Verein."

Künster wertete das Ergebnis nach dem Treffen mit der Stadtspitze und der Runde am 1. April als "deutliches Signal". Dann fügte er hinzu: "Jetzt gilt es, das Ganze mit Leben zu füllen und den Partnern Leistungen zu geben, damit sie sich wohlfühlen. Wir haben hart daran gearbeitet, das verlorene Vertrauen in den Verein seitens der Mannheimer Wirtschaft zurückzugewinnen. Dabei mussten wir mit Leistungen und Seriosität überzeugen. Wir stehen aber erst am Anfang."

Künster stand im Umfeld des SVW zuletzt immer heftiger in der Kritik. Die Panne mit dem insolventen früheren Hauptsponsor Parkplan, an der der Traditionsverein weiter zu knabbern hat, fehlende Transparenz über die Arbeit des Präsidiums, Versprechungen, die aus Kritikersicht nicht eingehalten werden konnten und auch die sportlichen Ziele betreffen, sowie der jüngste Akt mit dem Rücktritt von vier Aufsichtsratsmitgliedern sind nur einige Dinge, für die der Präsident verantwortlich gemacht wurde. "Was wir jetzt präsentiert haben, will ich nicht direkt als persönliche Genugtuung verstehen. Aber es tut doch gut", sagte er. "Ich weiß, dass die Erwartungshaltung bei den Fans immer sehr hoch ist. Dafür habe ich auch Verständnis. Manchmal brauchen Dinge aber eben etwas Zeit." Der Großteil des "Sammelsponsorings" werde in die Kaderplanung für die Folgesaison fließen, ein Anteil auch in die Sanierung. Unverändert drücken den Klub Altlasten von gut einer Million Euro.

Die "Mannheimer Runde" ist aktuell als Schriftzug auf dem Trikot für 2014/15 geplant. Kleiber versicherte jedoch: "Wir machen sofort Platz, wenn sich ein weiterer Partner in einem sechsstelligen Bereich hierfür einbringt." Auch der langjährige Sponsor "MVV Energie" habe bereits signalisiert, von seiner Werbung auf dem Trikotärmel zurückzutreten, sollte sich hierfür ein neuer Gönner finden lassen.

Angesprochen auf das Budget 2014/15 betonte Künster: "Darauf legen wir uns heute nicht fest. Wir haben einerseits einen regionalliga-tauglichen Etat gesichert. Aber dieser kann ausgebaut werden. Das ist das Ziel. Wir werden auf alle Fälle mit einer schlagkräftigen, jungen und charakterlich zueinanderpassenden Mannschaft antreten."

"Mannheimer Runde"

Es sind ein Dutzend Firmen aus der Runde der etwa 80, die Waldhof nun mit 250 000 Euro unterstützen. Gegründet 2007 ist die Vereinigung seit 2011 ein eingetragener Verein. 1. Vorsitzender ist Stefan Kleiber von der Sparkasse Rhein-Neckar Nord. "Mitmachen an Mannheim", ist laut Kleiber die Devise der Vereinigung. Der SV Waldhof sei von seiner Tradition und Emotion von großer Bedeutung für die Stadt.

Kontakt: www.mannheimer-runde.de


Quelle: Mannheimer Morgen 14.05.2014



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