Pressebericht Marco Laping

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Streit führt zur Trennung

Der SV Waldhof hat sich überraschend und mit sofortiger Wirkung von Kapitän Marco Laping getrennt. Wie es in einer knappen Pressemitteilung des Vereins heißt, habe es zwischen dem 32-jährigen Mittelfeldregisseur und Trainer Reiner Hollich "Meinungsverschiedenheiten" gegeben. Beide Seiten bestätigten dies, betonten aber, man habe sich einvernehmlich getrennt.

Gestern waren Verein und Spieler bemüht, die Wogen zu glätten. Am Montagabend, als die Entscheidung getroffen wurde, war von Harmonie aber nichts zu spüren. Laping hatte seinem Ärger in der ersten Erregung Luft gelassen. Sein Eintrag auf seiner Facebook-Seite war mit dem Wort "Erlöst!!" überschrieben. Inzwischen hat der gebürtige Bad Dürkheimer, der 2007 vom 1. FC Saarbrücken an den Alsenweg gewechselt war, seinen Kommentar gelöscht. Weitere Zusammenarbeit sinnlos

Gestern hieß es, die Entscheidung sei nach einem Gespräch zwischen dem Sportlichen Leiter Günter Sebert, Hollich und Laping getroffen worden: "Es ist wie im normalen Berufsleben. Wenn unterschiedliche Auffassungen bestehen, macht eine weitere Zusammenarbeit keinen Sinn. Wir hatten ein sachliches und gutes Gespräch und sind zu der Auffassung gekommen, dass diese Lösung für beide Parteien die beste ist", erklärte Laping. Es bestünde kein Grund, "schmutzige Wäsche zu waschen".

Wo konkret es zu den zwischenmenschlichen Problemen gekommen ist, dazu äußerten sich beide Seiten nicht. Der Vertrag des seit Wochen verletzten Führungsspielers wäre erst im Juni 2011 ausgelaufen. Laping verzichtete gegenüber dem SVW auf finanzielle Ansprüche. Ohnehin besaß er einen stark leistungsbezogenen Kontrakt. Auf der Suche nach einem weiteren Stürmer hat Sebert deshalb nur unwesentlich mehr Spielraum.

"Ich bin nicht immer ganz einfach. Das weiß ich, weil ich immer sage, was ich denke. Es gab auch unter Alex Conrad Probleme. Dazu stehe ich", sagte Laping weiter. An ein Karriereende denkt er nicht. Selbst eine Rückkehr zu den Blau-Schwarzen schloss er nicht völlig aus: "Man soll niemals ,nie' sagen. Ich liebe den Verein, werde mir auch weiter Spiele anschauen. Die Mannschaft ist charakterlich fantastisch, ich wünsche ihr viel Erfolg."

Sachlich äußerten sich auch Sebert und Hollich. "Marco Laping ist ein technisch starker Spieler, der uns in gesundem körperlichen Zustand immer weiterhelfen könnte", betonte Sebert. Doch eben dies war in den vergangenen Jahren der Knackpunkt. Immer wieder warfen Laping langwierige Verletzungen zurück. Hollich ist überzeugt, dass es im linken defensiven Mittelfeld ausreichend Alternativen gibt: "Mit Klaus Gjasula, Oliver Malchow, Daniel Herm oder Fisnik Myftari haben wir gute Optionen."

Eine andere Entscheidung teilte der Verein ebenfalls mit. Die Jahreshauptversammlung findet nun am Donnerstag, 16. Dezember (18 Uhr), im Kulturhaus Käfertal statt. Geschäftsführer Andreas Laib: "Vielen Mitgliedern war dieser Termin lieber als der 17. Dezember." robo/red

Quelle: Mannheimer Morgen 01. Dezember 2010



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