Pressemitteilung 15-08-08

Aus WikiWaldhof
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Der Konter ließ nicht lange auf sich warten. Gestern hatte Waldhof-Präsident Dr. Mario Nöll schwere Vorwürfe gegen den nach der vorigen Saison fristlos gekündigten Manager Rüdiger Lamm erhoben. Extreme Risikobereitschaft in finanzieller Hinsicht und die Täuschung des Präsidiums in Sachen Vertragsinhalte hätten den Verein zur Trennung gezwungen.

Lamm, der Widerspruch gegen die Kündigung eingelegt hat, kann die Vorwürfe nicht nachvollziehen. „Die Verträge sind extrem leistungs- und ergebnisorientiert und verschwiegen habe ich selbstverständlich auch nichts“, erklärte der 60-jährige Ostwestfale. Das sei auch gar nicht möglich gewesen, hätte doch der damalige Präsident Dr. Hans-Joachim Bremme alle Verträge unterschreiben müssen. Auch Dr. Mario Nöll hätte nach seiner Wahl spätestens am dritten Oktober vorigen Jahres Einsicht in die Kontrakte gehabt und es würde ihn schon sehr verwundern, wieso er erst jetzt solche Äußerungen von sich geben würde. Die Mannschaft hätte doch das Ziel erreicht und sich für die Regionalliga qualifiziert. Lamm: „Gerade Dr. Mario Nöll hat sich doch auf der Tribüne bei jedem Sieg fürchterlich gefreut. Warum hat er sich eigentlich nicht wegen der Prämienzahlungen geärgert“?

Lamm wies darauf hin, dass man bei der Beurteilung der abgeschlossenen Verträge auch den Umsatz einbeziehen müsse. Den habe er von 2006 bis 2008 von 500.000 auf drei Millionen Euro gesteigert. Noch auf der letzten Mitgliederversammlung habe Dr. Nöll ihn in den Himmel gehoben, „als er meine Leistung als sensationell bezeichnet hat, ich in kürzester Zeit mehr Werbung an den Mann gebracht hätte als das zuvor in Jahren der Fall gewesen wäre“.

Auch den Vorwurf, dass er Dreijahresverträge abgeschlossen, dem Präsidium gegenüber aber nur von einer automatischen Verlängerung bei der Qualifikation und einem anschließenden Aufstieg in die dritte Liga gesprochen habe, lässt Lamm nicht gelten. „Ich habe in meiner Zeit rund 40 Verträge abgeschlossen, die alle nicht gleich sind. Ich wiederhole noch einmal, das Präsidium hat doch alle Verträge zur Einsicht vorliegen.“ Lächeln kann Lamm nur darüber, dass Thomas Ollhoff freiwillig auf monatlich 1.000 Euro verzichtet habe. „Kennen Sie einen Fußballer, der freiwillig auf Geld verzichtet?“, fragt der Ex-Manager. Wahrscheinlich sei es so gewesen, dass Herr Nöll seine guten Beziehungen zur SAP habe spielen lassen und dort für einen Anschlussvertrag von Ollhoff gesorgt hat, „denn dann kann man locker auf 1.000 Euro verzichten“.

Das Angestelltenverhältnis von Lamm läuft noch bis Juni 2009, verlängert sich bei einem Aufstieg in die dritte Liga um ein Jahr. Unterdessen wird ein ehemaliges Präsidiumsmitglied bei der Staatsanwaltschaft Klage gegen den ehemaligen Waldhof-Präsidenten einreichen: „Dr. Bremme hat jahrelang ein für den Aufsichtsrat nicht nachvollziehbares Finanzgebahren an den Tag gelegt.“

Quelle: RNZ'


Weiterhin erfuhr die Bildzeitung, das ein Ex-Präsidiumsmitglied nun Klage wegen nicht nachvollziehbaren Finanzgebahrens gegen Bremme einreichen will.



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