Quini

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Quini (* 23. September 1949 in Oviedo; eigentlich Enrique Castro González) ist ein ehemaliger spanischer Fußballspieler.

Der Stürmer erzielte insgesamt 216 Tore in 447 Spielen in der spanischen Liga und war fünfmal spanischer Torschützenkönig (Pichichi). In seiner Karriere spielte Quini bei Real Sporting de Gijón und dem FC Barcelona. Er gilt als einer der besten Spieler in der Geschichte des spanischen Fußballs und ist eine Legende unter Anhängern von Real Sporting de Gijón.

Quini, der auch El Brujo genannt wurde, nahm als spanischer Nationalspieler an der Fußball-Weltmeisterschaft 1978 und 1982, sowie den Europameisterschaften 1976 und 1980 teil.

Während Spanien sich noch von dem versuchten Staatsstreich vom 23. Februar 1981 erholte, bei dem Antonio Tejero mit einer Gruppe von Guardias Civiles gewaltsam ins Parlament eingedrungen war und die Abgeordneten bis zum nächsten Tag in seiner Gewalt gehalten hatte, wurde am 1. März 1981 Quini nach dem Spiel gegen Hércules entführt. Barcelona hatte mit zwei Toren von Quini 6:0 gewonnen. Als er das Camp Nou Stadion verlassen wollte, wurde er von 2 Personen abgefangen, die ihn mit einer Pistole bewaffnet in seinem eigenen Auto entführten.

Stunden später schlug Quinis Ehefrau Alarm. Am Dienstag nach der Entführung gaben die Entführer das erste Lebenszeichen ab; sie kontaktierten Quinis Familie und verlangten 100 Millionen Peseten (EUR 600.000) Lösegeld.

Die Nachricht der Entführung schlug sich auf den gesamten Kader nieder, aber besonders betroffen war der deutsche Bernd Schuster, der mit Quini sehr gut befreundet war. Die Mannschaft hatte sogar erwogen, bis zur Freisetzung Quinis kein Spiel mehr zu bestreiten. Trotz Schusters Zögern wurde die Mannschaft durch ein Tonband, das Quini in der Gefangenschaft aufgenommen hatte, davon überzeugt, von der Maßnahme abzusehen. In den 6 Spielen in denen Quini der Mannschaft fehlte, gelang Barcelona nur 1 Unentschieden und 5 Niederlagen.

In dieser Zeit wurde das Trikot mit der Nummer 9, mit der Quini spielte, nicht eingesetzt, dafür war die Zustimmung des spanischen Fußballverbandes nötig. Damals wurden der Startaufstellung fortlaufende Nummern von 1 bis 11 vergeben.

Am 25. März 1981 wurde in Genf der erste der Entführer festgenommen, der zur Übergabe des Lösegelds in die Schweiz gereist war. Der Mechaniker Víctor Manuel Díaz Esteban informierte die Polizei, wo Quini versteckt gehalten wurde. Stunden später befreite die Polizei Quini aus einem Keller in einem Wohnhaus in Zaragoza und nahm zwei weitere Entführer fest, den Elektriker Fernando Martín und den Mechaniker Eduardo Sendin, die wegen ihrer Schulden beschlossen hatten, den besten Stürmer der spanischen Meisterschaft zu kidnappen.

Seither hat sich Quini nie zu seinen Entführern geäußert, auf Fragen antwortete er immer nur, dass er ihnen verziehen habe („Wer bin ich um über andere zu urteilen“). Er erstattete nie Anzeige.

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