RWE-SVW070510

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Der SV Waldhof blickt nach vorn und konkretisiert Planungen ---

Von Roland Bode

Der SV Waldhof hat zwar gegen Essen verloren, doch die Niederlage wirft im Lager des Regionalligisten keinen um. Vielmehr rücken die kommenden Aufgaben in den Fokus.

Der SV Waldhof kann trotz der 1:3-Niederlage am Freitagabend bei Rot-Weiss Essen relativ entspannt in die zweiwöchige Spielpause der Fußball-Regionalliga West gehen. Nach der 0:4-Heimpleite von Fortuna Düsseldorf II (gegen SC Verl) beträgt das Punktepolster auf den ersten Abstiegsplatz zwei Runden vor Saisonende fünf Zähler. Zudem ist das Torverhältnis des SVW gegenüber den Niederrheinern um 14 Treffer besser. Etwas ärgerte sich Pradt dennoch: "Es war eine unnötige Niederlage. Ein Remis wäre durchaus drin gewesen."

Für den SVW-Coach war die Schlüsselszene, als Michael Reith in der 60. Spielminute seinen Gegenspieler mit einer Grätsche umsenste und die Rote Karte sah. Pradt: "Ich habe in der Halbzeit eindringlich darauf hingewiesen, Fouls dieser Art zu unterlassen. Ich hatte das Gefühl, der Schiedsrichter ahndet solche Fouls streng. Genauso kam es", haderte der Übungsleiter: "Bis dahin haben wir so gut wie nichts zugelassen. Unser Spiel gegen den Ball war sehr gut. Essen hat die Überzahl mit seiner großen Erfahrung sehr gut gespielt. Aber letztlich hätte es für uns mehr sein können." Wunderlich (67.), David Szabo per Eigentor (75.) und Mainka (79.) stellten für die Platzherren kurz darauf die klare 3:0-Führung her. Daniel Reules elftes Saisontor (82.) bedeutete nur noch Ergebniskosmetik vor den 4835 Besuchern im Georg-Melches-Stadion.

Sorgen bereitet Pradt vor den abschließenden Partien gegen Münster (22. Mai) und in Lotte (29.) die Innenverteidigung. Neben Christopher Hock droht auch Nassim Banouas und David Szabo das vorzeitige Ende der Runde: "Banouas und Szabo haben wohl wie Hock einen Riss am Syndesmoseband erlitten. Das sieht nicht gut aus", so Pradt. Der sieht den SVW trotz des Punktepolsters noch nicht definitiv gerettet: "In zwei Wochen spielen Düsseldorf und Leverkusen zwar gegeneinander und nehmen sich gegenseitig die Punkte weg. Aber so lange die Glocken läuten, ist die Kirche nicht aus", warnt er.

Die nächsten zwei Wochen will Pradt gemeinsam mit dem Sportlichen Leiter Günter Sebert nutzen, um einerseits angeschlagene Spieler zu regenerieren, zudem die Planungen für die Folgerunde mit intensiven Gesprächen fortzusetzen. Namen von Wackelkandidaten nannte er nicht. Indes ist aber klar, dass Pradt und Sebert die Entwicklung am Alsenweg auch nach dem Sommer fortsetzen wollen. Pradt: "Wir haben uns so abgestimmt." Zumindest ein Zeichen, dass die Blau-Schwarzen trotz der schwierigen finanziellen Situation ein wettbewerbsfähiges Team auf die Beine stellen können. Denn das hatten beide zur Bedingung gemacht.

Quelle: Mannheimer Morgen vom 09. Mai 2010



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