SV Alsenborn

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SV Alsenborn
SV Alsenborn.gif
Voller Name Sportverein 1919 Alsenborn e. V.
Ort Enkenbach-Alsenborn
Gegründet 15. September 1919 (als FV Alsenborn)
Vereinsfarben blau-weiß
Stadion Stadion Kinderlehre
Plätze 13.000
Homepage www.svalsenborn.de
Liga Kreisliga Kaiserslautern-Donnersberg Süd
2010/11 5. Platz
Trikotfarben
Trikotfarben
Trikotfarben
Trikotfarben
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Heim
Trikotfarben
Trikotfarben
Trikotfarben
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Auswärts


Der SV Alsenborn ist ein Fußballverein aus Enkenbach-Alsenborn in Rheinland-Pfalz. Die Spielstätte des Vereins ist das Stadion Kinderlehre, das Platz für etwa 13.000 Zuschauer bietet. Um 1970 war der SV einer der stärksten Vereine Südwestdeutschlands und spielte mehrfach um den Aufstieg in die Fußball-Bundesliga.

Geschichte

Der Verein wurde am 15. September 1919 als FV Alsenborn gegründet und trägt seit 1945 den Namen SV Alsenborn.

Die erfolgreichste Zeit des SV Alsenborn begann 1962, nachdem Fritz Walter, Kapitän der Weltmeistermannschaft von 1954, Trainer des Klubs geworden war. Er strebte mit seinem ehemaligen Mannschaftskameraden vom 1. FC Kaiserslautern Hannes Ruth den Aufstieg des SV Alsenborn an. Mit Willi Hölz, Otto Render und Erwin Rödler wurden drei ehemalige Spieler des 1. FC Kaiserslautern verpflichtet. In den Jahren 1962 bis 1965 stieg der SVA dreimal in Folge bis in die Regionalliga Südwest, die damals zweithöchste Spielklasse, auf.

Der sportliche Höhenflug hielt auch in der Regionalliga an und brachte dem Verein bundesweite Aufmerksamkeit ein.[1] 1968 wurde Alsenborn erstmals Meister der Regionalliga und qualifizierte sich dadurch für die Aufstiegsrunde in die Bundesliga. In einer Gruppe mit Hertha BSC, Rot-Weiss Essen, SC Göttingen 05 und Bayern Hof wurde der Verein Tabellendritter – nur der Erste, Hertha BSC, stieg auf. Bei einem Aufstieg in die Bundesliga war ein Umzug nach Ludwigshafen und die Fusion mit einem dort beheimateten Fußballverein geplant, um die DFB-Lizenzauflagen in allen Punkten erfüllen zu können.[2]

In der folgenden Saison wurde Alsenborn erneut Regionalligameister. In der Aufstiegsgruppe mit Rot-Weiß Oberhausen, Hertha Zehlendorf, VfB Lübeck und dem Freiburger FC wurde Alsenborn nach fünf Siegen und drei Niederlagen erneut Dritter hinter Oberhausen und Freiburg. Am Ende fehlte ein Punkt zum Bundesligaaufstieg.

1970 wurde Alsenborn zum dritten Mal in Folge Meister der Regionalliga Südwest. In einer Gruppe mit Arminia Bielefeld, dem Karlsruher SC, Tennis Borussia Berlin und dem VfL Osnabrück erreichte der Verein zum dritten Mal in Folge den dritten Platz und verpasste den Aufstieg.

Die Erfolge dieser drei Jahre konnte der SV Alsenborn in der Folgezeit nicht mehr wiederholen. Dies lag daran, dass insgesamt 31 Spieler den Verein in Richtung zahlungskräftigerer Clubs im Profifußball verließen. Unter anderem wechselte Lorenz Horr für 336.000 DM Ablöse zu Hertha BSC. Dies war der bis dahin teuerste Transfer eines Spielers in der deutschen Fußballgeschichte. Ein weiterer Rückschlag für den Verein war der Unfalltod von Otto Render, der mittlerweile Trainer der Mannschaft war.

1974 strebte der Verein den Aufstieg in die neu eingeführte 2. Bundesliga an. Nach dem Punktesystem des Deutschen Fußball-Bundes mussten die Vereine der 2. Bundesliga neben der sportlichen Qualifizierung auch Auflagen technischer und wirtschaftlicher Art erfüllen, die über die Möglichkeiten des SV Alsenborn hinausgingen. Der SV Alsenborn wurde vom Südwest-Zulassungsausschuss zunächst für die 2. Bundesliga nominiert, nach Einspruch des knapp dahinter liegenden 1. FC Saarbrücken aber wieder vom Regionalverband Südwest zurückgewiesen. Der SV Alsenborn wandte sich an die Zivilkammer in Kaiserslautern und erwirkte dort eine einstweilige Verfügung, wonach der Vorstandsbeschluss aufgehoben und ein Verbandsgericht des Regionalverbandes erneut die Lage zu überprüfen hatte. Das Verbandsgericht wertete Alsenborns sportliche Qualifikation höher, womit wiederum der SV Alsenborn glaubte, Anwärter für die 2. Fußball-Bundesliga zu sein. Nunmehr erhoben der 1. FC Saarbrücken und der Vorstand des Fußball-Regionalverbandes gegen die Feststellung Einspruch beim Sportgericht des Deutschen Fußball-Bundes. Der Deutsche Fußball-Bund erteilte zunächst dem sportlich qualifizierten SV Alsenborn den Vorrang, um dann doch – nach dem Urteil des DFB-Sportgerichts – den wirtschaftlich besser gestellten 1. FC Saarbrücken zu bevorzugen. Die Lizenz wurde wegen technischer Unzulänglichkeiten der Platzanlage und wirtschaftlicher Unsicherheit bei der zukünftigen Entwicklung verwehrt.

Der SV Alsenborn spielt heute in der zehntklassigen Kreisliga Kaiserslautern.

Bekannte ehemalige Spieler

Bekannte ehemalige Trainer


Literatur

  • Fritz Walter: Alsenborn. Aufstieg einer Dorfmannschaft. Nachdruck der Ausgabe München 1968. Books on demand, Norderstedt 2001, ISBN 3-8311-1846-9.
  • Heinrich Breyer: SV Alsenborn. Kosten von 78.645 Mark und 63 Pfennig. In: Ulrich Homann (Hrsg.): Höllenglut an Himmelfahrt. Die Geschichte der Aufstiegsrunden zur Fußballbundesliga 1963-1974. Klartext Verlag, Essen 1990, ISBN 3-88474-346-5.

Weblinks

Einzelnachweise

  1. Harald Krooge: Das Wunder von Alsenborn? In: Die Zeit, Nr. 9/1968
  2. SV Alsenborn. Gefahr vom Dorf. In: Der Spiegel. Nr. 14, 1968 (Online).


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