Sparkassen-Cup 2010

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Der SV Waldhof triumphiert in Eppelheim
Mit 7:1-Sieg im Finale über den VfR Mannheim Gewinner des Sparkassen-Cups – Die Profis des SV Sandhausen gingen früh ins Bett
Von Wolfgang Brück


Eppelheim. Die beste Mannschaft, die besten Fans, das fairste Auftreten: Der SV Waldhof triumphierte gestern auch in der Rhein-Neckar-Halle. Gewann eine Woche nach dem Sensations-Sieg beim Harder13-Cup in der SAP Arena die 4000-Euro-Siegprämie beim Sparkassen-Cup in Eppelheim. Im Finale des 11. Rhein-Neckar-Hallenfußballturniers fegten die Waldhöfer den Stadtrivalen VfR Mannheim mit 7:1 vom Parkett. Erfreulich auch: Die 350 Anhänger des ehemaligen Bundesligisten sorgten für eine prima Stimmung, der Waldhof wurde außerdem als fairste Mannschaft ausgezeichnet. Trainer Walter Pradt war zufrieden. Schmunzelte in Siegerlaune: „Hinten stechen die Bienen.“ Denn mit einem 1:3 gegen den FC Astoria Walldorf waren die neuen „Waldhof-Buwe“ schwerfällig ins Turnier gestartet. Nur als bester Gruppenzweiter qualifizierte sich der Regionalligist fürs Halbfinale, kam dann jedoch mächtig ins Rollen.

Dagegen ging der bis dahin besten Mannschaft die Puste aus. Die Walldorfer, die in Vor- und Zwischenrunde ihre Gegner schwindelig gespielt hatten, verloren das Halbfinale gegen den VfR Mannheim in einem dramatischen Neunmeter-Schießen mit 2:3 und wurden – wie im Vorjahr – Dritter. „Walldorf war die stärkste Mannschaft des Turniers und hätte den Sieg verdient gehabt“, war VfR-Trainer Gernot Jüllich ein fairer Gegner. Ein kleiner Trost: Der Walldorfer Jürgen Rennar wurde zum besten Torwart gewählt. Kurios: Der 19-jährige Zivildienstleistende aus Mannheim ist nur Reservist in der Reserve.

Doch in der Halle gelten nun mal andere Gesetze als auf dem Rasen. Das musste auch der SV Sandhausen erfahren. Der Drittligist verabschiedete sich nach dem 3:1-Auftaktsieg über Wormatia Worms mit zwei 1:1-Unentschieden gegen die Verbandsligisten SV Schwetzingen und Germania Forst bereits nach der Zwischenrunde. „Als Gastgeber muss man auch ein bisschen an die Fans und Sponsoren denken“, fand es der ehemalige Spielleiter Bernd Fiedelak nicht gut,dass Gerd Dais mit Alf Mintzel, Julian und Alexander Eberlein nur drei echte Stammspieler aufgeboten hatte. Der Trainer wehrte sich: „Ich habe alle spielen lassen, die für die Halle in Frage kommen und nicht verletzt sind.“ Präsident Jürgen Machmeier fordert nun Wiedergutmachung auf dem Feld: „Acht Punkte aus den ersten vier Spielen in Jena, gegen Dresden, in Heidenheim und gegen Wuppertal wären gut, zehn besser.“ Wenigstens ein Gutes hatte das frühe Aus. Die Profis kamen rechtzeitig ins Bett, denn heute früh um fünf startete der Drittligist ins Trainingslager in die Türkei.

Ausgeschlafen waren die SG Kirchheim und der FC Rot. Die Kellerkinder der Verbandsliga tankten Selbstvertrauen und erreichten die Zwischenrunde,Kirchheim sogar mit drei eindrucksvollen Vorrunden-Siegen. Ugur Beyazal von der TSG Weinheim wurde als bester Spieler ausgezeichnet und war mit sieben Treffern auch der erfolgreichste Torschütze. Auch einmalig: Im Finale standen sich mit Nicolas (Waldhof) und Christoph Jüllich (VfR) zwei Brüder gegenüber.

Der Rekord von 4000 Zuschauern aus dem Vorjahr wurde diesmal nicht erreicht. Am Samstag kamen – großzügig gezählt – 1400 Besucher, gestern waren es 2000. Mag sein, dass das Wetter eine Rolle gespielt hat, mit Sicherheit jedoch, dass die Großen wegen der verkürzten Winterpause erst am Sonntag eingriffen. Waldhof-Trainer Walter Pradt regt an, es mal mit weniger Teilnehmern zu versuchen: „14 Stunden Hallenfußball überfordern die Zuschauer. Ein kompaktes Feld mit acht starken Teams wäre besser.“ „Hallenpapst“ Otmar Schork zog ein positives Fazit: „Wir haben spannende und gute Spiele mit vielen Toren gesehen. Dank der Sponsoren schreiben wir schwarze Zahlen.“

Quelle: RNZ vom 11.01.2010



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