Spielbericht: 19. Spieltag 16/17 SV Waldhof Mannheim - Eintracht Trier

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SV Waldhof Mannheim 07 3:1 (1:0) Eintracht Trier
SV Waldhof Mannheim.png 19.Spieltag
Samstag, 5. November 2016, 14 Uhr MESZ, Carl-Benz-Stadion

Endstand 3:1

Zuschauer: 3.322
Schiedsrichter: Dr.Jöllenbeck (Freiburg), Assistenten: Vonderschmidt (Mühlheim), Kliebe (Hessisch-Lichtenau)

Eintracht Trier.png
Startelf (Spielsystem 4-1-3-2):

ScholzMüller, M.Seegert, Schultz, AminFinkIbrahimaj, Förster, SommerBurgio, Koep – Trainer: Gerd Dais

Einwechslungen:

Scored after 58 minutes 58' Hebisch für Burgio
Scored after 77 minutes 77' Korte für Sommer
Scored after 90 minutes 90' Kiefer für Ibrahimaj

Reserve: Gäng (Tor), Rodriguez-Schwarz, Gärtner, Nag

Es fehlten: B.Müller (Meniskusriss im rechten Knie), Ederson (Fersensporn), di Gregorio (Reha nach Kreuzbandriss), Strifler, Ramaj (beide im Trainingsbetrieb der 2.Mannschaft), Popovits, Marx, Köroglu, N.Seegert, Cetin, Weis (alle nicht berücksichtigt)

Startelf (Spielsystem 5-2-1-2):

Keilmann – Riedel, Henneböle, Schneider, Blum, Heinz – Lienhard, Telch – Anton – Alawie, Szimayer – Trainer: Oscar Corrochano

Einwechslungen:

Scored after 81 minutes 81' Gladrow für Blum

Reserve: Popescu (Tor), Masselter, Dittrich, Kurz, Kinscher, Garnier

Scored after 3 minutes 3' 1:0 Fink (Rechtsschuss, ohne Vorarbeit)
Scored after 60 minutes 60' 2:1 Hebisch (Rechtsschuss, Ibrahimaj)
Scored after 89 minutes 89' 3:1 Korte (Linksschuss, Ibrahimaj)

Yellow card.png Schultz (5.), Scholz, Koep, Ibrahimaj


Scored after 53 minutes 53' 1:1 Alawie (Foulelfmeter, Scholz an Szimayer)

Yellow card.png Riedel, Szimayer

Beste Spieler: Schultz, Förster - Alawie

Bericht:

3:1 gegen Trier - Waldhof klettert auf Platz zwei

Von unserem Mitarbeiter Alexander Müller

Mannheim. Das Wetter mies, das Spiel mau - doch am Ende stimmte wenigstens das Ergebnis: Trotz eines bis auf eine gute Schlussphase mäßigen Auftritts schlug Fußball-Regionalligist SV Waldhof den Vorletzten Eintracht Trier in einer Kampfpartie mit 3:1 (1:0). Durch die Punktverluste der direkten Konkurrenten Saarbrücken (0:0 in Kassel) und Hoffenheim II (0:0 bei den Stuttgarter Kickers) beendeten die Mannheimer die Hinrunde nach vier Siegen in Serie noch auf Relegationsplatz zwei. "Ich bin sehr glücklich, die drei Punkte in Mannheim zu behalten. Es war das erwartet schwere Spiel. Nach dem Trierer Ausgleich hat meine Mannschaft ihr wahres Gesicht gezeigt", sagte Waldhof-Trainer Gerd Dais.

Der SVW-Coach hatte wie erwartet im Angriff wieder eine Änderung im Vergleich zum 3:1 im bfv-Pokal-Viertelfinale bei Verbandsligist TSG 62/09 Weinheim vorgenommen: Giuseppe Burgio stürmte für Nicolas Hebisch. Der Start in diesen regnerischen und kalten November-Nachmittag verlief aus Waldhof-Sicht perfekt. Kapitän Michael Fink setzte am linken Flügel Jannik Sommer ein, der sich durch die Trierer Hintermannschaft dribbelte und abzog - der aus Bürstadt stammende Eintracht-Schlussmann Chris Keilmann wehrte mit den Fäusten ab, aber den Abpraller verwertete Fink aus 16 Metern zum 1:0 ins linke Eck (3.). Doch wer erwartet hatte, die Blitz-Führung würde den zuvor dreimal in Folge siegreichen Mannheimern Sicherheit geben, sah sich getäuscht. "Wir haben nach dem Rückstand, bei dem wir uns sehr naiv angestellt haben, das Heft in die Hand genommen", sagte SVE-Trainer Oscar Corrochano. Die auf Platz 18 stehenden Gäste übernahmen in der Tat die Spielkontrolle, wirkten viel handlungsschneller und aggressiver. "Wir haben überhaupt keinen Zugriff bekommen und waren in den Zweikämpfen nicht so präsent", analysierte Torschütze Fink die erste Halbzeit. So richtig gefährlich wurden die Moselstädter allerdings nicht, aber die von Mittelfeld und Angriff regelmäßig im Stich gelassene Waldhof-Defensive musste gegen die agile Doppelspitze der Eintracht mit Sebastian Szimayer und Muhamed Alawie Schwerstarbeit verrichten. Der Trierer Christoph Anton verzog nach einem Ballverlust in der Vorwärtsbewegung um einige Meter (23.), auch Tobias Henneböles Kopfball nach einer Ecke blieb unterm Strich harmlos (44.). Aber die ein wenig planlos wirkende Dais-Elf kam auch nur durch Giuseppe Burgio (43.) noch einmal zu einer erwähnenswerten Chance - insgesamt hatte die live im SWR-Fernsehen übertragene Partie in der ersten Halbzeit nur unteres Regionalliga-Niveau.

Sieben Minuten nach Wiederanpfiff wurde der SVW für seine bis dahin schwache Vorstellung bestraft. Nach einem Pass in die Schnittstelle der Viererkette tauchte Szimayer frei vor Markus Scholz auf - der Waldhof-Schlussmann wusste sich nur noch mit einem Foul zu helfen. Muhamed Alawie verwandelte den fälligen Foulelfmeter zum verdienten Ausgleich (53.). Dais reagierte und brachte nach einer knappen Stunde den potenziellen Zielstürmer Hebisch für den bemühten, aber glücklosen Burgio. Eine gute Entscheidung des SVW-Coaches: Denn der frühere Magdeburger war erst gut eine Minute auf dem Rasen, als er eine Ibrahimaj-Hereingabe mit der Innenseite zum 2:1 verwertete (60.). "Es war so eine Phase, wo das Spiel auch hätte kippen können", sagte Hebisch hinterher: "Ich bin natürlich froh, dass ich der Partie den Kick in die richtige Richtung geben konnte." Trier ließ sich zunächst aber auch vom zweiten Rückstand nicht nachhaltig beeindrucken: Szimayer verzog aus der Drehung nur knapp (64.). Die Waldhöfer ließen sich eine weitere Viertelstunde lang weit in die eigene Hälfte zurückdrängen und lauerten auf Konter, die aber regelmäßig schlampig zu Ende gespielt wurden. Ein Spiel mit dem Feuer: Christian Telchs 20-Meter-Schuss hätte Alawie beinahe in Richtung Tor gebracht (74.). Doch in der Schlussphase spielte der SVW so dominant wie von Trainer Dais erhofft. Marco Müller und der Ex-Trierer Benedikt Koep verpassten bei einer Doppelchance die Entscheidung (78.). Auch Försters Versuch aus 18 Metern strich knapp vorbei (79.). In den souveränen letzten 15 Minuten machte das Dais-Team deutlich, dass es sich nicht mehr die Butter vom Brot nehmen lassen wollte. Mit Gianluca Korte traf auch noch der zweite Dais-"Joker" an diesem Nachmittag (89.). "Es war ein schweres Stück Arbeit. Man hat gesehen, dass Eintracht Trier eine gute Mannschaft hat, die im Aufwärtstrend ist. Am Ende war der Sieg aber gerechtfertigt", bilanzierte SVW-Kapitän Fink nach Abpfiff.

Quelle: Mannheimer Morgen – 05.11.2016



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