Spielbericht: 20. Spieltag 15/16 SV Waldhof Mannheim - Eintracht Trier

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SV Waldhof Mannheim 07 2:0 (2:0) Eintracht Trier
SV Waldhof Mannheim.png 20.Spieltag
Samstag, 27. Februar 2016, 14.15 Uhr MESZ, Carl-Benz-Stadion

Endstand 2:0
Ecken 2:1
Chancen 12:1

Zuschauer: 11.299
Schiedsrichter: Dr.Dr.Kampka (Mainz), Assistenten: Klein (Guldental), Dispot (Kaiserslautern)

Eintracht Trier.png
Startelf (Spielsystem 4-2-3-1):

ScholzStrifler, M.Seegert, Fink, MühlbauerBalitsch, di GregorioIbrahimaj, Förster, SommerBurgio – Trainer: Kenan Kocak

Einwechslungen:

Scored after 71 minutes 71' Korte für Ibrahimaj
Scored after 83 minutes 83' Mombongo für Burgio
Scored after 90 minutes 90' Sökler für Förster

Reserve: Broll (Tor), Sabah, Neupert, Nag

Es fehlten: Marco Müller, Gärtner, N.Seegert, Zahn, Ramaj, Haag, Celik, Marx, Mar.Schilling, Max.Schilling, Cetin (alle nicht berücksichtigt, geschont oder verletzt)

Startelf (Spielsystem 4-2-3-1):

Keilmann – Riedel, Dingels, Buchner, Mario Müller – Spang, Telch – Garnier, Lienhard, Anton – Koep – Trainer: Peter Rubeck

Einwechslungen:

Scored after 54 minutes 54' Fiedler für Garnier
Scored after 54 minutes 54' Hammel für Anton
Scored after 72 minutes 72' Hollmann für Dingels

Reserve: Popescu (Tor), Kurz, Rugg, Masselter

Scored after 26 minutes 26' 1:0 Sommer (Rechtsschuss, Vorarbeit Förster)
Scored after 44 minutes 44' 2:0 Burgio (Rechtsschuss, Sommer)

Yellow card.png Burgio, Mühlbauer, Balitsch, Strifler


Yellow card.png Dingels, Buchner, Koep, Riedel

Beste Spieler: Strifler, Burgio, Sommer - Mario Müller, Spang


Berichte:


SV Waldhof sendet starkes Signal - 2:0 Sieg über Trier ++ 11.299 Zuschauer ++ Kocak-Elf ist Tabellenführer

Als noch wenige Minuten vor dem Anpfiff viele Zuschauer am Kartenpavillon darauf warteten, eine Eintrittskarte für das Spitzenspiel zu ergattern, war klar, dass doch deutlich mehr Besucher gekommen waren als zuvor angenommen. Am Ende sahen 11.299 Zuschauer einen verdienten 2:0-Sieg des SV Waldhof gegen Eintracht Trier.

Die Mannheimer sind damit wieder Tabellenführer der Regionalliga Südwest und sendeten ein starkes Signal an die übrigen Klubs der Liga aus. "Wir waren heute von Anfang an die entschlossenere Mannschaft", sagte Hanno Balitsch nach den 90 einseitigen Minuten. Der Kapitän hatte damit den entscheidenden Unterschied zum Gegner aus Trier benannt, denn vor der großen Kulisse war der seitherige Tabellenführer nur zehn Minuten gut in der Partie, ehe die Waldhöfer das Kommando übernahmen.

Jeder einzelne Zweikampf wurde von den Spielern des SVW mit letzter Konsequenz geführt und mit diesem Willen sorgten sie für eine klare Überlegenheit auf dem Rasen. Auf dem tiefen und unebenen Geläuf waren die Mannheimer nicht nur engagierter in den Zweikämpfen, sondern kombinierten in der ersten Halbzeit zwei Mal brillant. Zunächst schickte Philipp Förster Jannik Sommer auf die Reise, der frei vor dem Tor nervenstark zum 1:0 verwandelte (26.).

Und 60 Sekunden vor der Pause steckte Sommer den Ball direkt und sehenswert zu Giuseppe Burgio durch, der aus acht Metern zum 2:0 traf (44.). "Ich bin froh und glücklich, wie wir heute aufgetreten sind", sagte Waldhof-Coach Kenan Kocak.

"Wir brauchen nicht drumherum reden, Waldhof hat verdient gewonnen", urteilte Peter Rubeck später

Der Trierer Trainer war von seiner Mannschaft enttäuscht und fühlte sich zeitweilig an das Spiel von Erwachsenen gegen ein A-Jugend-Team erinnert. Pech nur, dass die eigene Eleven wie eine Junioren-Truppe auftrat. "Wir waren nicht präsent genug und haben den Biss vermissen lassen", sagte Eintracht-Mittelfeldspieler Patrick Lienhard. Letztlich kamen zwei Faktoren zusammen, die das Spitzenspiel einseitig werden ließen: Die Trierer fanden aus sich selbst heraus nicht zu ihrer Normalform und die Waldhöfer gestatteten es ihnen einfach nicht.

Die zweite Halbzeit war aus Sicht der Mannheimer nicht mehr so berauschend in der Offensive wie die erste, dafür agierte der neue Tabellenführer aber erstaunlich abgeklärt. "Das hat mich nicht überrascht, denn ich wusste, dass die Jungs fokussiert waren", sagte Kocak. Die Trierer kamen zu keiner einzigen torgefährlichen Situation mehr, weil der SVW in der Defensive ohne Fehler agierte. Zu keinem Zeitpunkt entstand der Eindruck, als ob der Sieg in Gefahr geraten könnte.

Fans feierten im Stadion

Und das hatte zur Folge, dass die Waldhof-Zuschauer schon früh begannen, die drei Punkte und die Tabellenführung zu feiern. "Spitzenreiter, Spitzenreiter, hey, hey"; hallte es durch das Carl-Benz-Stadion, während die etwa 800 Trierer Anhänger immer ruhiger wurden. In der Endphase der Partie hätten die Blau-Schwarzen das Resultat sogar noch deutlicher gestalten können, doch Förster hatte bei zwei sehr guten Gelegenheiten Pech (80., 87.).

"Wir haben gezeigt, dass wir auf den Punkt genau da sind und sechs Wochen lang gut gearbeitet haben", lobte Kenan Kocak seine Schützlinge, nachdem die sich ausführlich von den Fans hatten feiern lassen. "Das gibt uns viel Selbstvertrauen", sagte Balitsch mit Blick auf die nächsten Wochen. Mit einer starken Vorstellung im Topspiel unterstrichen die Mannheimer ihre Anwartschaft auf einen der ersten beiden Plätze, die zur Aufstiegsrelegation berechtigen.

Am kommenden Sonntag wartet die nächste Aufgabe, dann geht es zum Kellerkind aus Neckarelz. "Ab Montag konzentrieren wir uns auf die nächste Aufgabe", sagte der Waldhof-Trainer. Der Kampf um den Aufstieg hat seit Samstagnachmittag begonnen.

Quelle: Sportkurier – 27.02.2016


SVW fährt 2:0-Erfolg gegen Eintracht Trier ein

Festtag für Waldhof

Von Alexander Müller Das tolle Wetter passte zu einem perfekten Nachmittag für den SV Waldhof: Strahlend blauer Himmel und angenehme Temperaturen empfingen die tolle Kulisse von 11 299 Zuschauer im Carl-Benz-Stadion zum Regionalliga-Topspiel gegen Eintracht Trier. Zu einem echten Fußball-Festtag in Mannheim machte das Spitzenspiel aber erst die formidable Leistung der Elf von Kenan Kocak, die Trier mit einem ungefährdeten 2:0 (2:0)-Erfolg von Platz eins verdrängte. Ein wichtiger Dreier und ein Signal an die Konkurrenz im Rennen um die Aufstiegsplätze, den Tausende SVW-Fans nach Schlusspfiff ausgiebig zelebrierten.

"Ich möchte der gesamten Mannschaft ein Riesenkompliment zollen. Dieser Auftritt war das Ergebnis unserer Vorbereitung, sechs Wochen harter, konzentrierter Arbeit", sagte Kocak: "Ich bin froh und glücklich darüber, wie wir aufgetreten sind. Wir haben unser Spiel knallhart durchgezogen und in keinster Weise nachgelassen. Mentalität, Charakter und Leistung der Truppe waren heute top."

Der SVW-Coach setzte bis auf eine Position auf seine erfolgreiche Stammelf aus dem vergangenen Jahr. Einzige Änderung: Für Marco Müller, nach seiner Verletzung noch nicht wieder in Topform, verteidigte Neuzugang Jonas Strifler auf der rechten Seite. "Wenn wir unsere Fahnen schwenken und an den nächsten Aufstieg denken, dann merkt's auch jeder Idiot - Blau und Schwarz bis in den Tod": Mit ihrer Choreographie gaben die SVW-Anhänger die Richtung vor, auch der verstorbenen Vereinslegende Walter Spagerer wurde noch einmal gedacht. Nur in der ersten Viertelstunde machten die Gäste aus der ältesten Stadt Deutschlands den Eindruck, dem fokussierten SVW Paroli bieten zu können: Patrick Lienhard zielte nach einem Ballverlust von Marcel Seegert über das Tor (4.). Dann übernahmen die Mannheimer die Spielkontrolle und erhöhten sukzessive den Druck: Daniel di Gregorios Freistoß parierte der aus Bürstadt stammende Trierer Torwart Chris Keilmann noch mit den Fäusten (14.), der Kopfball des früheren Frankfurters nach einer Förster-Ecke ging drüber (18.). Der bärenstarke Mittelstürmer Giuseppe Burgio setzte sich stark gegen drei Gegenspieler durch und schoss knapp daneben (24.). Doch kurz danach fiel die verdiente Führung: Philipp Förster spielte aus der Bedrängnis heraus einen furiosen Schnittstellenpass, den Jannik Sommer cool zu seinem zwölften Saisontreffer vollendete (26.). Auch beim 2:0 hatte der beste Waldhof-Schütze in dieser Saison seine Füße im Spiel. Gerade als Trier ein wenig aus der eigenen Hälfte herauszurücken versuchte, verarbeitete Sommer eine Balitsch-Hereingabe technisch fein und leitete auf Burgio weiter, der das Stadion mit seinem Tor zum 2:0 in ein Tollhaus verwandelte (44.). "Wir haben von Anfang an voll auf Sieg gespielt, dem Spiel sofort den Stempel aufgedrückt", meinte Taktgeber Förster.

Die Trierer kehrten als vermeintliches Signal schon fünf Minuten vor Ende der Pause wieder auf den Rasen zurück - aber der Waldhof hatte das Geschehen auch nach dem Seitenwechsel weiterhin souverän im Griff. Auch ein Doppelwechsel der Eintracht nach schon 54 Minuten änderte an den Kräfteverhältnissen nichts - warum die Moselstädter bisher in dieser Saison auswärts ungeschlagen geblieben waren? Rätselhaft. "Man muss klar sagen, wir sind mit dem Ergebnis noch gut bedient", gestand Triers Trainer Peter Rubeck: "Es kam mir zeitweise so vor wie Herrenfußball gegen eine A-Jugend-Mannschaft." Die Kocak-Elf spielte zwar nicht mehr mit der allerletzten Zielstrebigkeit auf das 3:0, aber die Trierer blieben eben auch völlig ungefährlich. Neuzugang Gianluca Korte feierte noch sein Pflichtspiel-Debüt in Blau-Schwarz, Sommer rückte nach der Einwechslung des ehemaligen Braunschweigers in die Mitte und Burgio nach rechts. Der frühere Lauterer Florian Riedel fiel noch durch ein brachiales Foul an Sommer unangenehm auf, dass mit Gelb gerade eben noch ausreichend bestraft war (74.). Förster hatte noch die große Gelegenheit zum dritten SVW-Tor (87.), dann war Schluss. Nach Abpfiff feierte der euphorische Waldhof-Anhang die zurückeroberte Tabellenführung. Der SVW liegt jetzt drei Punkte vor Trier und einen Zähler vor dem SV Elversberg auf dem zweiten Platz. "Heute genießen wir das, und ab Montag konzentrieren wir uns voll auf Neckarelz." Der überragende Förster schickte zumindest eine klitzekleine Kampfansage an die Konkurrenz: "Das war ein Zeichen an die ganze Liga, dass mit uns zu rechnen ist."

Quelle: Mannheimer Morgen – 27.02.2016



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