Spielbericht: 26. Spieltag 16/17 Hessen Kassel - SV Waldhof Mannheim

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KSV Hessen Kassel 1:0 (1:0) SV Waldhof Mannheim 07
KSV Hessen Kassel.png 26.Spieltag
Freitag, 24. Februar 2017, 19.30 Uhr MESZ, Auestadion

Endstand 1:0

Zuschauer: 2.272
Schiedsrichter: Kempkes (Kruft), Assistenten: Lehmann (Hahnstätten), S.Müller (Burgschwalbach)

SV Waldhof
Startelf (Spielsystem 4-4-2):

Hartmann – Brandner, Albrecht, Giese, Lorenzoni – Schmik, Brill, Bravo-Sanchez, Korb – Schmeer, Damm – Trainer: Tobias Cramer

Einwechslungen:

Scored after 66 minutes 66' Sattorov für Schmeer
Scored after 69 minutes 69' Khadraoui für Damm
Scored after 79 minutes 79' Rakk für Lorenzoni

Reserve: Gorczyca (Tor), Künzel, Pepic, Boukhoutta

Startelf (Spielsystem 4-4-2):

ScholzM.Müller, M.Seegert, Schultz, AminIbrahimaj, Fink, Tüting, SommerHebisch, Koep – Trainer: Gerd Dais

Einwechslungen:

Scored after 64 minutes 64' Korte für Sommer
Scored after 76 minutes 76' Rothenstein für Tüting
Scored after 79 minutes 79' Nennhuber für M.Müller

Reserve: Gäng (Tor), Celik, Kiefer, Nag

Es fehlten: B.Müller (Reha nach Meniskus-OP im rechten Knie), di Gregorio (Knieschwellung), Cetin, Weis, Gärtner, N.Seegert, Rodriguez-Schwarz (alle nicht berücksichtigt)

Scored after 35 minutes 35' 1:0 Schmeer

Yellow card.png Albrecht, Schmik

Yellow card.png M.Müller, Schultz, Scholz

Beste Spieler: Korb, Bravo-Sanchez, Schmeer - Scholz

Bericht:


Fußball-Regionalliga: Nach einer der schwächsten Saisonleistungen unterliegt der SVW mit 0:1 / Erste Niederlage seit Oktober

Waldhof-Serie reißt in Kassel

Von unserem Redaktionsmitglied Alexander Müller

Von seinem ehemaligen Verein schwärmte der Kasseler Frederic Brill in den höchsten Tönen. "Der SV Waldhof ist derzeit das Maß der Dinge in der Regionalliga Südwest", meinte der 24-jährige Mittelfeld-Mann, der in der Saison 2014/2015 am Alsenweg unter Vertrag stand, vor dem Duell gegen seinen Ex-Club gestern Abend. Die fulminante Mannheimer Serie von zehn Siegen nacheinander hat Eindruck bei der Konkurrenz hinterlassen. Doch beim Gastspiel im nasskalten Nordhessen erwischte es den Spitzenreiter zum ersten Mal seit 8. Oktober, als in Saarbrücken letztmals eine Partie verloren ging: Die verdiente 0:1 (0:1)-Niederlage bei Hessen Kassel war ein kleiner Rückschlag auf dem Weg zur erneuten Qualifikation für die Aufstiegsspiele. Der Waldhof zeigte dabei eine seiner schlechtesten Saisonleistungen. SVW-Trainer Gerd Dais war entsprechend enttäuscht. "So wie wir uns heute präsentiert haben, das war eines Spitzenreiters nicht würdig. Ich gehe davon aus, dass es ein einmaliger Ausrutscher war. Schließlich haben wir schon gezeigt, dass wir es besser können", kommentierte der Coach den Auftritt seiner Elf.

Probleme mit dem Pressing

Eine halbe Stunde vor dem Anpfiff begrüßte die Kasseler Stadionregie die Zuschauer mit rasantem Punkrock von den Broilers, den Beatsteaks und Green Day aus den Boxen - der SVW begann allerdings, als habe er sich in der Kabine mit Säusel-Pop Marke Eros Ramazzotti auf die Partie eingestimmt. Die aggressiven Kasseler kauften den Kurpfälzern in jeder Hinsicht den Schneid ab. In den Zweikämpfen und Luftduellen waren die Waldhöfer überhaupt nicht auf der Höhe, das konsequente Pressing der Nordhessen verhinderte jeglichen geordneten Spielaufbau der Dais-Elf. Und vorne stand im Grunde jedes einzelne Mitglied der offensiven Viererreihe ziemlich neben sich. Kassel war in einem Spiel auf unterem Regionalliga-Niveau allerdings auch alles andere als brandgefährlich - die Führung fiel aber zu diesem Zeitpunkt dennoch hochverdient: Sascha Korb flankte von rechts, Sebastian Schmeer nickte zum 1:0 ein (35.). Torhüter Markus Scholz, der jede Stunde mit der Nachricht der Geburt seines ersten Kindes rechnet, war machtlos. In der Nachspielzeit hätte Tobias Damm per Kopf beinahe sogar das 2:0 erzielt, Nicolas Hebischs Kullerball war die einzige Chance des schwachen Tabellenführers vor der Halbzeitpause (42.).

Die 250 mitgereisten Waldhof-Fans erwarteten zurecht eine Reaktion ihres Teams auf diese völlig verkorkste erste Hälfte. Dais' Manöverkritik fiel kurz und sicher deutlich aus, schon fünf Minuten vor Wiederanpfiff standen die Mannheimer wieder auf dem Rasen. Und Rückkehrer Benedikt Koep hatte auch gleich die erste halbwegs passable Abschlussgelegenheit (48.). Nur ein Strohfeuer. Zumindest das Bemühen zur Besserung war dem SVW jetzt nicht einmal mehr abzusprechen, doch spielerisch blieb weiter das meiste Stückwerk - und die Kasseler initiierten regelmäßig vielversprechende Angriffe. Schmeer hätte gleich zweimal per Kopf beinahe sein zweites Tor erzielt (60., 64.). So nahm ein "gebrauchter Abend" für den Aufstiegskandidaten seinen Lauf. Egal was Koep & Co. auch versuchten, es klappte fast nichts. Selbst die Maßnahme von Dais, Innenverteidiger Kevin Nennhuber in der Schlussphase als Sturmspitze aufzustellen, verpuffte.


Quelle: Mannheimer Morgen – 25.02.2017



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