Spielbericht: 27. Spieltag 16/17 SV Waldhof Mannheim - SSV Ulm 1846

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SV Waldhof Mannheim 07 3:1 (2:0) SSV Ulm 1846
SV Waldhof Mannheim.png 27.Spieltag
Samstag, 4. März 2017, 14 Uhr MESZ, Carl-Benz-Stadion

Endstand 3:1

Zuschauer: 5.318
Schiedsrichter: Schlosser (Stahlhofen), Assistenten: Lehmann (Hahnstätten), Kochanetzki (Koblenz)

SSV Ulm 1846.png
Startelf (Spielsystem 4-4-2):

ScholzM.Müller, M.Seegert, Schultz, AminIbrahimaj, Fink, Tüting, SommerHebisch, Koep – Trainer: Gerd Dais

Einwechslungen:

Scored after 25 minutes 25' Korte für Ibrahimaj
Scored after 83 minutes 83' Rothenstein für Koep
Scored after 84 minutes 84' Kiefer für Tüting

Reserve: Gäng (Tor), Celik, Nennhuber, Nag

Es fehlten: B.Müller (Reha nach Meniskus-OP im rechten Knie), di Gregorio (Trainingsrückstand nach Knieschwellung), Cetin, Weis, Gärtner, N.Seegert, Rodriguez-Schwarz (alle nicht berücksichtigt)

Startelf (Spielsystem 4-5-1):

Betz – Celiktas, Pangallo, Reichert, Kücük – Nierichlo, Sauter, Hörger, Halili, Graciotti – Rathgeber – Trainer: Stephan Baierl

Einwechslungen:

Scored after 46 minutes 46' Braig für Halili
Scored after 46 minutes 46' Gondorf für Hörger
Scored after 78 minutes 78' Michel für Rathgeber

Reserve: Birk (Tor), Koch, Glade, Barwan

Scored after 9 minutes 9' 1:0 Hebisch (Rechtsschuss, Vorarbeit Tüting)
Scored after 44 minutes 44' 2:0 Korte (Kopfball, Hebisch)
Scored after 67 minutes 67' 3:1 Sommer (Rechtsschuss, Handelfmeter Celiktas)

Yellow card.png Korte, Schultz


Scored after 60 minutes 60' 2:1 Braig

Yellow card.png Celiktas

Beste Spieler: Fink, Hebisch - Sauter, Rathgeber

Bericht:

Waldhof macht den nächsten Schritt

Von Thorsten Hof

Die Konkurrenz aus Saarbrücken (0:2 in Pirmasens) und Steinbach (0:3 beim 1. FC Kaiserslautern II) patzte, der SV Waldhof machte in der Fußball-Regionalliga Südwest dagegen seine Hausaufgaben und gewann verdient mit 3:1 (2:0) gegen Aufsteiger SSV Ulm. Damit machten die Mannheimer am Samstagnachmittag einen weiteren großen Schritt Richtung Relegationsrunde und können selbstbewusst in die letzten zehn Spiele gehen. "Wir haben es vielleicht verpasst, frühzeitig für klarere Verhältnisse zu sorgen, aber insgesamt war das sicher ein verdienter Sieg für uns. Unsere Mannschaft hat eine gute bis sehr gute Leistung gezeigt", blickte Waldhof-Trainer Gerd Dais auf die erfolgreichen 90 Minuten. Ulms Trainer Stephan Baierl konnte ebenfalls nur die Überlegenheit des Spitzenreiters anerkennen. "Mit unseren Mitteln war heute einfach nicht mehr drin - auch wenn wir das erste und dritte Tor so nicht bekommen dürfen."

Trainer Dais gab der Mannschaft, die zuletzt mit 0:1 in Kassel verlor, die Chance, es dieses Mal besser zu machen und verzichtete auf Änderungen in der Startelf. Sein Team bedankte sich dafür gleich mit ordentlich Tordrang, bereits nach drei Minuten konnte Ulms Innenverteidiger Johannes Reichert einen Kopfball von Michael Schultz geradeso auf der Linie klären. Hassan Amin hatte die erste Waldhof-Ecke in den Ulmer Strafraum gebracht. Und das war alles andere als ein Strohfeuer, denn nur sechs Minuten später war der Ball dann tatsächlich im Tor. Simon Tüting schlug kurz nach der Mittellinie einen langen Pass Richtung Ulmer Kasten und Nicolas Hebisch lupfte die Kugel sehenswert aus der Luft über SSV-Keeper Holger Betz - 1:0 (9.). Damit fiel der erste Druck sichtbar vom Tabellenführer ab, immer wieder startete der Waldhof sehenswerte Spielzüge aus der eigenen Abwehr. Meistens gingen die Stafetten hier über den stark aufspielenden Mittelfeldmann Simon Tüting, auch Jannik Sommer gab mit kurzen, direkten Bällen die nötigen Impulse. Mit einer Standardsituation hatten die Mannheimer dann allerdings die beste Chance, zu erhöhen: Marcel Seegert zwang Ulms Keeper Betz zu einer Flugeinlage (15.). Der SVW bestimmte auch in der Folge das Geschehen, die verletzungsbedingte Auswechslung von Flügelflitzer Ali Ibrahimaj - für ihn kam Gianluca Korte (26.) - führte zu keinem Bruch. Ulm fiel bis dahin nur durch einen Freistoß von Kapitän Christian Sauter über das Tor (19.) und ein paar nicht zu Ende gespielte Konter auf. Weitaus effektiver war da der Tabellenführer, der genau zu richtigen Zeitpunkt das 2:0 erzielte. Hebisch verlängerte im Strafraum eine Sommer-Flanke und dahinter stand Korte goldrichtig und traf unmittelbar vor dem Pausenpfiff per Kopf zum leistungsgerechten 2:0 (45.).

Nach dem Wechsel brachte Ulm mit Stürmer David Braig und Fabian Gondorf im Mittelfeld frische Kräfte, das Spiel machte aber zunächst weiter der Waldhof, der durch Korte aus der Distanz (54.) und Hebisch, der im Strafraum Torwart Betz unter Druck setzte (55.), zwei gute Möglichkeiten hatte. Allerdings schlichen sich nun aber auch Unachtsamkeiten vor dem eigenen Strafraum ein, die Ulm plötzlich wieder ins Spiel brachten: Nach einem Kommunikationsfehler in der Abwehr und einem Ballverlust von Korte war der eingewechselte Braig zur Stelle, der 2:1-Anschlusstreffer (61.) machte deutlich, dass die Partie noch lange nicht in trockenen Tüchern war. "Das war ein Gastgeschenk und sollte so natürlich nicht passieren", kommentierte Coach Dais diese Szene. "Die Ulmer Chancen kamen eigentlich nur durch unsere eigenen Fehler zustande. Da müssen wir einfach aufmerksamer sein", räumte auch Mittelfeld-Regisseur Tüting Verbesserungsbedarf ein. Um das Spiel dann endgültig in die richtigen Bahnen zu lenken, war schließlich eine eher kuriose Situation notwendig, an der vor allem Jannik Sommer beteiligt war. Der Außenstürmer drang auf der linken Seite in den Strafraum ein und verlor zunächt die Kugel. Im folgenden Zweikampf ließ ihn sein Ulmer Gegenspieler Volkan Celiktas dann auflaufen und ging anschließend in der Hoffnung auf einen Freistoß mit den Händen Richtung Boden und Ball, worauf Schiedsrichter Luca Schlosser (Stahlhofen) überraschend auf Handelfemeter entschied. Die Regelwidrigkeit lag dabei vielleicht eher noch auf Sommers Seite, doch nachdem der Unparteiische zuvor die klarsten Fouls an dem 25-Jährigen nicht geahndet hatte, durfte das wohl als ausgleichende Gerechtigkeit durchgehen. Sommer selbst war's egal, er verwandelte den Strafstoß zum entscheidenden 3:1 (68.). SVW-Keeper Markus Scholz musste in der Schlussphase lediglich noch einen Sauter-Freistoß entschärfen (88.).


Quelle: Mannheimer Morgen – 04.03.2017



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