Spielbericht: 31. Spieltag 14/15 SV Waldhof Mannheim - FK Pirmasens

Aus WikiWaldhof
Wechseln zu: Navigation, Suche


SV Waldhof Mannheim 07 0:1 (0:0) FK Pirmasens
SV Waldhof 31.Spieltag
Samstag, 2. Mai 2015, 14 Uhr MESZ, Carl-Benz-Stadion

Endstand 0:1

Zuschauer: 2.329
Schiedsrichter: Kempkes (Kruft), Assistenten: Schmidt (Daun), Vogel (Malberg)

FK 03 Pirmasens.png
Startelf (Spielsystem 4-2-3-1):

Krauss - Müller, M.Seegert, Neupert, Mühlbauer - Lindner, di Gregorio - Mesfin, Förster, Straub - Tsoumou - Trainer: Kenan Kocak

Einwechslungen:

Scored after 46 minutes 46' Y.Haag für Mesfin
Scored after 58 minutes 58' Nag für Tsoumou
Scored after 69 minutes 69' P.Haag für Straub

Reserve: Broll (Tor), Schulz, Brill, Alami

Es fehlten: Sökler (Reha nach Kreuzbandriss), N.Seegert (Trainingsrückstand nach Leistenverletzung), Bari (Knieprobleme), Ramaj (Adduktorenprobleme), Radojewski (krankgeschrieben), Ratei, Tewelde, Yazgan, Miftari (alle nicht berücksichtigt, geschont oder verletzt)

Startelf (Spielsystem 4-2-3-1):

Bitzer - Gornik, Maurer, Heinze, Schug - Bouzid, Becker - Gerlinger, Reinert, Sommer - Auer - Trainer: Peter Tretter

Einwechslungen:

Scored after 77 minutes 77' Freyer für Gerlinger
Scored after 81 minutes 81' Bürger für Sommer
Scored after 85 minutes 85' Henn für Becker

Reserve: Reserve: Gize (Tor), Peters, Mertinitz, Hoffmann

Yellow card.png Straub, M.Seegert, di Gregorio

Scored after 51 minutes 51' 0:1 Gerlinger (51., Foulelfmeter, di Gregorio an Sommer)

Yellow card.png keiner

Beste Spieler: Sommer, Auer, Gerlinger

Berichte:


0:1 Niederlage - Kenan Kocak vom Auftritt seiner Mannschaft gegen FK Pimasens enttäuscht

Schneller als sonst stapften die Waldhof-Buben in die Kabine. Ein gewisser Schockzustand hatte sich eingestellt nach der 0:1 (0:0)-Niederlage gegen den FK Pirmasens. Die Niederlage indes hatte sich der SV Waldhof selbst zuzuschreiben, denn das Team enttäuschte auf der ganzen Linie. Statt mit einem Sieg den Sack in Sachen Klassenerhalt zuzumachen, muss der SVW jetzt doch noch einmal nach unten schauen. So sah es auch Mittelfeldtalent Morris Nag direkt nach dem Abpfiff: "Rechnerisch kann noch alles passieren." Faktisch sieht es so aus, dass der FC Nöttingen bei einem Sieg am Montag über Wormatia Worms auf 39 Punkte kommt. Dann hätte Waldhof nur noch drei Punkte Vorsprung zum ersten möglichen Abstiegsplatz. Gegen Worms muss Waldhof in seinem letzten Heimspiel auch noch antreten. Dazu kommen die Auswärtshürden Neckarelz und Homburg, ein schwer einzuschätzendes Restprogramm.

Um nicht unnötig zittern zu müssen, wäre ein Sieg über Pirmasens Gold wert gewesen. Doch schon früh im Spiel schlich sich der Schlendrian ein. "An der Einstellung lag es nicht", meinte Nag. Dies mag für ihn gelten, aber wohl nicht für alle seine Kollegen. Schon das Warmmachprogramm geriet für Trainer Kenan Kocak zum Ärgernis. "Das war arrogant", sollen seine Worte in der Kabine gewesen sein, wie Kapitän Robin Neupert hernach berichtete. Der Wachrütteleffekt blieb aus. Beim ersten Torschuss des Spiels von Sebastian Lindner (3.) war der gute Wille zwar erkennbar, torgefährlich aber sieht anders aus. Mit seinem 4-2-3-1-System baute der FKP einen Abwehrriegel auf, den nur Steffen Straub in der ersten Halbzeit noch einmal durchbrach. Sein Distanzschuss wurde für Torhüter Mirko Bitzer zu einem echten Problem, mit großer Mühe klärte er zur Ecke (37.). Auch die Gäste kamen kaum einmal gefährlich vor das von Markus Krauss gehütete Gehäuse.

Die spielentscheidende Szene kurz nach dem Wiederanpfiff war auch alles andere als eine gefährliche Angriffsaktion. Daniel di Gregorio unterlief ein folgenschweres Foul gegen Jannik Sommer knapp hinter der Strafraumgrenze. Dennis Greilinger ließ sich nicht zweimal bitten und verwandelte den fälligen Foulelfmeter sicher zum 0:1 (51.). Gegen die Pirmasenser Wand fehlten dem SV Waldhof in der verbleibenden Spielzeit oft die Ideen. Phasenweise schnürte man den Gegner, der sich geschickt vor dem eigenen Strafraum postierte, zwar ein, doch der finale Pass wollte einfach nicht kommen.

Ausnahmen waren die zwei guten Chancen des eingewechselten Yanick Haag (71., 88.), der einmal am Torhüter scheiterte und einmal über das Gehäuse schoss und der Kopfball von Marcel Seegert, der an den Außenpfosten knallte (90.). "in der letzten Viertelstunde hatten wir ein kleines physisches Problem", erkannte FKP-Coach Peter Tretter, doch es sollte dennoch reichen, denn unter dem Strich bot Waldhof zu wenig. "Vom heutigen Auftritt bin ich sehr enttäuscht, das wird die Mannschaft auch zu spüren bekommen", ließ Kocak seinem Frust nach der ersten Niederlage nach zuvor sechs Partien ohne Niederlage freien Lauf.


Quelle: Sportkurier – 03.05.2015




Waldhof neben der Spur

Von Ronald Ding

Rückschlag für den SV Waldhof. Gegen FK Pirmasens verlor der Regionalligist in Mannheim durch einen von Dennis Gerlinger verwandelten Foulelfmeter verdient mit 0:1 (0:0).

Im "verflixten" siebten Spiel hat es den SV Waldhof wieder einmal erwischt. Nachdem die Blau-Schwarzen aus den vorherigen sechs Spielen mit zwölf Punkten ungeschlagen hervorgingen, mussten sie gegen den abstiegsgefährdeten Aufsteiger aus Pirmasens erstmals wieder als Verlierer vom Platz. "Wir haben heute kollektiv alles schlecht gemacht, was man nur schlecht machen kann", war Trainer Kenan Kocak nach dem 0:1 (0:0) sichtlich angefressen. Gesehen hatte er zuvor die schlechteste Leistung seit langer Zeit. Erneut hatte es sein Team gegen einen Abstiegskandidaten nicht geschafft, dem Spiel seinen Stempel aufzudrücken. Verloren hatte man in der Rückrunde auch schon gegen die Kellerkinder KSV Baunatal und TuS Koblenz. Selbstkritisch ging Mannschaftskapitän Robin Neupert mit seiner Elf ins Gericht: "Der Trainer hatte uns ausdrücklich gewarnt. Einige haben es wohl doch nicht so ganz ernst genommen. Die Einstellung hat nicht gestimmt. Die Zuschauer sind zu Recht sauer."

Verletzungsbedingt musste Kocak diesmal auf Alban Ramaj wegen Adduktorenproblemen und den in dieser Woche krankgeschriebenen Lutz Radojewski verzichten. Vor allem die Routine eines Ramaj hatte dem SVW in den vergangenen Wochen gut zu Gesicht gestanden. Wie man den Ball gut abschirmt und geschickt Freistöße herausholt, zeigte beim Gegner Ex-Profi Benjamin Auer. Der mittlerweile 34-Jährige spielte seine Erfahrung aus über 300 Erst- und Zweitligaspielen gut aus. An der spielentscheidenden Szene war er jedoch nicht beteiligt. Daniel di Gregorio attackierte knapp im Strafraum regelwidrig Jannik Sommer, so dass Schiedsrichter Benedikt Kempkes aus Koblenz auf den Elfmeterpunkt zeigen musste. Dennis Gerlinger verwandelte den Strafstoß sicher zum 1:0 (51.). Die Führung verdienten sich die Westpfälzer zu diesem Zeitpunkt durch eine konzentrierte und defensivstarke Leistung. Vom SVW war bis dahin wenig zu sehen. Ein ungefährlicher Torschuss von Sebastian Lindner (3.) und ein Distanzschuss von Steffen Straub, den der bereits 40-jährige Ersatz-Torhüter Mirko Bitzer mit Mühe zur Ecke klären konnte, waren die einzig erwähnenswerten Szenen der Hausherren. Auch die Pirmasenser tauchten vor dem Führungstreffer nur dreimal vor dem von Markus Krauss gehüteten Waldhof-Gehäuse auf. Auer (17.), Sommer (23.) und Adam Bouzid (37.) verzogen jedoch.

Nach dem Rückstand vermissten die Zuschauer das letzte Aufbäumen der Waldhöfer. Zu drei Ausgleichschancen kamen sie dann aber doch noch. Yanick Haag scheiterte zuerst am Keeper (71.), und zwei Minuten vor dem Ende setzte er den Ball über das Tor (88.). Danach köpfte Marcel Seegert noch an den Außenpfosten (90.). "Man muss im Fußball immer bereit sein, an die Grenzen zu gehen. Das erwarte ich und das fordere ich. Man kann verlieren, aber nicht so und das wird die Mannschaft auch zu spüren bekommen", wurde Kocak in seiner Kritik sehr deutlich.


Quelle: Mannheimer Morgen – 03.05.2015



Hier könnte Ihre Werbung stehen

in allen mehr als 20.000 Artikeln