Spielbericht: 38. Spieltag 16/17 SV Eintracht Trier - SV Waldhof Mannheim

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Eintracht Trier 0:1 (0:0) SV Waldhof Mannheim 07
Eintracht Trier.png 38.Spieltag
Samstag, 20. Mai 2017, 14 Uhr MESZ, Moselstadion

Endstand 0:1

Zuschauer: 1.375
Schiedsrichter: Bergmann (Erbach), Assistenten: Fimpel (Bad Wurzach), Wacker (Marbach am Neckar)

SV Waldhof
Startelf (Spielsystem 4-1-4-1):

Keilmann – Riedel, Maurer, Cinar, Blum – A.Celik – Zinram, Telch, Lienhard, Boesen – Alawie – Interimstrainer: Rudi Thömmes

Einwechslungen:

Scored after 69 minutes 69' Kaminiotis für Boesen
Scored after 76 minutes 76' Kurz für Zinram
Scored after 88 minutes 88' Kinscher für Lienhard

Reserve: Brinkmann (Tor), Dittrich, Henneböle, Masselter

Startelf (Spielsystem 4-4-2):

ScholzM.Müller, Nennhuber, M.Seegert, M.CelikIbrahimaj, Fink, Tüting, SommerKorte, Hebisch – Trainer: Gerd Dais

Einwechslungen:

Scored after 60 minutes 60' Koep für Sommer
Scored after 69 minutes 69' Gärtner für Tüting
Scored after 76 minutes 76' Nag für M.Seegert

Reserve: Gäng (Tor), Tzimanis, Rodriguez-Schwarz, Rothenstein

Es fehlten: Schultz (Kreuzbandriss), Kiefer (Schonung nach Gehirnerschütterung), Amin (Aufbautraining nach Muskelfaserriss im linken hinteren Oberschenkel), B.Müller (Trainingsrückstand nach Meniskus-OP im rechten Knie), di Gregorio (Trainingsrückstand nach Knieschwellung und Kreuzbandriss), Cetin, Weis, N.Seegert (alle nicht berücksichtigt)

Yellow card.png A.Celik

Scored after 87 minutes 87' 0:1 Gärtner (Vorlage: Koep)

Yellow card.png Tüting

Beste Spieler: Korte

Bericht:

Generalprobe geglückt Der SV Waldhof gewinnt das letzte Rundenspiel in der Regionalliga Südwest mit 1:0 (0:0) in Trier, belegt Rang zwei in der Abschlusstabelle – und schaut jetzt mit großer Spannung auf das am kommenden Sonntag beginnende Relegationsduell mit Nord-Meister SV Meppen.

Mit leicht irritiertem Blick tastete Michael Fink unmittelbar nach dem Schlusspfiff seine Nase ab. „Ich habe einen Ellenbogen abgekommen. Kann sein, dass wieder etwas gerissen ist. Aber das ist egal, ich spiele so oder so“, sagte der Co-Trainer des SV Waldhof ohne den geringsten Anflug von Wehleidigkeit. Im Gegenteil: Fink, der vorbildliche Vorkämpfer, der mit bereits gebrochener Nase und Maskenschutz in die Partie bei Eintracht Trier gegangen war, richtete den Blick sofort auf das am kommenden Sonntag beginnende Relegationsduell mit dem SV Meppen, auf das Heimspiel vor einem vollen Haus.

Über das letzte reguläre Rundenspiel sprach Fink natürlich auch. Dabei war das hoch verdiente 1:0 (0:0) bei den bereits vor dem Spieltag abgestiegenen Trierern nicht mehr als eine geglückte Generalprobe. „Wir hätten lieber heute schon gegen Meppen gespielt“, sagte Fink und gestand damit ein, was offensichtlich und nur allzu menschlich ist: Alles beim SV Waldhof ist auf die Chance ausgerichtet, den Sprung in die Dritte Liga zu schaffen. Dass Sebastian Gärtner im Trierer Moselstadion in der 86. Minute der Siegtreffer gelang, war da fast nur eine Randnotiz.

Natürlich gehe man durch den Sieg mit einem noch besseren Gefühl in die Relegation, zumal dabei hinten auch die Null stand, sagte Waldhof-Torwart Markus Scholz, der die Play-off-Duelle im vergangenen Jahr wegen einer schweren Verletzung verpasst hatte. Gestern in Trier verlebte Scholz einen äußerst angenehmen Nachmittag. Auszeichnen konnte er sich genau einmal, flog bei einem Schuss von Patrick Lienhard sehenswert durch die doch recht kühle Luft (64.). „Wir haben das gut gemacht, hinten nicht viel zugelassen“, sagte Fink, der einmal mehr den Denker und Lenker im Waldhof-Spiel gegeben hatte.

Mehr als eine Viertelstunde hatten die Mannheimer dann aber doch gebraucht, um sich nach zweiwöchiger Spielpause zurück in den Rhythmus zu arbeiten. Trier begann stürmisch, lief die Blau-Schwarzen früh an, baute dann aber radikal ab. Es dauerte bis zur 16. Minute, ehe der starke Gianluca Korte für Mannheim den ersten Torschuss abgab. In der Folge übernahm der SVW mehr und mehr das Kommando. Nachdem Scholz schneller als Triers Muhamed Alawie am Ball war (22.), startete Korte bis zur Grundlinie durch, sah Sommer, der den Pass aber nicht verwerten konnte (26.). Eine herrliche Kombination über Fink, den ansonsten weitgehend blassen Ali Ibrahimaj und Marco Müller landete bei Nicolas Hebisch, dessen Schuss gerade noch rechtzeitig geblockt werden konnte (28.). Der Waldhof drückte. Sommer vergab die nächste gute Gelegenheit (39.), Hebisch nach der Pause ebenfalls seine zweite (47.). Nach der schönsten Ballstafette über Sommer, Korte, Fink und Hebisch drosch Ibrahimaj den Ball in die dunkler werdenden Wolken über Trier (49.). Mit der Einwechslung des Ex-Trierers Benedikt Koep für Sommer kam eine weitere Portion Dynamik ins Waldhof-Spiel. Zwei Minuten war das „Kampfschwein“ drin, da köpfte Koep schon den ersten Ball haarscharf über die Latte (62.). „Wir haben vor allem in der zweiten Halbzeit schon einige Chancen liegengelassen“, sagte SVW-Coach Gerd Dais, der den Sieg nicht zuletzt wegen dieses Fakts als verdient betrachtete. Auch weil Torjäger Hebisch in der 64. und 71. Minute beste Gelegenheiten ausließ, dauerte es bis zur 86., ehe der eingewechselte Gärtner das erlösende 1:0 schoss. So geht der SV Waldhof mit einem guten Gefühl in die Woche vor dem Relegationsheimspiel, zumal sich niemand ernsthaft verletzt hat. Wobei: Selbst das kann einen echten Waldhöfer ja nicht aufhalten – siehe Michael Fink. (rüo)

Quelle: Mannheimer Morgen – 21.05.2017





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