Spielbericht 03/04 20.Spieltag SV Waldhof - 1899 Hoffenheim U23

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SV Waldhof Mannheim 07 2:1 (1:1) TSG 1899 Hoffenheim II
SV Waldhof 20.Spieltag
Samstag, 29. November 2003, 14.30 Uhr MESZ, Carl-Benz-Stadion

Endstand 2:1

Zuschauer: 2.720
Schiedsrichter: Merkelbach (Liedolsheim)

Logo TSG Hoffenheim.png
Startelf (Spielsystem 4-4-2):

Ferhatovic - Waldecker, Mackert, Göttlicher, Klaus - Asaeda, A.Göhring, V.Göhring, Gau - Ekoto-Ekoto, Rubio-Sanchez - Trainer: Viktor Olscha

Eingewechselt:

Scored after 15 minutes 15' Erdogan für Rubio-Sanchez
Scored after 46 minutes 46' Egger für Mackert
Scored after 67 minutes 67' Gaudino für Rubio-Sanchez

Reserve: Karlein (Tor), Hammer, Özbek, Lucchese

Startelf (Spielsystem 4-3-1-2):

Petkovic - O.Söder, Faulstich, Radtke, Welker - Baumgärtner, Welz, Maag - Gaber - Weber, Krohne - Trainer: Roland Dickgießer

Eingewechselt:

Scored after 46 minutes 46' Unser für Weber
Scored after 50 minutes 50' M.Söder für Radtke
Scored after 67 minutes 67' Schmitt für Krohne

Reserve: Tenschert (Tor), Mayer, Duric, Ritz

Scored after 30 minutes 30' 1:1 V.Göhring (Foulelfmeter Radkte an Waldecker)
Scored after 77 minutes 77' 2:1 Ekoto-Ekoto (Vorarbeit V.Göhring)

Yellow card.png Mackert, A.Göhring, Göttlicher


Scored after 25 minutes 25' 0:1 Welz (Foulelfmeter Mackert an Weber)

Yellow card.png Radtke, Welker, Faulstich, M.Söder

Beste Spieler: n.b.

Bericht:


Das rote Lämpchen blinkt. Der Waldhof-Akku ist bald völlig leer. Doch gegen die TSG 1899 Hoffenheim II reichte es gerade noch, um beim 2:1 (1:1) die drei Zähler einzufahren. Mal abgesehen davon, dass es im Fußball keine unwichtigen Punkte gibt, so waren diese aber dennoch von besonderer Bedeutung, weil alle anderen Spitzenteams die volle Ausbeute einfuhren. Die Elf von Trainer Viktor Olscha bleibt also am Ball - und hat kurioserweise trotz des derzeit vierten Ranges gute Chancen, als Spitzenreiter in die Winterpause zu gehen: Denn die drei Erstplatzierten haben jeweils nur einen Punkt Vorsprung, wobei Tabellenführer FC Nöttingen spielfrei ist und die zweitplatzierten KSC-Amateure auf den Dritten SV Bonlanden treffen. Da ist allemal ein Remis drin. Jetzt müsste der SVW im letzten Spiel des Jahres nur noch beim Bahlinger SC gewinnen.

An diese hypothetische wie unbedeutende Konstellation wollte am Samstag natürlich niemand einen Gedanken verschwenden. "Wir müssen zufrieden sein", bilanzierte Olscha, nachdem sein Team die starke Hoffenheimer Reserve niedergerungen hatte. "Meine Mannschaft hat ihren Siegeswillen erkennen lassen, obwohl sie seit Wochen auf dem Zahnfleisch geht." Auch gegen die abstiegsbedrohte TSG II agierten die Blau-Schwarzen zunächst etwas zerfahren, wurden allerdings durch das 0:1 wachgerüttelt. Welz verwandelte einen fragwürdigen Strafstoß zur Führung für die Dickgießer-Truppe (25.), Viktor Göhring glich nur fünf Minuten später mit einem ebenfalls "geschenkten" Elfmeter aus. Ekoto-Ekoto war es schließlich vorbehalten, eine knappe Viertelstunde vor dem Schlusspfiff den Siegtreffer zu markieren, nachdem Viktor Göhring einen Gaudino-Freistoß perfekt abgelegt hatte.

Neben den drei Stammkräften Atik, Szabo und Reuter fiel nach einer Viertelstunde auch noch Torjäger Rubio-Sanchez mit einer Kapselverletzung aus. "Das war's wohl vor der Winterpause", glaubt der Spanier nicht, am Samstag in Bahlingen auflaufen zu können. Die Waldhof-Anhänger zeigten sich von ihrer kreativen Seite und befestigten in Anlehnung an eine aktuelle Kreditkartenwerbung eine Banderole an den Zaun: "Neue Spieler? Eine Million Euro. Lizenz? Zwei Millionen Euro. Neues Stadion? 20 Millionen Euro. Tradition und Fans? Unbezahlbar!!!" Doch damit nicht genug. Mitte des zweiten Abschnitts holten sie ein weiteres Spruchband mit dem Schriftzug "Stoppt den Kapitalismus" heraus, wedelten damit ein bisschen herum und zerrissen es schließlich in tausend Stücke. Eine Spitze gegen den finanzstarken Klub aus dem Kraichgau, der nicht nur in Sachen Geld die Mannheimer überflügelt hat.

TSG-Coach Roland Dickgießer, der seiner Truppe eine "sensationelle Leistung" attestierte, beklagte - wohl zurecht - einen nicht gegebenen Strafstoß, als Krohne im Fünfmeterraum umgerissen wurde, und auch sein Gegenüber Olscha gab zu, in dieser Szene Glück gehabt zu haben. Glück auch, dass Ferhatovic eine Riesenchance des starken Gaber zunichte machte (58.) und der abwehrstarke Göttlicher sich in den Nachschuss warf. "Unser Flügelspiel hat heute wieder etwas besser geklappt", nannte der Abwehrmann einen Grund für den kleinen Aufwärtstrend. Ein anderer: Der Kampf. "Wir müssen in jedem Spiel kämpfen", sagte Routinier "Mauri" Gaudino. "Wenn wir das tun, sind wir gegen jede Mannschaft einen Tick besser." Heute Abend treffen sich Mannschaft, Betreuerstab und Präsidium zu einer allgemeinen Aussprache im Hotel Steigenberger. Abteilungsleiter Rainer Spagerer führte derweil erste Gespräche mit Trainerkandidaten für die zweite Mannschaft, die in der kommenden Saison in der Landesliga an den Start geht. Die Kandidaten sind zwei alte Bekannte: Marco Flick und Andreas Kreuzer kickten beide für die SVW-Amateure. Sie sollen ein Tandem bilden.


Quelle: Mannheimer Morgen v. 01.12.2003



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