Spielbericht 10/11 27.Spieltag: FSV Hollenbach - SV Waldhof

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27.Spieltag: FSV Hollenbach - SVW 0:1 (0:0), Samstag, 09.04.2011, 15.30 Uhr, Sportpark im Greut

Schiedsrichter: Steck (Nürtingen), Assistenten: Hieber (Pfahlheim), Lasar (Nürtingen), Zuschauer: 1.380

Hollenbach: Schoppel - Nierichlo (90.Hofmann), Schmidt, Streicher, Volk - Abdel Hag (82.Bradaric), Gärtner (79.Sachs), Kleinschrodt, Lauser, Schenk - Fameyeh - Reserve: Fritz (Tor), Nzuzi - Trainer: Manfred Stephan

SVW: Kolke - Hartmann, Malchow (83.Suworow), Krause, Murphy - Gjasula - Fazlija (68.Waldecker), Grujicic, Gmünder - Dautaj, Kyei (58.Reule) - Reserve: Adolf (Tor), M.Dorn, Myftari, Videc - Trainer: Reiner Hollich

Tor: 0:1 Gmünder (89.)

Gelb: Volk, Nierichlo - Kyei, Murphy, Malchow, Krause, Gmünder, Kolke, Gjasula


Fußball-Oberliga: Nach dem 1:0-Sieg in Hollenbach fiebert der SV Waldhof dem Spitzenspiel gegen Nöttingen entgegen

Hollenbach. Der SV Waldhof bleibt in der Fußball-Oberliga die Mannschaft der Stunde. Beim erwartet unbequemen Gastgeber FSV Hollenbach erlöste Christian Gmünder die rund 500 mitgereisten SVW-Anhänger unter den 1380 Besuchern im Sportpark mit einem sehenswerten Volleyschuss - nach Linksflanke des eingewechselten Daniel Reule - allerdings erst in der Schlussminute. Damit feierten die Blau-Schwarzen ihren sechsten Sieg in Serie - zum fünften Mal in Folge zu Null - und betrieben beste Eigenwerbung für den Kracher am kommenden Freitag (19 Uhr) im Carl-Benz-Stadion gegen Tabellenführer FC Nöttingen, der (bei einem Spiel mehr), weiterhin sechs Punkte Vorsprung besitzt.

"Es war einer dieser ekligen Siege. In der ersten Halbzeit kamen wir in der Defensive und Offensive häufig zu spät in die Zweikämpfe und haben zu wenig über die Außenseiten gespielt. Dadurch konnte der FSV Hollenbach zeitweise Druck ausüben. In der zweiten Hälfte wurde es aber deutlich besser. Da haben wir klar den Ton angegeben", resümierte Trainer Reiner Hollich eine Partie, für die der Aufsteiger an den Eintrittskassen gar zwei Euro Topzuschlag für Mehraufwand im Sicherheitsdienst abkassierte.

Drei Spiele, neun Punkte, null Gegentore: Besser hätte die Bilanz nach der nun abgeschlossenen "englischen Woche" nicht ausfallen können: "Ich könnte mir vorstellen, dass es jetzt gegen Nöttingen sogar einen neuen Zuschauerrekord für die fünfte Liga gibt. Die Mannschaft hat dafür im Vorfeld alles getan", setzt Hollich im anstehenden und möglicherweise vorentscheidenden Duell gegen den Liga-Primus auf eine große Kulisse.

Der umjubelte Torschütze Christian Gmünder wollte sich selbst gar nicht so groß feiern lassen, blieb bescheiden: "Natürlich freue ich mich über das Tor. Aber viel wichtiger ist, dass wir als Team gewonnen haben. Wenn ich meine Leistung über die Gesamtsaison betrachte, in der es sicherlich Verletzungsprobleme gab, bin ich noch nicht ganz zufrieden mit mir", äußerte der Mittelfeldmann. Rein rechnerisch kann Waldhof bei einem Sieg - wie beim 2:0-Erfolg im Hinspiel gegen den Tabellenführer - und weiteren drei Punkten, wenn der FCN spielfrei ist, nach Punkten gleichziehen und das Aufstiegsrennen zum Krimi werden lassen. Hollich: "Wir haben die Basis gelegt für ein großes Spiel unter Flutlicht und werden uns ganz konzentriert darauf vorbereiten. Nöttingen ist aber ein ganz anderes Kaliber", stellt er bereits klar. Pech hatten Waldhofs Bester, Klaus Gjasula, als er in der 57. Spielminute am Pfosten und Christian Gmünder Sekunden darauf zweimal im Nachsschuss am sehr guten FSV-Torwart Manuel Schoppel scheiterte. Roland Bode

Quelle: Sonntag aktuell - 10.04.2011


Kein Lohn für engagiertes Spiel

Bis zur 89. war in Hollenbach die Fußballwelt noch in Ordnung, doch dann sorgte Christian Gmünders 0:1 für Jubelstürme beim Anhang des SV Waldhof Mannheim, und für lähmendes Entsetzen auf der Gegenseite. Die von FSV Coach Manfred Stephan hervorragend eingestellte Mannschaft bot dem Favoriten weit über eine Stunde mehr als Paroli, kämpfte leidenschaftlich auch als die Kräfte nachließen, wurde aber letztendlich für ihren großen Aufwand nicht belohnt. Die über 400 Waldhof Fans, die ihr Team über 90 Minuten lautstark und friedlich unterstützen, konnten ihr Team feiern, während die anderen 1000 Besucher überwiegend schweigend den Heimweg antraten.

Die Ausgangslage vor dieser Begegnung war klar, denn da Nöttingen im Meisterschaftskampf vorgelegt hatte musste der SVW ebenfalls gewinnen, während der FSV die Punkte im Abstiegskampf benötigte. Die Gäste begannen erwartet offensiv, trafen aber auf einen FSV der sich keinesfalls versteckte sondern den Kampf annahm. Das aggressive Zweikampfverhalten schmeckte den Gästen überhaupt nicht. Es war nicht verwunderlich, dass der FSV die erste Tormöglichkeit in dieser Begegnung hatte, aber Fameyeh scheiterte in der 16. aus spitzem Winkel am gut reagierenden SVW Keeper Kolke. Auch in der Folgezeit hatte der FSV mehr Spielanteile, während sich die Waldhöfer einer rustikalen Gangart bedienten. In der 22. Hatten die Gäste ihre erste Möglichkeit, doch FSV Keeper Schoppel klärte konsequent gegen Dautaj. Danach war wieder der FSV am Drücker und Waldhof kam in der 27. nach einem Eckball von Schenk nur mit viel Dussel um ein Gegentor herum, als der Ball wie eine Billardkugel im Gästestrafraum herumsprang, aber nicht im Tor landete. In der 44. tauchte der FSV nochmals gefährlich vor dem Gästetor auf, aber Fameyeh brachte den Ball nicht unter Kontrolle. Die FSV Akteure wurden mit viel Beifall, den sie sich für ihr engagiertes Auftreten gegen den Favoriten auch verdient hatten, in die Halbzeitpause begleitet.

Mit Beginn der 2. Halbzeit wurde schnell klar, dass es in der Gästekabine eine deutlich Ansprache gegeben haben muss, denn die Waldhofspieler wirkten nun deutlich präsenter und entwickelten mehr Druck Richtung Hollenbacher Tor. In der 48. musste Schoppel einen strammen Versuch aus spitzem Winkel von Grujicic parieren. In der 60. reagierte er gleich drei Mal hervorragend. Erst scheiterte Gjasula, dann zweimal Gmünder am Hollenbacher Schlussmann. In der 64. prüfte Schenk den Gästeschlussmann mit einem Schuss aus 20 m. Während der FSV seinem hohen Tempo im dritten Spiel innerhalb von acht Tagen nun sichtbar Tribut zollen musste, konnte Waldhof durch Reule und Waldecker personell noch nachlegen. In der 67. vergab Gjasula freistehend aus 5 m, und im Gegenzug ging ein Kopfball von Fameyeh nur knapp übers Gästetor. Danach wehrte sich der FSV zwar verzweifelt, aber Waldhof kam jetzt zu Torchancen. In der 87. reagierte Schoppel bei einem 20 m Schuss von Suworow glänzend, und in der 88. blieb er bei einem Kopfball des gleichen Spielers aus 5 m wieder Sieger. In der 89. War es dann aber doch passiert, als Volk der ansonsten ein hervorragendes Spiel ablieferte, eine Hereingabe von links zulassen musste, und Gmünder aus kurzer Entfernung keine Mühe hatte das 0:1 zu erzielen.

Fazit: Auch wenn Waldhof nach einer guten Stunde besser ins Spiel kam, ein ganz bittere Niederlage für den FSV der sich hervorragend und mannschaftlich geschlossen verkaufte.

Stimmen der Trainer

Reiner Hollich, SV Waldhof Mannheim: „Nachdem Nöttingen gestern vorgelegt hatte, sind wir natürlich hier angetreten um die drei Punkte mitzunehmen. In der 1. Halbzeit sah es jedoch gar nicht danach aus. Hollenbach war aggressiver in den Zweikämpfen und hatte mehr Spielanteile. In der zweiten Halbzeit wurde es dann anders. Wir standen besser und erspielten uns endlich auch Chancen. Aufgrund dieser Möglichkeiten ist unser Sieg auch verdient. Da wir aber erst kurz vor Schluss trafen, blieb es bis dahin eine spannende Angelegenheit. Ich freue mich für meine Mannschaft, das wir die drei Punkte mitnehmen konnten“.

Manfred Stephan, FSV Hollenbach: „Wir spielten gegen eine Mannschaft die fünf Siege in Serie landen konnte, während wir uns mitten in einer Negativserie befinden. Trotzdem waren wir ¾ des Spieles die bessere Mannschaft, die sehr engagiert und mit viel Leidenschaft aufgetreten ist. Erst als bei uns die Kräfte nachließen und wir Tribut zollen mussten, was beim dritten Spiel in der englischen Woche aber nachvollziehbar ist, kam Waldhof zu Möglichkeiten. Das wir dann kurz vor Schluss ein Gegentor bekommen ist bitter. Meine Mannschaft tut mir heute wirklich leid. Es hat sich wieder einmal bewahrheitet, wer oben steht hat das nötige Glück“.

Quelle: Offizielle Homepage FSV Hollenbach



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