Spielbericht 10/11 9.Spieltag: FC Nöttingen - SV Waldhof

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9.Spieltag: FC Nöttingen – SVW 0:2 (0:1), 17.09.2010, 18.30 Uhr, Panoramastadion

Schiedsrichter: Beck (Schöntal), Assistenten: Specker (Heilbronn), Lochner (Künzelsau), Zuschauer: 2.004

Nöttingen: Jilg – Brenner, Kolinger, Fuchs, Trick – Zachmann (85.Heidecker), Kärcher (72.Mössner), Svjetlanovic, di Piazza (63.Ollhoff) – Telle, Neziraj – Reserve: Dörrich (Tor), Karakoca, Cycon, Schmidt, Cillidag, Scozzari – Trainer: Michael Wittwer

SVW: Kolke – Fazlija, Geiger, Krause, Murphy – Gjasula, Laping – Waldecker (90. + 5 Hartmann), Gmünder (60.Pinna) – Hach, Dautaj (82.Suworow) – Reserve: Kronholm (Tor), Suszko, Malchow, Myftari – Trainer: Reiner Hollich

Tore: 0:1 Waldecker (32.), 0:2 Pinna (90. + 4)

Gelbe Karten: Laping, Krause, Murphy, Fazlija – Zachmann, Telle, Svjetlanovic

Gelb-rote Karte: Pinna (90. + 4, wdh. Unsportlichkeit)


Waldecker und Pinna treffen beim fünften Saisonsieg

Von unserem Mitarbeiter Roland Bode

Nöttingen. Mit der besten Saisonleistung hat der SV Waldhof in der Fußball-Oberliga gestern Abend bei Spitzenreiter FC Nöttingen einen nicht unverdienten 2:0 (1:0)-Sieg eingefahren. In einer Partie, die dem Anspruch eines Spitzenspiels stets gerecht wurde, erzielten Benjamin Waldecker (32.) und der eingewechselte Giancarlo Pinna (90.) die Treffer für die Elf von Reiner Hollich. Rund 1000 mitgereiste SVW-Anhänger jubelten nach dem Abpfiff: Denn mit dem fünften Saisonsieg schoben sich die Blau-Schwarzen, die Nöttingen die erste Saisonniederlage beibrachten, vorerst auf Platz zwei.

"Nöttingen hätte das Spiel in der ersten Halbzeit für sich entscheiden können. Aber diesmal standen wir in der Abwehr stabiler. Ich habe meiner Mannschaft gesagt, dass solche Begegnungen nur über Kampf und Leidenschaft zu gewinnen sind. Das haben die Jungs prima umgesetzt", lobte Hollich seine Elf.

Der SVW-Coach hatte sein Team gegenüber dem Hollenbach-Spiel nur auf einer Position geändert. Für den am Fuß verletzten Angreifer Hans Kyei erhielt Youngster Florian Hach das Vertrauen. Bei den Gastgebern saß der frühere Waldhöfer Thomas Ollhoff zunächst auf der Bank. In einer Partie, die laut Hollich "über Regionalliganiveau verfügte", legten die Platzherren gleich richtig los. Zuerst musste SVW-Keeper Markus Kolke einen Heber von Metin Telle über die Querlatte lenken (3.). 120 Sekunden später stand ihm das Glück zur Seite, als ein satter Schuss von Viktor Kärcher die Latte traf. Telle (13.), Riccardo Di Piazza (20.) und Kärcher (23.) vergaben vor 2004 Besuchern im Panoramastadion weitere gute Möglichkeiten für den FCN. Waldhof kam durch Hach (22.) zu seiner ersten Chance, doch der 23-Jährige erwischte eine Hereingabe von Christian Gmünder nicht optimal mit dem Kopf. Waldhof bemüht, die Elf von Michael Wittwer dagegen mit mehr Zug zum Tor. Doch wie so oft wurde mangelnde Chancenverwertung bestraft. In die Drangphase der "Veilchen" schockte Benjamin Waldecker den Primus. Nach einem Foulspiel von Felix Zachmann an Gmünder hämmerte der Routinier den folgenden Freistoß aus 24 Metern unhaltbar in die Maschen: Urplötzlich führten die Blau-Schwarzen mit 1:0 (32.). Die Überraschung perfekt machte Pinna mit einem sehenswerten Konter in der Schlussminute.

Weil er sich im Jubel das Trikot vom Leib riss, sah er kurz darauf von Schiedsrichter Beck die Gelb-Rote Karte, die in der Oberliga allerdings keine Sperre nach sich zieht. In der 89. Minute hatte die Partie für drei Minuten unterbrochen werden müssen, nachdem ein Zuschauer einen Pappbecher auf Nöttingens Dubravko Kohlinger geworfen hatte.

© Mannheimer Morgen – 18.09.201


Erste Saisonniederlage vor 2000 Zuschauern / FCN - SVW Mannheim 0 : 2 (0:1)

Trotz einer Vielzahl sehr guter Torchancen hat sich der FCN dem SV Waldhof Mannheim im Spitzenspiel der Fußball-Oberliga am Freitagabend unglücklich mit 0:2 geschlagen geben müssen. Für die Gastgeber, die noch immer den ersten Tabellenplatz belegen, ist es nach bislang fünf Siegen und drei Unentschieden die erste Niederlage in dieser Saison. Die Gäste aus dem Rhein-Neckar-Kreis wurden von ihren mitgereisten Anhängern von Beginn an lautstark unterstützt. Auf den Rängen waren die rund 500 mitgereisten Waldhof-Fans ganz klar tonangebend, auf dem Feld diktierte jedoch zunächst der FCN das Geschehen. Das Team von Trainer Michael Wittwer erspielte sich in den ersten 15 Minuten gleich vier hochkarätige Tormöglichkeiten, von denen Kapitän Viktor Kärcher (4./Lattenschuss aus zwölf Metern) sowie Stürmer Metin Telle und Dejan Svjetlanovic per Doppelchance (13.) die besten vergaben. Für Kärcher war die Begegnung gegen den SV Waldhof übrigens die erste nach seiner mehrwöchigen USA-Reise.

Di Piazza klärt auf der Linie

Nach 20 Minuten legte Mannheim seinen Respekt vor dem Gegner ab und tauchte nun auch gefährlich vor dem Tor von FCN-Keeper Daniel Jilg auf. So musste Nöttingens Riccardo Di Piazza in der 25. Minute klären, als Jurij Krause nach einem Eckstoß frei zum Kopfball gekommen war. Acht Minuten später bekamen die Lila-Weißen jedoch die Quittung dafür, dass sie in der Anfangsphase so leichtfertig mit ihren Möglichkeiten umgegangen waren: Ein Freistoß von Benjamin Waldecker aus rund 25 Metern Entfernung wurde für Jilg unhaltbar zur Führung der Waldhof-Kicker abgefälscht (33.).

Nach der Halbzeitpause hatte der FC Nöttingen in der 55. Minute die riesige Möglichkeit zum Ausgleich. Leutrim Neziraj donnerte den Ball aus acht Metern Entfernung jedoch über das gegnerische Gehäuse. Im Anschluss blieb die Begegnung zwar spannend, der FCN operierte aber zu oft mit langen Bällen auf seine beiden Angreifer Neziraj und Telle, die sich gegen die Mannheimer Defensive nicht durchsetzen konnten. Als die Gastgeber gegen Spielende alles auf eine Karte setzten, nutzte der SV Waldhof die sich nun bietenden Räume zur Entscheidung. Sekunden vor dem Abpfiff schloss Giancarlo Pinna einen Konter zum 2:0 ab (90.).

Unschöne Szenen hatten sich kurz zuvor in der Schlussphase ereignet. In der 79. Minute bekam Nöttingens Routinier Dubravko Kolinger aus dem Gäste-Fanblock eine Papierrolle eine Supermarktkasse gegen den Kopf geworfen – wenig später konnte er dann aber weiterspielen. Weil sich daraufhin Tumulte auf den Rängen entwickelten, musste Schiedsrichter Marcel Beck die Partie kurzfristig unterbrechen. Die Gemüter hatten sich nach kurzer Zeit aber bereits wieder beruhigt.„Es gibt Tage, an denen einfach nichts reingeht“, sagte FCN-Coach Michael Wittwer unmittelbar nach dem Schlusspfiff. „Ansonsten kann ich meiner Mannschaft überhaupt keinen Vorwurf machen. Sie hat gut gespielt.“

(Quelle: Martin Mildenberger; Pforzheimer Zeitung vom 18.09.2010)



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