Spielbericht 11. Spieltag 17/18 Eintracht Stadtallendorf - SV Waldhof Mannheim

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Eintracht Stadtallendorf 1:3 (1:1) SV Waldhof Mannheim 07
Logo tsv eintracht stadtallendorf.gif 11.Spieltag
Samstag, 30. September 2017, 14 Uhr MESZ, Herrenwaldstadion

Endstand 1:3

Zuschauer: 2.475
Schiedsrichter: M.Kempter (Sauldorf), Assistenten: Ehing (Engen), Maier (Offenburg)

SV Waldhof
Startelf (Spielsystem 4-2-3-1):

Vincek – Dinler, Vidakovics, Auer, Gaudermann – Baltic, Arifi – Vogt, Solak, Suero Fernández – Williams – Trainer: Dragan Sicaja

Einwechslungen:

Scored after 71 minutes 71' Döringer für Williams
Scored after 85 minutes 85' Abdul für Suero Fernández

Reserve: Bachmeier (Tor), Preuß, Miric, Bajrami, Bozina

Startelf (Spielsystem 4-4-2):

ScholzMeyerhöfer, Conrad, Nennhuber AminIvan, Kiefer, Diring, G.KorteKoep, Hebisch – Trainer: Gerd Dais

Einwechslungen:

Scored after 64 minutes 64' Deville für Hebisch
Scored after 73 minutes 73' Sommer für G.Korte
Scored after 85 minutes 85' Mi.Schuster für Kiefer

Reserve: Gäng (Tor), Weippert, Tüting, di Gregorio

Es fehlten: Schultz, Ma.Schuster (beide Reha bzw. Aufbautraining nach Kreuzbandrissen), R.Korte (Riss des vorderen Kreuzbandes und Meniskusriss im linken Knie), Mayer (Reha und Trainingsrückstand nach Adduktorenabriss), Weis, Dogan, Celik, Rothenstein, Tzimanis, Sprecakovic (alle verletzt, geschont oder nicht berücksichtigt)

Scored after 43 minutes 43' 1:1 Solak (Foulelfmeter, Scholz an Vogt)

Yellow card.png keiner
Red card.png Solak (90.+2, grobes Foulspiel an Koep)


Scored after 30 minutes 30' 0:1 G.Korte (Vorlage: Hebisch)
Scored after 86 minutes 86' 1:2 Sommer (Foulelfmeter, Vidakovics an Ivan)
Scored after 90+1 minutes 90+1' 1:3 Sommer

Yellow card.png Amin, Scholz, Sommer

Beste Spieler: Vidakovics, Baltic, Solak - Ivan, G.Korte, Sommer

Bericht:


SVW gewinnt und hat noch Luft nach oben

Der SV Waldhof ist in der Fußball-Regionalliga weiter auf der Überholspur. Mit dem 3:1 (1:1)-Erfolg bei Aufsteiger Eintracht Stadtallendorf und dem fünften Sieg in Folge schob sich der SVW am Samstagnachmittag auf den dritten Platz und kann nun nächste Woche im Top-Spiel gegen den 1. FC Saarbrücken die Lücke zu den Saarländern weiter schließen. Nach den vier Niederlagen zu Beginn der Saison ein Szenario, mit dem nicht unbedingt zu rechnen war. Allerdings konnten die Mannheimer die drei Punkte wie zuletzt gegen Koblenz erst in der Schlussphase unter Dach und Fach bringen. „Aber auch wenn die Tore erst spät gefallen sind, war unser Sieg unterm Strich verdient, weil wir zuvor schon Möglichkeiten hatten, die zwischenzeitliche Führung auszubauen. Leider haben wir da die Konter nicht sauber zu Ende gespielt“, ordnete SVW-Trainer Dais den Erfolg ein. „Dass wir überall noch Luft nach oben haben, war aber auch zu sehen“, meinte der Nußlocher.

Trainer Dais veränderte seine Startformation im Vergleich zum jüngsten 2:1-Erfolg gegen Koblenz auf zwei Positionen. Für Angreifer Maurice Deville bekam Benedikt Koep wieder von Beginn an eine Chance und auf der linken Außenbahn erhoffte sich der Waldhof-Coach von Gianluca Korte mehr Impulse als zuletzt von Jannik Sommer. Akzente in der Vorwärtsbewegung setzte zunächst aber der Aufsteiger, der mehr Laufbereitschaft investierte und gar nicht daran dachte, sich vor dem großen Namen zu verstecken oder in sonst irgendeiner Form Respekt zu zeigen. Deshalb gehörte die erste nennenswerte Chance dann auch folgerichtig den Hessen, als Del Angelo Williams Waldhof-Innen-Verteidiger Kevin Nennhuber entwischte, aber rechts am Tor vorbei zielte.

Ein scharf vors Tor gezogener Freistoß von Erdinc Solak von der halblinken Seite stellte SVW-Torwart Markus Scholz dann sichtlich vor Probleme, danach zeigte der SVW aber, wie er zum Erfolg kommen könnte. Über Diring und Ivan ging es schnell über rechts, in der Mitte spritzte der Ball und viel Sand auf, Koep verstolperte die Hereingabe. Vor allem im Abwehrzentrum offenbarte Stadtallendorf nun deutliche Probleme und auch die Waldhöfer Führung kam durch diese Lücke zustande. Nach einem gewonnenen Kopfballduell im Mittelfeld verwirrte Koep die Eintracht-Hintermannschaft, als er aus dem passiven Abseits kam, Hebisch schaltete dagegen schneller und schickte Korte allein aufs Tor, der sich mit Hilfe des Innenpfostens zum 1:0 bedankte (30.).

Ob dieses Ergebnis nun dem Spielverlauf entsprach, stand auf einem anderen Blatt, aber der SVW hatte offenbar die Stelle gefunden, an der Stadtallendorf verwundbar war. Koeps cleverer Heber in den Strafraum genügte, um die Defensive des Aufsteigers erneut bloßzustellen, Markus Auer spielte Andreas Ivan den Ball gerade noch vom Fuß. Umso ärgerlicher, dass sich der SVW gerade in dieser kleinen Drangphase den Ausgleich fing. Ein Steilpass genügte, um Laurin Vogt im Strafraum in Position zu bringen, und Markus Scholz griff in die Beine des Eintracht-Akteurs statt nach dem Ball. Den fälligen Strafstoß verwandelte Solak zum 1:1-Halbzeitstand.

Nach dem Wechsel zeigte sich dann relativ schnell, dass sich Stadtallendorf mit diesem Ergebnis durchaus anfreunden konnte. Der Aufsteiger lauerte auf Konter und ließ den Favoriten nun kommen, für den das Remis eigentlich zu wenig war. Mit ihren Räumen konnten die Mannheimer aber zunächst relativ wenig anfangen, eine Kombination Richtung Grundlinie und Hebischs Flanke von rechts, die Korte nicht richtig traf, war zunächst der einzig nennenswerte Angriff (61.). Gegen die in der Mitte massiv stehenden Hessen schien es kein Durchkommen zu geben, der Aufsteiger war mit einem Solak-Freistoß (82.) und einem Kopfball von Ceyhun Dinler (86.) dem Sieg plötzlich sogar näher als der SVW. „Da haben wir sogar Glück gehabt, dass wir nicht zurückliegen“, meinte Trainer Dais, der sich dann aber über einen Strafstoß für sein Team freuen durfte, nachdem Kevin Vidakovics Andreas Ivan zu Fall brachte. Der eingewechselte Jannik Sommer, der den Ball zuvor auf Ivan gepasst hatte, verwandelte zum erlösenden 2:1 (86.) und legte in der Nachspielzeit mit einer klasse Einzelleistung sogar zum 3:1 nach. Damit war der Sieg der Mannheimer perfekt. Stadtallendorfs Frust entlud sich in einem Foul von Solak an Koep, für das der Eintracht-Spielmacher die Rote Karte sah.


Quelle: Mannheimer Morgen – 30.09.2017



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