Spielbericht 16. Spieltag 15/16 SV Waldhof Mannheim - SV Elversberg

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SV Waldhof Mannheim 07 1:0 (0:0) SV Elversberg
SV Waldhof Mannheim.png 16.Spieltag
Samstag, 7. November 2015, 14 Uhr MESZ, Carl-Benz-Stadion

Endstand 1:0

Zuschauer: 7.112
Schiedsrichter: Reichel (Sindelfingen), Assistenten: Hellwig (Böblingen), Gegner (Weinsberg)

SV Elversberg Logo big.png
Startelf (Spielsystem 4-2-3-1):

Scholz - Müller, Fink, Sabah, Mühlbauer - Balitsch, di Gregorio - Ibrahimaj, Förster, Sommer - Burgio - Trainer: Kenan Kocak

Einwechslungen:

Scored after 60 minutes 60' Lindner für di Gregorio
Scored after 70 minutes 70' Celik für Burgio
Scored after 88 minutes 88' Neupert für Sommer

Reserve: Broll (Tor), M.Seegert, P.Haag, Nag

Es fehlten: N.Seegert (anhaltende Leistenbeschwerden), Straub, Sökler, Zahn, Y.Haag, Cetin, Marx, Mar.Schilling, Max.Schilling (alle nicht berücksichtigt, geschont oder verletzt)

Startelf (Spielsystem 4-2-3-1):

Jensen - Berzel, Pflügler, Feisthammel, Birk - Grech, Washausen - Obernosterer, Dulleck, Oesterhelweg - Tunjic - Trainer: Michael Wiesinger

Einwechslungen:

Scored after 76 minutes 76' Merkel für Obernosterer
Scored after 76 minutes 76' Sellentin für Dulleck
Scored after 87 minutes 87' Michel für Oesterhelweg

Reserve: Vollborn (Tor), Kohler, Groß, Biankadi

Scored after 67 minutes 67' 1:0 Lindner (Rechtsschuss, Vorarbeit Mühlbauer)

Yellow card.png Fink


Yellow card.png Dulleck, Feisthammel

Beste Spieler: folgen


Bericht:


SV Waldhof siegt im Topduell gegen SV Elversberg

Von Rüdiger Ofenloch

Kenan Kocak ließ sich nicht lumpen. Die Fans skandierten mehrmals seinen Namen. Der Trainer, kurz zuvor in den Katakomben verschwunden, joggte zurück auf den Platz - und feierte gemeinsam mit Spielern und Fans das 1:0 (0:0) des SV Waldhof über die SV Elversberg. Sebastian Lindner hatte in der 67. Minute aus 16 Metern trocken eingenetzt.

Spitzenduell im Südwesten

Es war das Spitzenspiel der Regionalliga Südwest, das 7.112 Zuschauer und die komplette Waldhof-Mannschaft inklusive Trainerstab in Wallung versetzte. Durch den verdienten Erfolg sind die Kurpfälzer dem selbst ernannten Aufstiegsfavoriten aus dem Saarland um vier Punkte enteilt. Und: Über weite Teile der 90 Minuten war der SVW das aktivere und das forschere zweier Top-Teams, die sich in erster Linie ein Pressing- und Gegen-Pressing-Duell zwischen den Strafräumen lieferten.

Der neue und alte Spitzenreiter hat nun drei Zähler Vorsprung auf Eintracht Trier (3:0 gegen Pirmasens) und die - wenn auch recht belanglose - Herbstmeisterschaft direkt vor Augen. Dabei war das Spiel gegen Elversberg bei weitem nicht das beste in dieser Saison, mehr ein Sieg des Willens als der Qualität. Man sei dieses Mal vor allem über das Läuferische und Kämpferische gekommen, sagte Waldhofs Ali Ibrahimaj, der überwiegend auf dem rechten Flügel ein enormes Laufpensum abspulte.

Nach dem Spiel strahlte der gebürtige Rüsselsheimer. "Richtig geil", sagte er nach seinem Gefühl gefragt. "Die Stimmung war richtig geil, die Fans haben uns gepusht. Wir waren so heiß aufs Spiel" sagte Ibrahimaj und unterschlug die Rolle seines Trainers nicht, der die Truppe auch emotional sehr gut auf die Partie eingestellt habe. Die Mannheimer waren von der ersten Minute an präsenter, reagierten entschlossener in Zweikämpfen und bei Ballverlusten.

"Da waren wir zu passiv", sagte Michael Wiesinger. Der Trainer der SVE war mit der ersten Hälfte überhaupt nicht einverstanden, sah nach der Pause aber seine Mannschaft "am Drücker". Tatsächlich prüfte erst Maximilian Oesterhelweg die Reflexe von Waldhof-Torwart Markus Scholz (52.), dann Patrick Dulleck die Qualität des Quergestänges (61.). Mitten in die stärkste Elversberger Phase fiel dann das 1:0 für Mannheim. Rechtsverteidiger Christian Mühlbauer schaltete sich in einen Konter ein, scheiterte aus knapp 19 Metern am Pfosten, holte sich den Ball zurück und legte quer zu Sebastian Lindner, der auf Höhe des Elfmeterpunktes von der Strafraumkante flach ins Eck traf (67.).

"Persönliches Highlight"

Es war Mühlbauers Sahnemoment, überhaupt machte der sonst offensiv eher unauffällige Abwehrmann eine ganz starke Partie. Für Sebastian Lindner war der Moment nicht minder wertvoll: "Klar, das war das persönliche Highlight für mich. Es ist schön, dass ich mich für meine Leistungen im Training belohnt habe." Zugleich verbot sich Lindner jede Form der Überheblichkeit: "Es wäre fatal, jetzt schon an den Aufstieg zu denken."

Fakt ist: Wer mit Saarbrücken und Elversberg die beiden selbst erklärten Platzhirsche der Liga schlägt, die starken Trierer schlägt, wer sich gegen die vermeintlich Kleinen keine Ausrutscher erlaubt und mit nur einer Niederlage aus allen Top-Spielen kommt, der kommt um die Favoritenrolle nur noch mühsam herum. "Es ist nicht schwer, auf dem Boden zu bleiben. Der Trainer kriegt das ganz einfach hin. Wir wissen: Es ist noch ein langer Weg", sagte Ali Ibrahimaj dazu.

Gegen Elversberg hatten die Waldhof-Buben ein ordentliches Brett zu bohren. "Dass sie so tief standen, hat uns schon überrascht", sagte Waldhof-Stürmer Giuseppe Burgio, der sich in unzähligen Zweikämpfen um den Preis für die meisten blauen Flecke bewarb. Zu Chancen kamen die Mannheimer äußerst selten - nicht nur wegen der rauen Gangart, sondern auch wegen der hohen taktischen Disziplin der Elversberger.

Michael Fink (22.) hatte noch die größte von doch sehr kleinen Torgelegenheiten in der ersten Halbzeit. Nach dem Wechsel hatte Philipp Förster die erste und die zweite Chance des SVW (47. und 80.), Lindner nach seinem Tor noch das 2:0 auf dem Fuß (80.). Ein letztes Aufbäumen der SVE blieb ohne Effekt - auch weil Alban Sabah in seinem ersten Spiel von Anfang an eine Klasseleistung im Abwehrzentrum zeigte.


Quelle: Mannheimer Morgen – 7.11.2015



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