Spielbericht 16/17 BFV-Rothaus-Pokal - HF: SG HD-Kirchheim - SV Waldhof

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SG Heidelberg-Kirchheim 7:6 (0:0, 0:0) nach Elfmeterschießen SV Waldhof Mannheim 07
59 logo.jpg BFV-Pokal, Halbfinale
Samstag, 10. Dezember 2016, 13 Uhr, Sportzentrum Heidelberg-Süd

Endstand 7:6

Zuschauer: 1.164
Schiedsrichter: Siegl (Mosbach), Assistenten: Specker (Heilbronn), Schäfer (Mudau/Buchen)

SV Waldhof
Startelf (Spielsystem: 4-4-2):

Jäger – Rehberger, Rau, Schäfer, D.Kiefer – Göttmann, J.Rehm, Hilbert, Aydingülü – Angermund, Gessel – Trainer: Manuel Wengert

Einwechslungen:

Scored after 69 minutes 69' Gurley für Angermund
Scored after 80 minutes 80' Feßler für Göttmann
Scored after 105 minutes 105' Brummer für Hilbert

Reserve: Albrecht (Tor), Öztürk, Yamada, Sarau, Herbel, Singhaninh

Startelf (Spielsystem: 4-1-3-2):

ScholzM.Müller, M.Seegert, Schultz, AminFinkIbrahimaj, Förster, SommerHebisch, Koep – Trainer: Gerd Dais

Einwechslungen:

Scored after 60 minutes 60' Korte für Sommer
Scored after 72 minutes 72' Burgio für Ibrahimaj
Scored after 106 minutes 106' Popovits für Amin

Reserve: Cetin (Tor), Rodriguez-Schwarz, Gärtner, L.Kiefer, N.Seegert

Es fehlten: B.Müller (Meniskusriss im rechten Knie), Nag (Innenbanddehnung im linken Knie), Ederson (Fersensporn), di Gregorio (Reha nach Kreuzbandriss), Strifler, Ramaj (beide im Trainingsbetrieb der 2.Mannschaft), Gäng, Weis, Marx, Köroglu (alle nicht berücksichtigt)

Yellow card.png J.Rehm, Brummer

Yellow card.png keiner

Elfmeterschießen: 0:1 Schultz, 1:1 D.Kiefer, 1:2 Korte, 2:2 J.Rehm, 2:3 M.Seegert, 3:3 Aydingülü, 3:4 Hebisch, 4:4 Gessel, 4:5 Popovits, 5:5 Rau, 5:6 Burgio, 6:6 Rehberger, M.Müller scheitert an Jäger, 7:6 Feßler

Beste Spieler: folgen

Bericht:


Elfmeterschießen in BFV-Pokal-Halbfinale: Kirchheim übertölpelt Waldhof

In einem dramatischen Spiel unterliegt der haushohe Favorit aus Mannheim dem Underdog aus Heidelberg im Elfmeterschießen. Der Sieg des Außenseiters ist nicht einmal unverdient.

Heidelberg. Nach dem letzten Elfmeter brachen alle Dämme. Spieler rissen sich die Trikots vom Leib, Kinder sprangen auf den Platz und lagen sich tanzend in den Armen. Selbst dem Pressesprecher fehlten viele Minuten später noch die Worte. Der 7:6 (0:0, 0:0)-Erfolg im Elfmeterschießen löste bei der SG Heidelberg-Kirchheim ein Erdbeben aus, der sensationelle Sieg des Verbandsligisten über den Regionalliga-Topklub Waldhof Mannheim im BFV-Pokal-Halbfinale brachte die Anhänger des Underdogs zum Ausrasten. Von den Waldhof-Spielern waren da schon fast alle in der Kabine verschwunden. Zu tief saß der Schock nach den 120 Minuten plus Elfmeterdrama - zumal der Traum, sich nach 2003 zum ersten Mal wieder für den DFB-Pokal zu qualifizieren, ein genauso spektakuläres wie unerwartetes Ende fand. Eigentlich sollte der Einzug ins Finale des Verbandspokals nur Formsache sein. Stattdessen erlebte der SVW im kleinen Kirchheim ein gewaltiges Desaster. "Dieses Ergebnis ist eine maßlose Enttäuschung", sagte Waldhof-Trainer Gerd Dais. Marcel Seegert starrte, in eine dicke Decke eingehüllt, ins Leere. "Was soll ich sagen? Das ist Pokal", sagte der Verteidiger und spielte damit auf den Fluch der Mannheimer in diesem Wettbewerb an.

Dabei waren die Waldhöfer bestens aus den Startlöchern gekommen. In der zwölften Minute brach Hassan Amin auf links durch, fand Nicolas Hebisch in der Minute. Der Stürmer konnte sich die Ecke aussuchen - und traf den Pfosten. Fünf Minuten später nahm das Unglück für Hebisch neue Dimensionen an: Nach Traumpass von Philipp Förster ließ er seinen Gegenspieler aussteigen, wollte gerade einschieben und trat dann über den Ball. "Wir hatten uns genau das vorgenommen: früh in Führung gehen und dann seriös zu Ende spielen. Das ist uns leider nicht gelungen. Und was dann passiert ist, ist schwer zu beschreiben", sagte Seegert. Nach der zweiten Hebisch-Großchance kam ein Bruch ins Waldhof-Spiel. Bälle wurden schlecht gepasst und leicht verloren, die Kirchheimer kamen immer besser in die Zweikämpfe und so auch zu Konterchancen. Mehrmals gelang es dem krassen Außenseiter, hinter Mannheims letzte Linie zu kommen. Mit ein bisschen mehr Cleverness hätte die SGK ebenfalls früh treffen können. Marcel Angermund verstolperte zwei gute Gelegenheiten (4./9.), Seegert und Michael Schultz mussten mehrmals in höchster Not dazwischen grätschen.

Dass die Waldhof-Fans nach 40 Minuten erstmals den Schlachtruf vom "Kämpfen und Siegen" anstimmten, ist bezeichnend. Den Kampf nämlich boten vor allem die Kirchheimer. Und taten das auch noch richtig abgezockt. Hart aber fair in den Zweikämpfen, immer nah am Gegenspieler, nie die Ordnung verlassend: So raubten sie Mannheim auch den letzten Nerv. Zumal es bis zur 60. Minute dauerte, bis die Blau-Schwarzen selbst wieder zu ihrem Spiel fanden. Der eingewechselte Gianluca Korte (63.) und Förster (88.) hatten die besten Chancen, auf der Gegenseite scheiterte Marcel Gessel (85.) frei vor Scholz.

Wer dachte, in der Verlängerung würden die Waldhöfer den Sack zumachen, sah sich getäuscht. Mannheim drückte zwar, doch Kirchheim hatte bei zwei Kontern das Siegtor auf dem Fuß. Im Elfmeterschießen trafen dann die ersten zwölf Schützen allesamt sicher. Dann schoss Marco Müller zu mittig, Alexander Jäger, einst beim VfR Mannheim im Kasten, hielt. Schließlich machte sich Marcel Feßler mit seinem Tor zum 7:6 zum Pokal-Helden - und den SVW zum Narren. (rüo)

Quelle: Mannheimer Morgen – 10.12.2016



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