Spielbericht 17. Spieltag 15/16 SV Saar 05 Saarbrücken - SV Waldhof Mannheim

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SV Saar 05 Saarbrücken 1:0 (0:0) SV Waldhof Mannheim 07
Saar 05.png 17.Spieltag
Sonntag, 22. November 2015, 14 Uhr MESZ, Ludwigsparkstadion

Endstand 1:0

Zuschauer: 350
Schiedsrichter: Weickenmeier (Frankfurt), Assistenten: Vonderschmidt (Mühlheim), Glaser (Wiesbaden)

SV Waldhof
Startelf (Spielsystem 5-4-1):

Birkenbach - Gornik, Britz, Eggert, D.Seibert, Simon - Heid, Cissé, D.Engel, Schug - Dausend - Trainer: Timon Seibert

Einwechslungen:

Scored after 70 minutes 70' Anton für Heid
Scored after 74 minutes 74' Fritz für Dausend
Scored after 86 minutes 86' Singh für Schug

Reserve: Lehmann (Tor), Fuhr, J.-P.Engel, Marte

Startelf (Spielsystem 4-2-3-1):

Scholz - Müller, M.Seegert, Fink, Mühlbauer - Lindner, di Gregorio - Ibrahimaj, Förster, Sommer - Burgio - Trainer: Kenan Kocak

Einwechslungen:

Scored after 55 minutes 55' Sökler für Burgio
Scored after 64 minutes 64' Marx für Lindner
Scored after 69 minutes 69' P.Haag für Mühlbauer

Reserve: Broll (Tor), Sabah, Neupert, Nag

Es fehlten: N.Seegert (anhaltende Leistenbeschwerden), Balitsch (vertragliches Engagement im ZDF-Fernsehen), Straub, Celik, Zahn, Y.Haag, Mar.Schilling, Max.Schilling, Cetin (alle nicht berücksichtigt, geschont oder verletzt)

Scored after 90+1 minutes 90+1' 1:0 Cissé

Yellow card.png D.Engel, Cissé, Britz, Schug

Yellow card.png Lindner, di Gregorio, Sökler

Beste Spieler: folgen

Bericht:


SV Waldhof Mannheim verliert gegen Saarbrücken - Die gute Stimmung ist futsch

Wie paralysiert standen die Spieler des SV Waldhof auf dem Rasen des Saarbrücker Ludwigspark-Stadions, Kenan Kocak trat direkt nach Abpfiff die Flucht in die Kabine an. Eine insgesamt formidable Hinrunde endete für den Mannheimer Fußball-Regionalligisten mit einer frustrierenden Enttäuschung. 90 Minuten lang hatte der SVW das Tor des Tabellenletzten SV Saar 05 Saarbrücken belagert, mehrere hochkarätige Chancen vergeben - und am Ende in der Nachspielzeit durch ein Kontertor von Salif Cisse höchst unglücklich mit 0:1 (0:0) verloren. Die sicher geglaubte Herbstmeisterschaft schnappte den Waldhöfern am letzten Hinrunden-Spieltag noch Eintracht Trier vor der Nase weg. Aber viel schlimmer: Die gute Stimmung ist mit der Pleite beim zuvor sieglosen Schlusslicht und dem Pokal-Aus gegen Astoria Walldorf in der Vorwoche erst einmal futsch. Waldhof-Coach Kocak war ebenfalls bedient. "Wir sind natürlich sehr enttäuscht, denn wir wollten das Spiel gewinnen. Aber wenn man im Fußball die Chancen nicht reinmacht, dann ist es auch schwer, ein Spiel zu entscheiden. Wenn wir 1:0 in Führung gegangen wären, hätten wir andere Räume bekommen", sagte der 34-Jährige, der das Fehlen von Kapitän Hanno Balitsch als einen der Hauptfaktoren für die überflüssige Niederlage ausmachte. "Heute haben wir gesehen, was ein Führungsspieler bedeutet, wenn er nicht da ist. Heute haben wir auch gesehen, welcher Spieler ein guter ist, aber noch nicht die Qualität hat, um eine Mannschaft zu führen. Das ist sehr lehrreich für uns", fand Kocak deutliche Worte der Kritik an seinem Team: "Es kann nicht sein, dass wir nur von einem Spieler abhängig sind. Man kann sich nicht hinter zwei Ex-Profis verstecken und wenn es darauf ankommt, ist die Körpersprache und Mentalität nicht da." Balitsch war wegen seines Jobs als ZDF-Experte freigestellt gewesen.

Chancen am Fließband

Das Spiel geriet vom Anpfiff weg zu der erwartet zähen wie einseitigen Angelegenheit: Der Aufsteiger aus dem Saarland formierte eine Fünferkette und schien einzig darauf aus, mit einem extrem verdichteten Abwehrzentrum, robusten Zweikämpfen und vielen kleinen Fouls den Spielfluss der haushoch überlegenen Mannheimer zu zerstören. Der SVW tat sich schwer, den defensiv gut organisierten Saar-Beton zum Bröckeln zu bringen. Giuseppe Burgio und Philipp Förster trafen im Angriff immer gleich auf mehrere Gegenspieler, über die Außen kam der Tabellenführer zu selten durch, und in den wenigen Umschaltsituationen mangelte es an Genauigkeit. Die Kocak-Elf benötigte dringend das, was man im Fußballdeutsch einen Dosenöffner nennt - den Führungstreffer, der den destruktiven Gegner zwingt, sich am Spiel zu beteiligen. Doch als sich Philipp Förster nach starkem Steilpass von Jannik Sommer die große Chance zum 1:0 bot, parierte Saar-05-Schlussmann Marc Birkenbach glänzend (26.). Die folgende Ecke setzte Ersatzkapitän Michael Fink knapp neben das Tor (27.). Auch nach der Pause hatten Ibrahimaj und Förster (73.) sowie Jannik Sommer (77., 78.) beste Gelegenheiten zur Führung. Doch dann kam es, wie es so oft in solchen Partien kommt. Saar 05 schlug einen langen Ball nach vorn, Cisse düpierte Marco Müller und umkurvte SVW-Keeper Markus Scholz (90.+1). Der eingewechselte Marcel Sökler setzte die Großchance zum Last-Minute-Ausgleich noch über das Tor. Das passte zu diesem gebrauchten Waldhof-Nachmittag. "Für uns ist das eine Katastrophe", meinte Sommer: "Wir müssen eben von unseren drei, vier Hundertprozentigen eine machen. Dann wird das ein ganz anderes Spiel." (alex)


Quelle: Mannheimer Morgen – 22.11.2015



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