Spielbericht 18. Spieltag 53/54 Hessen Kassel – SV Waldhof

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KSV Hessen Kassel 1:1 (1:1) SV Waldhof Mannheim 07
KSV Hessen Kassel.png 18.Spieltag
Sonntag, 3. Januar 1954, Auestadion

Endstand 1:1

Zuschauer: 12.000
Schiedsrichter: Dusch (Kaiserslautern)

Waldhof Mannheim
Startelf:

Laue - Hutfles, Öttler - Dinger, Zimmer, Deeg - Daubert, Metzner, Hellwig, Schmied, Grabsch - Trainer: Rudolf Gellesch

Startelf:

Lennert - Rößling, Schall - Herbold, Ratzel, Kleber - Heim, Rube, Lipponer, Mayer, Hohmann - Trainer: Hans Wendlandt

Tor 1:0 Metzner (22.)

Tor 1:1 Heim (31.)

Beste Spieler: Hutfles, Öttler, Zimmer – Lennert, Rößling, Herbold

Bericht:


Verdienter Punktgewinn für Waldhof

Mannheimer hatten auch die bessere Kondition / Vor 12.000 Zuschauern Hessen Kassel – SV Waldhof 1:1 (1:1)

Vor 12.000 Zuschauern traten die Waldhöfer in der Aufstellung wie am vergangenen Sonntag, also wieder ohne den erkrankten Wagner, an, während die Kasseler auf so starke Stützen wie Siebert, Knothe und den verletzten Schmied verzichten mußten. Erstmals hatte es in Kassel in der Nacht zum Sonntag geschneit. Beide Mannschaften fanden sich jedoch mit dem glatten Boden nach kurzer Anlaufzeit überraschend gut ab, so daß es bereits in der ersten Halbzeit ein flottes und auch technisch gutes Spiel gab.

Zwar kurbelten Lipponer, Rube und Herbold das Waldhöfer Kombinationsspiel immer wieder an, doch stieß der Gästesturm bei der überraschend starken KSV-Abwehr auf harten Widerstand. Die besseren Chancen hatten in dieser Zeit die Kasseler. Sie gingen in der 22. Minute in Führung, als Metzner einen Steilpaß von Hellwig aufnahm und von der 16-,m-Linie aus Lennert mit plarciertem Flachschuß schlug. In den beiden folgenden Minuten hatten die Waldhöfer unerhörtes Glück, als zuerst Linksaußen Grabsch und unmittelbar darauf Hellwig an die Latte schossen. Etwas unerwartet fiel in dieser Kasseler Drangperiode in der 31. Minute der Ausgleich, als Lipponer auf der linken Seite Stopper Zimmer stehen ließ und Rechtsaußen Heim mit einer vorbildlichen Flanke bediente, die dieser aus nächster Entfernung nur noch einzudrücken brauchte. Den möglichen Kasseler Führungstreffer verhinderte Verteidiger Rößling eine Minute vor Halbzeit, als er auf der Torlinie stehend einen Kopfball von Metzner abwehrte.

Ein Nachlassen der Kräfte war auf dem schweren Böden nach Halbzeit unvermeidlich und unverkennbar. Die Kasseler schraubten das Eckenverhältnis zwar auf 10:3, hatten durch Hellwig, Grabsch und Daubert auch weitere gute Einschußgelegenheiten, aber auf der Gegenseite hätte bei etwas Glück bei Kopfbällen von Lipponer und Rube sowie auch einem prächtigen Flankenlauf von Heim ebenso gut das zweite Tor fallen können.

Kritisch ist zu sagen, daß die Waldhöfer verdient den einen Punkt mitnahm, denn sie zeigten nicht nur das genauere und planvollere Zuspiel, sondern blieben dank ihrer ausgezeichneten Kondition auch bei der stürmischen Offensive der Kasseler immer gefährlich. Gestützt auf die ausgezeichnete Abwehr mit Rößling und dem bei sämtlichen Kasseler Eckbällen hervorragend abwehrenden, sehr sicheren Torhüter Lennert konnte sich die Läuferreihe, angeführt von Herbold, in genügendem Maße auch dem Aufbau widmen. Von der technischen Raffinesse eines Willi Rube und der Schnelligkeit des kleinen Mayer profitierten die beiden Außenstürmer ebenso wie Lipponer. H.Henke


Quelle: Mannheimer Morgen 04.01.1954




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