Spielbericht 18/19 16.Spieltag: SV Waldhof Mannheim - FC-Astoria Walldorf

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SV Waldhof Mannheim 07 3:3 (1:1) FC Astoria Walldorf
SV Waldhof Mannheim.png 16.Spieltag
Samstag, 3. November 2018, 14 Uhr, Carl-Benz-Stadion

Endstand 3:3

Zuschauer: 4.892
Schiedsrichter: Eckermann (Waiblingen), Assistenten: Dürr (Mötzingen), Bauch (Sillenbuch)

FC Astoria Walldorf.png
Startelf (Spielsystem 4-2-3-1):

ScholzMeyerhöfer, Schultz, Mi.Schuster, R.KorteMa.Schuster, KernDiring, Deville, SommerSulejmani – Trainer: Trainer: Bernhard Trares

Einwechslungen:

Scored after 64 minutes 64' Bouziane für Sommer
Scored after 81 minutes 81' Hirsch für Kern

Reserve: Gäng (Tor), Nag, Hofrath, Weik, Flick

Es fehlten: Conrad (Rückenprobleme), G.Korte (Muskelfaserriss), Celik (Syndesmose- und Außenbandriss im Knöchel), Just, Weißenfels (beide Trainingsrückstand nach Zehenverletzungen), Sprecakovic (Reha nach Knorpelschaden und verdrehter Kniescheibe), Weis (nicht berücksichtigt)


Startelf (Spielsystem 4-4-2):

Rennar – Kiermeier, Nyenty, Müller, Pellowski – Fahrenhorst, Grupp, Horn, Meyer – Wekesser, Groß – Trainer: Matthias Born

Einwechslungen:

Scored after 56 minutes 56' Kranitz für Horn
Scored after 74 minutes 74' Pander für Groß
Scored after 85 minutes 85' Batke für Fahrenholz

Reserve: Lawall (Tor), Schaffer, Tzimanis, Hofmann

Scored after 28 minutes 28' 1:0 Kern (Kopfball, Vorarbeit Diring)
Scored after 58 minutes 58' 2:2 Kern (Kopfball, Meyerhöfer)
Scored after 68 minutes 68' 3:3 Sulejmani (Rechtsschuss, Deville)

Yellow card.png Sommer, Diring

Bes.Vorkommnis: Trainer Trares und Sportdirektor Kientz wegen Reklamierens auf die Tribüne verwiesen (81.)

Scored after 30 minutes 30' 1:1 Meyer
Scored after 52 minutes 52' 1:2 Meyer
Scored after 60 minutes 60' 2:3 Meyer

Yellow card.png Wekesser, Pellowski, Kiermeier

Beste Spieler: Meyerhöfer, Kern - Meyer

Bericht:


Remis gegen Schlusslicht Walldorf - SV Waldhof: Schiedsrichter-Wut und ein ärgerliches 3:3

Jochen Kientz musste sich disziplinieren, um nicht öffentlich Dinge zu sagen, die ihm hinterher auf die Füße fallen könnten. Der Sportchef des SV Waldhof war außer sich über die Leistung des Schiedsrichters beim spektakulären 3:3 (1:1) des Mannheimer Regionalliga-Spitzenreiters gegen den FC Astoria Walldorf. „Sicher haben wir heute auch den einen oder Fehler zu viel gemacht. Es war garantiert nicht unsere beste Leistung“, meinte der Ketscher – und legte dann richtig los: „Was der Schiedsrichter gepfiffen hat, war eine bodenlose Frechheit. So etwas habe ich noch nie erlebt.“

Kientz und Trainer Bernhard Trares waren im Laufe der zweiten Halbzeit vom Referee sogar auf die Tribüne verwiesen worden, weil sie sich über die Spielleitung von Marc Philip Eckermann aufgeregt hatten. Man muss sagen: Die Waldhof-Bank echauffierte sich zurecht. Denn der erst 21-Jährige hatte sich in seinem erst vierten Regionalliga-Spiel völlig überfordert präsentiert. Eine willkürlich erscheinende Zweikampf-Interpretation, keine Souveränität, Fehler in der Auslegung der Vorteilsregel – Eckermann entglitt die Partie in der zweiten Halbzeit vollends, auch wenn ihm kein klarer spielentscheidender Fehler unterlief. „Wir fühlen uns schon ein bisschen benachteiligt. Das ganze Stadion war unzufrieden. Viele Entscheidungen konnte man nicht nachvollziehen, das war richtig schlecht“, sagte Trares, stellte aber auch klar: „Nichtsdestotrotz sind wir für das Ergebnis verantwortlich. Das hat nichts mit dem Schiedsrichter zu tun. Man muss aber auch sagen, dass Walldorf es sehr gut gemacht hat.“

Insgesamt zeigte der SVW eines seiner schwächsten Saisonspiele. Erst in der zweiten Halbzeit nahm die hochgelobte Mannheimer Offensive Fahrt auf – hinten präsentierte sich der Tabellenführer aber über die komplette Spielzeit viel zu anfällig. Das lag auch daran, dass Kapitän und Abwehrchef Kevin Conrad wie befürchtet mit Rückenproblemen ausfiel. „Er ist einer der besten Abwehrspieler der Liga und hat uns schon gefehlt“, erklärte Sportchef Kientz. Für Conrad verteidigte Mirko Schuster zentral. Als Linksverteidiger stellte Coach Trares wie schon beim 2:0-Sieg in Elversberg den eigentlich offensiv veranlagten Raffael Korte auf, der an Achillessehnenproblemen laborierende Marcel Hofrath saß als etatmäßige Lösung zumindest wieder auf der Bank.

Dass im Carl-Benz-Stadion der Spitzenreiter und das Schlusslicht aufeinandertrafen, davon war lange nichts zu sehen. Beim Offensivspiel des SVW steckte mächtig Sand im Getriebe, gegen das Walldorfer 4-4-2-System fand die Trares-Elf in der ersten Hälfte so gut wie nie ein spielerisches Durchkommen. Und als nach einer knappen halben Stunde aus einer Standardsituation die Führung entstand, schenkten sie die Mannheimer quasi im Handumdrehen wieder weg. Valmir Sulejmani hatte einen Freistoß herausgeholt, den Dorian Diring butterweich aus dem Halbfeld in die Mitte flankte – Kern köpfte gegen seinen Ex-Club zum 1:0 ein (28.). Doch fast im Gegenzug passte der Waldhof auf der linken Abwehrseite nicht auf, die Hereingabe verwertete Marcus Meyer zum schnellen Ausgleich (30.). „Das darf uns natürlich nicht passieren“, kritisierte Coach Trares. Und Co-Kapitän Marco Schuster ergänzte: „Das war der Knackpunkt. Es war zu erwarten, dass wir einen schweren Start haben werden, aber wir dürfen nach dem 1:0 nicht sofort den Ausgleich kriegen. Sonst hätten wir das Spiel unter Kontrolle bekommen.“ Letztlich konnte der SVW, der aus dem Spiel heraus in den 45 Minuten keine klare Chance herauskombinierte, aber sogar froh sein, nicht mit einem Rückstand in die Kabine zu gehen: Der Walldorfer Tim Grupp zielte aus elf Metern knapp drüber (43.).

Das sollte aber erst die Ouvertüre für eine zweite Hälfte sein, die es in sich hatte. Erst fiel Meyers Distanzschuss nach einer abgewehrten Ecke aus 22 Metern vom Pfosten ins Waldhof-Netz (52.). Vom 1:2 hatten sich die Mannheimer gerade in Person von Kern erholt, der nach einer kurz ausgeführten Ecke die Flanke des starken Meyerhöfer unter Mithilfe eines Walldorfers zu seinem zweiten Treffer ins Netz köpfte (58.), als Conrad-Ersatz Mirko Schuster der Astoria die nächste Führung schenkte: Nach einem langen Schlag klärte der Mannheimer Verteidiger nicht entscheidend, Meyer nahm die Kugel und schoss zum 2:3 ein (60.) – ein Dreierpack im Benz-Stadion. Doch der Waldhof zeigte Mentalität: Deville fand Sulejmani in der Mitte, der zum erneuten Ausgleich einschoss (68.). Nicht auszudenken, was im durch die zweifelhaften Entscheidungen des Schiedsrichters ohnehin aufgeheizten Carl-Benz-Stadion los gewesen wäre, wenn der Schuss des eingewechselten Mounir Bouziane in der sechs Minuten langen Nachspiel nicht von Tabe Nyenty am Pfosten vorbei bugsiert worden wäre. Auf der Gegenseite hatten aber auch die Walldorfer bei einer Kontersituation noch die Gelegenheit zum „Lucky Punch.“


Quelle: Mannheimer Morgen – 03.11.2018



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