Spielbericht 18/19 18.Spieltag: SSV Ulm 1846 Fußball - SV Waldhof Mannheim

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SSV Ulm 1846 0:2 (0:1) SV Waldhof Mannheim 07
SSV Ulm 1846.png 18.Spieltag
Samstag, 24. November 2018, 14 Uhr, Donaustadion

Endstand 0:2

Zuschauer: 2.842
Schiedsrichter: Weickenmeier (Frankfurt), Assistenten: Klein (Obertshausen), Scotece (Walldorf)

SV Waldhof
Startelf (Spielsystem 4-4-2):

Ortag – Stoll, Hoffmann, Krebs, Schindele – Braig, Gutjahr, Campagna, Schmidts – Morina, Beck – Trainer: Holger Bachthaler

Einwechslungen:

Scored after 71 minutes 71' Viventi für Stoll
Scored after 74 minutes 74' Lux für Morina
Scored after 79 minutes 79' Sapina für Campagna

Reserve: Hundertmark (Tor), Bradara, Gashi, Jann

Startelf (Spielsystem 4-2-3-1):

ScholzMeyerhöfer, Conrad, Schultz, R.KorteMa.Schuster, DiringBouziane, Deville, SommerSulejmani – Trainer: Trainer: Bernhard Trares

Einwechslungen:

Scored after 60 minutes 60' G.Korte für Sommer
Scored after 65 minutes 65' Mi.Schuster für Conrad
Scored after 85 minutes 85' Kern für Sulejmani

Reserve: Gäng (Tor), Weis, Nag, Hirsch

Es fehlten: Celik (Syndesmose- und Außenbandriss im Knöchel), Marcel Hofrath (Achillessehenprobleme), Just, Weißenfels (beide Trainingsrückstand nach Zehenverletzungen), Sprecakovic (Reha nach Knorpelschaden und verdrehter Kniescheibe), Weik, Flick (beide nicht berücksichtigt)


Yellow card.png Scheithauer

Scored after 39 minutes 39' 0:1 Sulejmani (Rechtsschuss, ohne Vorarbeit)
Scored after 90+2 minutes 90+2' 0:2 Hoffmann (Eigentor)

Yellow card.png Meyerhöfer, Conrad (bereits ausgewechselt)

Beste Spieler: Braig, Beck – Scholz, Schultz, Ma.Schuster, Sulejmani

Bericht:


Hauptsache gewonnen

Die lautstarken Gesänge im Ulmer Hauptbahnhof machten klar, wer an diesem Novembernachmittag etwas zu feiern hatte. „Wir werden Meister dieses Jahr“, skandierten die Waldhof-Fans nach dem schmeichelhaften 2:0 (0:0)-Sieg im Topspiel beim SSV Ulm. Mäßig gespielt, aber mit Glück und Leidenschaft dennoch bei einem heimstarken direkten Konkurrenten gewonnen – das sind die Siege, die in der Endabrechnung enorm wertvoll sein können. „Heute sind wir der glückliche Sieger. Wir haben uns die Punkte vom 0:1 aus dem Hinspiel zurückgeholt. Vielleicht ist das ausgleichende Gerechtigkeit“, sagte Trainer Bernhard Trares nach einer Abwehrschlacht im Donaustadion. Valmir Sulejmani (39.) und ein kurioses Eigentor von Lukas Hoffmann (90.+2) sorgten für den ersten Sieg des SVW in Ulm seit dem Jahr 2009. Die Mannheimer (41 Punkte) verteidigten damit im ersten Rückrunden-Spiel die Tabellenspitze in der Regionalliga Südwest vor dem TSV Steinbach Haiger (37), dem 1. FC Saarbrücken (34) und den nun schon ordentlich distanzierten Ulmern (33).

„Heute war definitiv nicht unser bestes Spiel, sowohl mit als auch gegen den Ball. Aber solche Partien musst du auch einmal gewinnen“, sagte Kapitän Kevin Conrad. Zumindest der Abwehrchef hatte sich nach seinen Oberschenkelproblemen wieder fit genug für die Startelf gemeldet, auch wenn er nach einer guten Stunde als Vorsichtsmaßnahme ausgewechselt wurde. Spielmacher Timo Kern saß zunächst allerdings nur auf der Bank. Für ihn begann wie schon beim 3:0-Sieg beim FSV Mainz 05 II Mounir Bouziane. Nach 45 Minuten führten die Mannheimer zwar mit 1:0 im Donaustadion – brauchten dafür aber jede Menge Dusel und einen starken Torhüter Markus Scholz. Ulm war klar spielbestimmend und hatte die Oberhand im Zentrum, außerdem nutzten die Schwaben die riesigen Lücken auf den Außenbahnen des SVW. Die Waldhöfer wirkten wacklig, verloren viel zu viele Zweikämpfe und entwickelten erst nach einer halben Stunde so etwas wie einen geordneten Spielaufbau. Schon nach drei Minuten lenkte Scholz Adrian Becks Schuss mit einer starken Reaktion über die Latte, Daniel Braig verpasste freistehend eine scharfe Hereingabe nur knapp (26.), und Ersatz-Linksverteidiger Raffael Korte rettete in höchster Not vor Braig (38.). „Ulm hat es sehr gut gemacht und mit einer unheimlichen Wucht gespielt“, meinte Conrad, der sich bei seinem Comeback nach dreiwöchiger Pause über Arbeit nicht beklagen konnte.

Doch statt verdient in Führung zu gehen, lagen die Ulmer trotz eines Eckball-Verhältnisses von 13:2 (!) zur Pause mit 0:1 zurück. Das lag daran, dass sich Valmir Sulejmani nach einer Waldhof-Ecke am Fünfmeterraum klasse durchdribbelte und den Abpraller mit Vehemenz im Netz unterbrachte (39.). „Ich wollte den Ball in die Mitte spielen, er kam glücklich zurück und dann habe ich ihn einfach reingenagelt“, berichtete der Waldhof-Torjäger. Zieht man die passable Chance für Bouziane (29.) ab, der den Ball nicht vernünftig traf, machte der effiziente Spitzenreiter aus einer richtigen Gelegenheit das Tor. Die Halbzeit-Führung sicherstellen musste allerdings eine gewagte Grätsche von Marco Schuster gegen den einschussbereiten Braig – nicht ohne Grund ballte der Mittelfeldorganisator direkt nach der gelungenen Abwehraktion die Faust, als hätte er gerade einen Treffer erzielt (45.).

Im zweiten Durchgang schafften es die Mannheimer zumindest, sich vom ganz großen Ulmer Druck zu befreien. Trares hatte angewiesen, im Notfall auf lange Bälle zu setzen, die dann im letzten Drittel „festgemacht“ werden sollten, um für Entlastung zu sorgen. Das gelang leidlich gut – und in der Schlussphase zog die beste Heimmannschaft der Liga noch einmal das Tempo an. Der kaum zu stoppende Beck setzte sich am linken Flügel durch und schoss frei vor Scholz drüber (79.), in der Nachspielzeit herrschte im SVW-Strafraum Ausnahmezustand, den Florian Krebs nicht zum Ausgleich zu nutzen wusste (90.+1).

Stattdessen fiel auf die Entscheidung auf der anderen Seite – und zwar absolut kurios. Ulms Torwart schlug bei einem 20-Meter-Rückpass von Lukas Hoffmann ein Luftloch, und der Ball kullerte zum 2:0 ins Tor (90.+2). „Das passte irgendwie zu diesem Spiel“, meinte SVW-Kapitän Conrad, während sein Trainer die Fakten in den Mittelpunkt seiner Bewertung stellte: „Heute muss man wirklich nur aufs Ergebnis schauen. Es gab keinen Schönheitspreis zu gewinnen.“ Das sahen die 500 mitgereisten Waldhof-Fans in Feierlaune ähnlich - sie wussten, dass dieser Sieg noch sehr wichtig werden könnte. Und über die Entstehung spricht schon morgen keiner mehr.


Quelle: Mannheimer Morgen – 24.11.2018

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