Spielbericht 18/19 29.Spieltag: Kickers Offenbach - SV Waldhof Mannheim

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Kickers Offenbach 0:4 (0:3) SV Waldhof Mannheim 07
Logo Kickers Offenbach.png 29.Spieltag
Samstag, 13. April 2019, 14.10 Uhr, Sparda-Bank-Hessen-Stadion

Endstand 0:4

Zuschauer: 10.701
Schiedsrichter: Osmanagic (Stuttgart), Assistenten: Kern (Sillenbuch), List (Mochenwangen)

SV Waldhof
Startelf (Spielsystem 3-5-2):

Endres – Lovric, Albrecht, Kirchhoff (C)Kapitän der Mannschaft – Marx, Vetter, Gavric, Sawada, Scheffler – Reinhard, Firat – Trainer: Daniel Steuernagel

Einwechslungen:

Scored after 46 minutes 46' Ferukoski für Scheffler
Scored after 65 minutes 65' Hirst für Vetter

Reserve: Brune (Tor), Ikpide, Stoilas, Hecht-Zirpel, Gohlke

Startelf (Spielsystem 4-2-3-1):

ScholzMeyerhöfer, Conrad (C)Kapitän der Mannschaft, Seegert, CelikMa.Schuster (C)Kapitän der Mannschaft, KernDiring, G.Korte, DevilleSulejmani – Trainer: Bernhard Trares

Einwechslungen:

Scored after 35 minutes 35' Schultz für Conrad
Scored after 77 minutes 77' R.Korte für Diring
Scored after 85 minutes 85' Hirsch für G.Korte

Reserve: Varvodic (Tor), Hofrath, Schwarz, Weißenfels

Es fehlten: Sommer (kurzfristig ausgefallen), Mi.Schuster (Trainingsrückstand nach Kahnbeinbruch im linken Arm), Bouziane (Leistenhernie mit ausgerissener Adduktorensehne am Schambein), Just (Beschwerden nach Zehenbruch), Gäng (Sprunggelenkprobleme), Weis (Handverletzung), Nag, Sprecakovic, Flick, Weik (alle nicht berücksichtigt)

Yellow card.png Lovric, Vetter, Firat, Kirchhoff

Scored after 15 minutes 15' 0:1 G.Korte (Linksschuss, Vorarbeit Ma.Schuster)
Scored after 29 minutes 29' 0:2 Meyerhöfer (Rechtsschuss, Deville)
Scored after 45 minutes 45' 0:3 Ma.Schuster (Rechtsschuss, Diring)
Scored after 63 minutes 63' 0:4 Albrecht (Eigentor)

Yellow card.png Kern, Seegert

Beste Spieler: Scholz, Ma.Schuster, G. Korte

Bericht:

4:0 gegen Kickers Offenbach

Meisterlicher Waldhof-Auftritt am Bieberer Berg

Der ersehnte Aufstieg in die 3. Fußball-Liga ist für den SV Waldhof nur noch einen Punktgewinn weit entfernt – oder eine überfällige Nachricht aus der Frankfurter DFB-Zentrale. Nach dem eindrucksvollen 4:0 (3:0)-Triumph im stimmungsvollen Südwest-Derby bei Kickers Offenbach können die Mannheimer schon mit einem Unentschieden am Karsamstag gegen Wormatia Worms aus eigener Kraft die Rückkehr in den Profifußball perfekt machen. Sollte der DFB wie zu erwarten bereits in den kommenden Tagen den vom Frankfurter Landgericht kassierten Drei-Punkte-Abzug in der Tabelle revidieren, wäre die Elf von Bernhard Trares, die jetzt ohne DFB-Punkte 72 Zähler aufweist, so oder so nicht mehr vom Zweiten 1. FC Saarbrücken (57 Punkte nach 3:4-Niederlage in Elversberg) einzuholen. Dann würde die Partie gegen Worms zum Schaulaufen eines Aufsteigers. „Das war gigantisch. Besser kann es nicht sein. Das war ein tolles Erlebnis und ein tolles Spiel“, jubelte Präsident Bernd Beetz nach Abpfiff.

In Offenbach trafen Gianluca Korte (15.), Marco Meyerhöfer (29.) und Marco Schuster (45.) bei einem Eigentor von Lucas Albrecht zu einem denkwürdigen Derby-Triumph. Waldhof-Trainer Bernhard Trares zeigte sich begeistert von der furiosen Vorstellung seines Teams. „Wir sind überglücklich, hier so eine überragende Leistung gezeigt zu haben. Meine Mannschaft hat es perfekt umgesetzt. Wir haben fantastisch Fußball gespielt und fantastische Tore geschossen. Ich bin stolz auf jeden einzelnen Spieler“, sagte der 53-Jährige.

Marco Schuster kehrte nach seiner beim 2:1 gegen Pirmasens abgesessenen Gelbsperre zurück in die Startelf, Marcel Seegert rückte deshalb für Michael Schultz vom defensiven Mittelfeld eine Reihe zurück in die Viererkette. Wegen des riesigen Zuschauerandrangs wurde das Traditionsduell mit zehn Minuten Verspätung angepfiffen. „War der Weg auch so weit, jetzt ist unsere Zeit“, stand auf einem Spruchband, das die frenetischen SVW-Fans im vollen Gästeblock entrollten. Was folgen sollte, war eine erste Halbzeit aus dem Bilderbuch für die Mannheimer: Die Kickers hatten faktisch keine Chance, und der Waldhof machte vorne aus drei Chancen drei Tore. Der erste und der zweite Treffer fielen dabei in die Kategorie „besonders sehenswert“. Beim 1:0 chippte Marco Schuster den Ball noch vorne in den Halbraum, wo Gianluca Korte das Spielgerät mit vollendeter Schusstechnik unter die Latte zimmerte (15.). Eine Viertelstunde später spielten sich Valmir Sulejmani und Maurice Deville am rechten Flügel durch, und in der Mitte vollendete der eingerückte Außenverteidiger Meyerhöfer (29.).

4000 Mannheimer waren jetzt endgültig in glückseliger Aufstiegsstimmung. Zwar musste Kapitän Kevin Conrad nach einer guten halben Stunde mit muskulären Problemen raus, aber der SVW hatte weiter alles im Griff. Kurz vor der Pause wurde es ganz bitter für den OFC: Ein abgefälschter Versuch von Marco Schuster aus 15 Metern trudelte zum 0:3 ins Tor (45.). Es war ein meisterlicher Auftritt des Waldhof am altehrwürdigen Bieberer Berg. „Wir haben eine sehr, sehr gute erste Hälfte gespielt. Das frühe 1:0 hat uns geholfen, das war der Dosenöffner. Im Großen und Ganzen war das ein hochverdienter Sieg“, bilanzierte der überragende Marco Schuster.

Die Kickers kamen mit dem sichtbaren Willen aus der Kabine, eine richtige Klatsche gegen den Erzrivalen abzuwenden. Maik Vetter tauschte frei vor Markus Scholz auf, doch der Mannheimer Schlussmann bereinigte die Situation mit stoischer Ruhe (55.). Doch das blieb nur ein Strohfeuer. Timo Kern dribbelte sich durch, seine scharfe Hereingabe lenkte Lucas Albrecht zum 4:0 für den Spitzenreiter über die eigene Linie (63.). Scholz vereitelte auf der Gegenseite gleich zweimal großartig Riesenchancen des eingewechselten Jake Hirst zum Offenbacher Ehrentreffer (70., 79.) – dann war Schluss. „Wenn man mit 4:0 in Offenbach gewinnt, gibt es nichts zu meckern“, sagte Torschütze Meyerhöfer.

Nach Abpfiff baten die SVW-Anhänger Trainer Trares zur „Welle“ vor den Gästeblock, der Rest der Mannschaft feierte minutenlang ausgelassen mit den Fans. "Das war unbeschreiblich. Deshalb bin ich zum Waldhof zurückgekommen", kämpfte Marcel Seegert mit seinen Emotionen. Auch wenn der Aufstieg rein theoretisch und rechnerisch noch nicht ganz in trockenen Tüchern ist: Das eine oder andere Bierchen wollten sich die Mannheimer am Samstagabend dennoch genehmigen. „Wir werden diesen Derbysieg schon ein bisschen gemeinsam feiern“, sagte Schuster: „Die große Party steigt aber am nächsten Samstag, wenn wir den Aufstieg ganz sicher haben.“


Quelle: Mannheimer Morgen – 13.04.2019

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