Spielbericht 18/19 5.Spieltag: SV Waldhof Mannheim - SC Freiburg II

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SV Waldhof Mannheim 07 3:1 (0:0) SC Freiburg II
SV Waldhof Mannheim.png 5.Spieltag
Samstag, 18. August 2018, 14 Uhr MESZ, Carl-Benz-Stadion

Endstand 3:1

Zuschauer: 3.519
Schiedsrichter: Scheuermann (Winnweiler), Assistenten: Simon (Wonsheim), Greef (Kaiserslautern)

SC-Freiburg Logo-neu.png
Startelf (Spielsystem 4-4-2):

ScholzJust, Schultz, Conrad, CelikDiring, Kern, Ma.Schuster, SommerDeville, Sulejmani – Trainer: Trainer: Bernhard Trares

Einwechslungen:

Scored after 40 minutes 40' G.Korte für Sommer
Scored after 82 minutes 82' Meyerhöfer für Celik
Scored after 87 minutes 87' Weißenfels für Sulejmani

Reserve: Gäng (Tor), Nag, Mi.Schuster, Hirsch

Es fehlten: R.Korte (Trainingsrückstand nach Muskelfaserriss), Sprecakovic (Knorpelschaden nach verdrehter Kniescheibe), Weis, Flick, Weik (alle nicht berücksichtigt)


Startelf (Spielsystem 3-1-4-2):

Frommann – Fellhauer, Hoffmann, Schlotterbeck – Banovic – Bruno, Rüdlin, Roth, Okoroji – Nieland, Daferner – Trainer: Christian Preußer

Einwechslungen:

Scored after 55 minutes 55' Pieringer für Roth
Scored after 61 minutes 61' Hug für Okoroji
Scored after 85 minutes 85' Bohro für Bruno

Reserve: Fuhry (Tor), Torres, Rinaldi, Busam

Scored after 57 minutes 57' 1:0 Sulejmani (Vorarbeit Schultz)
Scored after 75 minutes 75' 2:0 Sulejmani (Vorabeit Deville)
Scored after 86 minutes 86' 3:1 Deville (Vorarbeit Sulejmani)

Yellow card.png keiner

Scored after 76 minutes 76' 2:1 Pieringer

Yellow card.png Schlotterbeck, Hoffmann

Beste Spieler: Deville, Ma.Schuster, Sulejmani

Bericht:


Mit viel Geduld - SV Waldhof rückt auf den zweiten Platz vor

Groß feiern wollte Bernhard Trares seinen 53. Geburtstag nicht. „Meine Frau ist gestürzt und hat eine leichte Gehirnerschütterung mit Schwindel“, berichtete der Trainer von Fußball-Regionalligist SV Waldhof nach dem 3:1 (0:0)-Erfolg gegen den SC Freiburg II. Dementsprechend fiel die Party im Hause Trares aus – aber ein Geburtstagsbier wollte sich der Bensheimer am Abend dann doch noch genehmigen.

Durch den vierten Sieg in Folge ist der SVW zumindest vorübergehend auf den zweiten Platz der Südwest-Staffel vorgerückt. Aber es war ein hartes Stück Arbeit gegen die U23 des Bundesligisten aus Südbaden. „Das war ein schwer erkämpfter Erfolg“, meinte Trares und verwies auf die Temperaturen über 30 Grad und den immer noch in desolatem Zustand befindlichen Rasen im Carl-Benz-Stadion. „Wir haben die erste Halbzeit Spiel kontrolliert und hatten viel Ballbesitz. Es war schwer, die Freiburger Fünferkette zu bespielen, auf dem schwer bespielbaren Boden war das nicht so einfach“, analysierte der Ex-Profi: „Da war klar war, dass wir sehr viel Geduld brauchten und einen Dosenöffner.“

Diesen lieferte ein Eckball in der 57. Minute, den Valmir Sulejmani unter freundlicher Mithilfe des ebenfalls beteiligten Freiburgers Robin Fellhauer über die Linie bugsierte. „Ich hoffe, dass es mein Tor war“, scherzte der überragende Waldhof-Angreifer nach dem Abpfiff und ergänzte: „In der zweiten Halbzeit haben wir eiskalt unsere Chancen genutzt. Was die Mannschaft bei diesen Bodenverhältnissen geleistet hat, war super.“ Nach einem starken Pass von Maurice Deville umkurvte der überragende Sulejmani in der 75. Minute SC-Schlussmann Constantin Frommann und schoss zum 2:0 ein, beim 3:1 bediente er wiederum den freistehenden Deville, der mit einem Schuss in den Winkel Marke Traumtor die Entscheidung besorgte. Dazwischen hatte der Freiburger Marvin Pieringer kurzfristig auf 2:1 verkürzt (76.).

SVW-Coach Trares hatte nach drei Siegen in Folge und dem 5:1-Kantersieg beim FSV Frankfurt keinen Grund für Änderungen in der Startelf gesehen. In den Kader zurück kehrte allerdings Maurice Hirsch nach seiner Bänderverletzung. Durchaus erfreut hatten die Mannheimer zuvor die Auslosung im Badischen Verbandspokal am Freitagabend registriert, die dem SVW im Falle eines Sieges am 29. August bei Verbandsligist VfB Eppingen ein Halbfinale bei Oberligist 1. CfR Pforzheim bescheren würde. Den beiden mutmaßlich stärksten Konkurrenten um die ersehnte Rückkehr in den DFB-Pokal nach 15 Jahren ginge der Waldhof damit zumindest bis zum Endspiel aus dem Weg: Der Karlsruher SC und der FC Astoria Walldorf stehen sich im Viertelfinale des Verbandspokals gegenüber. Fortuna Heddesheim muss beim FC Nöttingen (Oberliga) ran.

Primär geht der Fokus beim SV Waldhof aber natürlich auf die Liga, in der die Blau-Schwarzen ein gewichtiges Wörtchen um den Aufstieg mitreden wollen. Dabei musste der SVW auch gegen die Freiburger Zweitvertretung damit leben, dass sich der Rasen im Carl-Benz-Stadion in einem sehr schlechten Zustand befindet. Die Mannschaft, die das Spiel machen will ist bei solchen Gegebenheiten naturgemäß im Nachteil. Deshalb taten sich die Waldhöfer gegen fast nur auf Torverhinderung und gelegentliche Konter ausgerichtete Breisgauer in der ersten Halbzeit auch enorm schwer, Chancen zu kreieren. Es dauerte eine knappe halbe Stunde bis zur ersten Möglichkeit für den SVW: Timo Kern setzte Jannik Sommer auf dem linken Flügel ein, dessen Abschluss von SC-Torwart Constantin Frommann mit den Fäusten pariert wurde (28.). Der Flügelstürmer musste schon nach 40 Minuten runter, für ihn kam Gianluca Korte. „Jannik litt unter Schwindel, es war eine Vorsichtsmaßnahme“, sagte Coach Trares. Nach einem Eckball kam außerdem Jan Just einmal zu einer Kopfballgelegenheit (32.), und Sulejmanis Abschluss nach einem Freiburger Ballverlust am eigenen Strafraum geriet zu lasch (37.). Kurz vor der Pause wäre der klar dominante SVW sogar fast in Rückstand geraten: Michael Schultz verschätzte sich, David Nieland vergab die Chance frei vor SVW-Schlussmann Markus Scholz aber kläglich (41.).

Der dominante SVW brauchte dringend den berühmten Brustlöser in Form eines Tores, den Korte kurz nach der Pause aus kurzer Distanz noch verpasste (46.). Dann musste es eben wie so oft über eine Standardsituation gehen, in diesem Fall über einen Eckball, den Schultz zurück in die Gefahrenzone köpfte, wo Sulejmani den Ball gemeinsam mit dem Freiburger Fellhauer über die Linie bugsierte (57.). Dann sah der enorm formverbesserte Deville den durchgestarteten Sulejmani, der im Stile eines Klassestürmers Torwart Frommann aussteigen ließ und zum 2:0 einschoss (75.). Eine Unaufmerksamkeit in der Defensive brachte die Freiburger aber fast im Gegenzug zurück ins Spiel, Pieringer nutzte einen Abpraller vom Pfosten zum Anschlusstreffer (76.) „Dass er ihm genau vor die Füße fällt, ist natürlich ärgerlich“, meinte SVW-Torhüter Markus Scholz, der in dieser Saison weiterhin auf ein Spiel ohne Gegentor wartet. Die letzten Zweifel am verdienten Sieg beseitigte dann Deville, der Sulejmanis Zuspiel mit einem Traumschuss in den Winkel verwertete (86.). „Insgesamt war das auf diesem Boden eine sehr gute Leistung meiner Mannschaft“, bilanzierte Geburtstagskind Trares. Das sahen auch die 3500 Zuschauer so, die – auch ohne die organisierte Unterstützung des harten Kerns der Anhängerschaft wegen der Sperrung der Ost-Tribüne – für eine akzeptable Stimmung im Carl-Benz-Stadion sorgten.


Quelle: Mannheimer Morgen – 18.08.2018



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