Spielbericht 19/20 24.Spieltag: SV Waldhof Mannheim - FC Carl Zeiss Jena

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SV Waldhof Mannheim 07 1:1 (0:1) FC Carl Zeiss Jena
SV Waldhof Mannheim.png 24.Spieltag
Sonntag, 16. Februar 2020, 14 Uhr, Carl-Benz-Stadion

Endstand 1:1

Zuschauer: 9.821
Schiedsrichter: Hartmann (Wangen i. Allgäu), Assistenten: Marx (Würzburg), Tiedeken (Neusäß)

Logo FC Carl Zeiss Jena.png
Startelf (Spielsystem: 4-2-3-1):

KönigsmannMarx, Conrad (C)Kapitän der Mannschaft, Schultz, SeegertSchuster, ChristiansenSulejmani, Gouaida, G.KorteBouziane – Trainer: Bernhard Trares

Einwechslungen:

Scored after 62 minutes 62' R.Korte für Gouaida
Scored after 62 minutes 62' Ferati für Bouziane
Scored after 74 minutes 74' Hofrath für Seegert

Reserve: Varvodic (Tor), Flick, Deville, Koffi

Es fehlten: Scholz (Trainingsrückstand nach Kreuzbandriss im rechten Knie), Just (Reha nach Kreuzbandriss im rechten Knie), Diring (Reha nach traumatischem Knorpelschaden im linken Knie), Weißenfels (Rekonvaleszent nach Sprunggelenk- bzw. Knöchelblessur), Celik, dos Santos, Gohlke, Weik, Schwarz (alle nicht berücksichtigt, verletzt oder U23)

Startelf (Spielsystem: 4-4-2):

Coppens – Grösch, Sulu, Volkmer (C)Kapitän der Mannschaft, Hammann – Obermair, Rohr, Käuper, Donkor – Gabriele – Günther-Schmidt – Interimstrainer: René Klingbeil

Einwechslungen:

Scored after 47 minutes 47' Kübler für Rohr
Scored after 56 minutes 56' Bock für Donkor
Scored after 80 minutes 80' J.-L.Mickels für Hammann

Reserve: Niemann (Tor), Kühne, Stanese, Eckardt

Es fehlten: Fassnacht (5. Gelbe Karte), Pagliuca, Skenderovic (beide Rot-Sperre), Maranda, Schau (beide Haariss im Fuß), Zejnullahu (Adduktorenverletzung), Sedlak, Sarr, Schorr, Voufack, Gottwald, Weiß, Kircher, Jahn (alle nicht berücksichtigt, verletzt oder U23)

Scored after 90+2 minutes 90+2' 1:1 R.Korte (Rechtsschuss, ohne Vorarbeit)

Yellow card.png Ferati, R.Korte

Scored after 23 minutes 23' 0:1 Hammann (Rechtsschuss, abgefälschter direkter Freistoß)

Yellow card.png Käuper

Beste Spieler: Königsmann, Schultz - Käuper, Rohr, Sulu

Bericht:


Während die Konkurrenz an der Drittliga-Spitze patzt, kommt auch der Waldhof nur zu einem 1:1 gegen Schlusslicht Jena

SV Waldhof lässt große Chance liegen

Am Ende bekam es die Werbebande ab. Valmir Sulejmani trat mit Wut im Bauch auf die Spielfeldumrandung ein und landete von der eigenen Wucht auf dem Hosenboden. Man musste ich fast Sorgen, machen, dass sich der Angreifer des SV Waldhof nicht verletzt hatte. Doch der Frust musste sich einfach entladen. Erst landete sein Ball in der ersten Minute der Nachspielzeit am Pfosten, zuvor hatte der Torjäger des Drittliga-Aufsteigers zwei Möglichkeiten per Kopf. „Das ist normalerweise Kindergeburtstag“ ärgerte sich Sulejmani über sich selbst. Und dass er bei einem Freistoß für Nico Hammann dann auch noch den Ball zum 0:1 für den FC Carl-Zeiss Jena ins eigene Tor abfälschte (23.) passte beim 1:1 (0:1) des SVW gegen das Schlusslicht da irgendwie ins Bild.

„Das ist einfach bitter“, meinte der Torjäger. Schließlich hatten es die Mannheimer nicht zuletzt verpasst, Platz drei zurückzuerobern und sogar mit dem Zweiten aus Ingolstadt gleichzuziehen, nachdem die gesamte Konkurrenz an der Spitzer eigentlich für die Mannheimer gespielt hatte. Doch während der Waldhof über weite Strecken der Partien optisch überlegen war, schaffte es die Mannschaft von Trainer Bernhard Trares vor den 9.821 Zuschauern einfach nicht die spielerische Überlegenheit in Tore umzumünzen. Auch der späte Ausgleich durch den eingewechselten Raffael Korte (90.+2) entsprang eher einer willensbedingten Einzelleistung aus der Distanz. „Wir haben teilweise zu oft um den Sechzehner herumgespielt. Irgendwann musst du dann aber auch mal in die Box und musst für Gefahr sorgen“, meinte der Coach nach der Partie und sprach dabei das große Manko des Waldhof-Spiels am Sonntagnachmittag an.

So hatten die Blau-Schwarzen zwar viele nett anzusehende Ballstafetten Richtung gegnerischem Strafraum und hatten die nötige Geduld, richtige Großchancen wie sie Schlussmann Timo Königsmann zwei mal gegen Jenas Ole Käuper in höchster Not vereiteln musste (31.), waren für Mannheim allerdings nicht zu notieren. Entsprechend groß war dann auch der Frust bei den Thüringern. „Gefühlt hatten wir schon gewonnen“, blickte FC-Mittelfeldmann Käuper zurück und auch Jenas neuer Coach René Klingbeil hatte den wichtigen Dreier eigentlich schon verbucht. „Als Sulejmanis Ball in der Nachspielzeit an den Pfosten ging, dachte ich: Okay - heute machen die wirklich keins mehr“, sagte Klingbeil nach dem Abpfiff, musste sich aber der ewigen Weisheit beugen, „dass ein Spiel eben 90 Minuten und manchmal auch ein bisschen länger geht“. Daran hatte nicht zuletzt Carl Zeiss Jena seinen Anteil, das bereits fünf Minuten nach dem Wechsel sehr viel Zeit für einen Eckball hatte und auch die verletzungsbedingten Pausen, die am Ende nachgeholt wurden, gingen auf das Konto der Gäste, die am Ende teilweise mit sechs Mann auf einer Linie verteidigten. „Mannheim hat aber eine brutale Offensive und dann eben doch noch die Lücke gefunden“, meinte der FC-Coach mit Blick auf Kortes Schuss ins Glück.

„Nicht die Lösungen gefunden“

Damit kam der SVW mit einem blauen Auge davon und baute die jüngste Serie auf zehn Spiele ohne Niederlage aus. Dass sich der Tabellenvierte mehr erwartet hatte, war dagegen kein Geheimnis. „Am Ende sind wir froh, dass wir noch belohnt wurden. Bis hin zum Tor hat uns zuvor immer ein Stück gefehlt“, blickte Außenverteidiger Jan-Hendrik Marx zurück, Sportchef Jochen Kientz hatte ebenfalls ein schweres Spiel gegen einen defensiven Gegner erwartet: „Am Ende haben wir aber die richtigen Lösungen nicht gefunden. Das muss man ganz ehrlich so sagen.“

Neuer Schwung kam erst wieder mit der Hereinnahme von Korte und Arianit Ferati, die Hypothek des Rückstands lastete aber lange schwer auf den Mannheimern - vor allem, weil er so unnötig war. „Wenn drei Mann in der Mauer stehen und alle drehen sich weg, dann muss ich auch keinen hinstellen. Wenn man in der Mauer steht, muss man auch den Mut haben, dem Ball ins Gesicht zu schauen“, monierte Coach Trares und fand einen reuigen Sünder. „Das Tor geht auf meine Kappe. Ich muss einfach stehenbleiben. Ich weiß nicht, warum ich da Angst vor dem Ball habe“, ärgerte sich Unglücksrabe Sulejmani - und ließ es die Werbebande spüren.


Quelle: Mannheimer Morgen – 16.02.2020




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