Stadion Rote Erde

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Dieser Artikel erläutert das Dortmunder Leichtathletik-Stadion, weitere Bedeutungen unter Rote Erde.
Tribüne des Stadions Rote Erde. Im Hintergrund der Signal Iduna Park
Stadion Rote Erde mit Marathon-Tor

Das Stadion Rote Erde Dortmund, früher Kampfbahn Rothe Erde genannt, wurde 1926 an der Strobelallee erbaut. Es liegt unmittelbar neben dem Signal Iduna Park und den Westfalenhallen.

Der Bau des Stadion zwischen 1924 und 1926 wurde vorwiegend von Arbeitslosen im Rahmen von Notstandsarbeiten durchgeführt. Eröffnet wurde das Stadion mit zwei Veranstaltungen: Am 6. Juni 1926 eröffneten die bürgerlichen Sportler die Kampfbahn, eine Woche später fand eine Veranstaltung der Arbeiter-Turner statt.

Am 4. September 1927 fand im Stadion und in der angrenzenden Westfalenhalle der Deutsche Katholikentag statt. Geleitet wurde diese Veranstaltung durch den apostolischen Nuntius des Papstes in Deutschland, Eugenio Pacelli, der später zum Papst Pius XII. ernannt wurde.

1932 war die Kampfbahn Austragungsort für das Reichstreffen der Deutschen Jugendkraft und den Reichskriegertag.

Nach seiner Eröffnung war es ab 1937 bis zur Eröffnung des Westfalenstadions die Heimat von Borussia Dortmund. Zwischenzeitlich verfügte die „Kampfbahn“ in den 1960er Jahren aufgrund einer zusätzlich aufgebauten Holz-Stehtribüne über eine Kapazität, die 42.000 Zuschauer zuließ. Diese zusätzlich gewonnene Kapazität war wichtig aufgrund des oft hohen Zuschauerinteresses für die Spiele des BVB. Bei den Bombenangriffen auf Dortmund wurde das Stadion zuvor im Zweiten Weltkrieg schwer beschädigt. In den Nachkriegsjahren wurden die Kriegsschäden beseitigt und Borussia Dortmund feierte in den 1950er und 1960er Jahren hier seine großen Erfolge. Die Behelfstribüne aus Holz wurde nach der Eröffnung des Westfalenstadions abgerissen.

Im Stadion Rote Erde fanden zwei Fußball-Länderspiele der deutschen Fußballnationalmannschaft statt:

  • 8. Mai 1935: Deutschland – Irland 3:1.
  • 8. April 1967: Deutschland – Albanien 6:0 (EM-Qualifikation)

In den 1950er Jahren war das Stadion Rote Erde mehrfach der Austragungsort für Boxveranstaltungen. Zwischen 1950 und 1955 fanden hier 6 Boxveranstaltungen mit insgesamt über 200.000 Zuschauern statt. Legendär war der Europameisterschaftskampf zwischen Heinz Neuhaus und Hein ten Hoff am 20. Juli 1952, der mit einem k.o.-Sieg für Neuhaus in der ersten Runde endete.

Heute ist es ein Leichtathletik-Stadion mit einer Kapazität von 25.000 Zuschauern, davon 3.000 überdachte Sitzplätze. Es dient den Dortmunder Vereinen wie LG Olympia Dortmund, DJK SuS Brambauer, LC Rapid Dortmund, TuS Westf. Hombruch als Trainings- und Wettkampfstätte. Weiterhin wird es als Spielstätte der zweiten Herren-Mannschaft von Borussia Dortmund genutzt.

Literatur

  • Hans Strobel: Die Dortmunder Kampfbahn „Rote Erde“. In: Bauwelt. Zeitschrift für das gesamte Bauwesen. Heft 33, 1926

Koordinaten: 51° 29' 33" N, 7° 27' 16" O

en:Stadion Rote Erde lt:Stadion Rote Erde



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