VSE St. Pölten

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Der VSE St. Pölten war ein österreichischer Fußballverein aus der niederösterreichischen Landeshauptstadt St. Pölten und spielte in den 1990er Jahren in der österreichischen Bundesliga.

Geschichte

VSE St. Pölten - das Kürzel stand für Voith Schwarze Elf entstand aus der Fusion der vormals eigenständigen St. Pöltner Vereine BSV Voith - dem Betriebssportverein der Voith-Gruppe, Sportklub Schwarze Elf und FC St. Pölten. Der neue Fusionsverein wurde dabei als Rechtsnachfolger der 1920 gegründeten Schwarzen Elf betrachtet und führte auch dessen Gründungsdatum.

Im Spieljahr 1986/87 schaffte der Klub, mittlerweile als VSE St. Pölten-Gablitz als Meister der Regionalliga Ost den Aufstieg in die zweithöchste Spielklasse. Schon in der darauf folgenden Meisterschaft gelang der Aufstieg in die 1. Bundesliga. Damals wurde noch im Play off Modus gespielt und St. Pölten gelang durch einen dritten Rang hinter LASK Linz und Austria Klagenfurt der Aufstieg.

In den ersten acht Runden der höchsten Spielklasse spielte sich der nach oben geschossene Verein schnell ins Rampenlicht der österreichischen Fußballszene. Nach acht Runden führten die Blau-Schwarzen die Tabelle an. Am Ende der Saison reichte es immerhin zu Platz 8.

Im darauffolgenden Spieljahr 1989/90 verbesserte sich die VSE sogar auf den 7. Endrang, ehe die Mannschaft im nächsten Jahr ins mittlere Play-off musste. Dort schaffte man mit Platz 3 den Klassenerhalt. Im Jahr 1991 stellte St. Pölten mit Leopold Rotter auch erstmals einen Teamspieler. Später sollte mit Frenkie Schinkels ein zweiter folgen. Die Jahre 1991/92 und 1992/93 brachten die Endränge 8 und 6, wobei zweiterer die beste Platzierung in der Vereinsgeschichte darstellt.

Der Abstieg

Im Jahr 1994 reichte es in der neu geschaffenen Zehnerliga nur zum 9. Platz, was die Relegation mit dem Zweitplatzierten der 2. Liga bedeutete. St. Pölten verlor gegen FC Linz mit 1:2 und 2:3 und musste so nach 6 Jahren wieder aus der höchsten österreichischen Spielklasse absteigen.

In die Saison 1994/95 startete man als großer Favorit, nach den ersten Runden war man dieser Rolle auch gerecht worden. Finanzielle Schwierigkeiten führten zu einem Ausverkauf und dem damit verbundenen Rückfall auf den 6. Endrang. Der Aufstieg wurde damit verpasst und im folgenden Jahr kämpfte der Verein sogar mit dem Durchfall in die dritte Liga. Mit einem guten Finish konnte dies jedoch abgewendet werden, es konnte jedoch nur der 13. von 16 Rängen erkämpft werden.

Im darauffolgenden Jahr konsolidierte sich der Verein wieder. Um Altstar Lajos Detari bildete sich eine gute Mischung aus alten und jungen Spielern. Das Resultat war ein solider 6. Rang mit Blickrichtung Spitze. Vor allem die Frühjahrssaison gab Grund zur Hoffnung. Das Jahr darauf war charakterisiert von der Auflösung der 16er Liga. Aus diesem Grund mussten in diesem Spieljahr ganze 6 Mannschaften absteigen, der 9. spielte Relegation. Der Meisterschaftsverlauf war an Dramaturgie kaum noch zu überbieten. Im Herbst hatte sich eine inferiore St. Pöltner Elf unter Walter Skocik nur auf dem 13. Platz klassiert, weit entfernt vom rettenden 8. Platz. Im Frühjahr gab es jedoch eine völlig veränderte Mannschaft zu sehen, die plötzlich von Sieg zu Sieg eilte. Die Wende schien möglich, doch eine Niederlage in der letzten Runde gegen Wattens (2:3) bedeutete nur Platz 9 und damit Relegation. St. Pölten konnte als beste Frühjahrsmannschaft zuversichtlich in die Spiele gegen Wörgl gehen, doch nach einem 0:1 auswärts entwickelte sich im Rückspiel auf dem Voith-Platz ein wahrer Krimi, der in einem Elfmeterschießen gipfelte. Misel Milovanovic vergab den entscheidenden Elfmeter. Wörgl gewann mit 6:5, St. Pölten musste aus der 2ten Bundesliga absteigen.

Fusion und Auflösung

In der Sommerpause kam es nach dem kurzen Intermezzo zum schwarz-gelben FC Flash St. Pölten zur Fusion mit dem SV Gerasdorf. Der Verein ging mit dem Namen FCN-SVG St. Pölten in die neue Saison. Die Vereinsfarben blau und schwarz sowie das Kürzel VSE verschwanden. Der neue Verein orientierte sich gleich in seiner ersten Saison nach oben und kämpfte lange mit SW Bregenz um den Wiederaufstieg in Liga 1. Rosigere Zeiten schienen anzubrechen, doch der Verein verpasste mit Platz 2 das Wunder. Im darauffolgenden Jahr wurde deutlich, dass sich St. Pölten um Obmann Franz Hain finanziell übernommen hatte, das Niveau war nicht zu halten, der Kader reduziert. Die anfänglichen Aufstiegsambitionen in der Saison 1999/2000 waren schnell verflogen. Im Herbst rutschte die Mannschaft auf den 7. Rang ab. Das Match gegen Wattens auswärts (3:0 für St. Pölten) sollte jedoch das vorerst letzte Bundesligaspiel für längere Zeit sein, denn im Winter verlor der Verein seine Spiellizenz und im Frühjahr wurden alle Spiele mit 0:3 strafverifiziert. Nach der Auflösung des FCN St. Pölten wurde noch im Juni 2000 mit dem SKN St. Pölten ein inoffizieller Nachfolgeverein gegründet. Dieser findet sich heute in der Ersten Liga wieder.

Bekannte Spieler

nl:VSE Sankt Pölten



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