Waldhof-Hoffenheim 140907

Aus WikiWaldhof
Wechseln zu: Navigation, Suche

Waldhof Mannheim - 1899 Hoffenheim II 0:3 (0:1)

Statistik:

6.Spieltag: SVW - TSG Hoffenheim II 0:3 (0:1), Freitag, 14.09.2007, 19.30 Uhr, Carl-Benz-Stadion

Schiedsrichter: Göpferich (Bretten-Bauerbach), Assistenten: la Rocca (Kraichtal), Faller (Karlsdorf-Neuthard), Zuschauer: 3.149

SVW: Tsiflidis - Schommer (74.Krasniqi), Echendu, Örüm (23.Crone), Schwall - Babatz - Laping, Weiland (53.Reule), Ollhoff, Maas - Melunovic - Reserve: Clauß (Tor), Schilling, Groß, Binder - Trainer: Steffen Menze

Hoffenheim: Kirschbaum - Klingmann, Januzi, Sulu, Hammann - Boller (90.Yildiz), Schneckenberger, Haas, Lambracht (88.Sari) - Herdling, Thiam (84.Gollasch) - Reserve: Böttger (Tor), Klefenz, Brandstetter, Bouzid - Trainer: Rainer Scharinger

Tore: 0:1 Thiam (22.), 0:2 Lambracht (52.), 0:3 Herdling (90.)

Gelb: Crone, Babatz, Laping - Lambracht


Berichte:


Die Saison in der Fußball-Oberliga ist gerade sechs Spieltage alt und der SV Waldhof steckt bereits mitten in der Krise. Vor mehr als 3000 Zuschauern verloren die Blau-Schwarzen am Abend mit 0:3 (0:1) gegen die TSG Hoffenheim II vor allem im zweiten Abschnitt eine erschreckend schwache Vorstellung.

Papa Thiam (22’), Florian Lambracht (50’) und Kai Herdling (90’) schossen die Tore für die Kraichgauer, denen eklatante individuelle Fehler von Daniel Schommer, Dennis Weiland und René Schwall voraus gingen. Für Trainer Steffen Menze dürfte es der letzte Auftritt im Carl-Benz-Stadion gewesen sein, was nicht allein daran lag, dass beinahe das gesamte Stadion zum Ende der ersten Halbzeit seinen Kopf forderte.

Nach Spielende hatte der Coach von einer „großen Enttäuschung gesprochen“ und ob des ideenlosen Spiels eingeräumt: „Uns haben ganz einfach die Mittel gefehlt.“ Unmittelbar darauf zogen sich Manager Rüdiger Lamm, der scheidende Präsident Dr. Hans-Joachim Bremme sowie sein designierter Nachfolger Dr. Mario Nöll zum Krisengespräch zurück. Etwa eine halbe Stunde dauerte die Unterredung, ehe die drei Entscheidungsträger wortlos den Gesprächsraum in den Katakomben des Carl-Benz-Stadions verließen. „Rufen Sie mich morgen an, ich sage jetzt nichts dazu“, erklärte Lamm und auch Nöll verwies darauf, jetzt nichts zu Inhalt des Gesprächs sagen zu wollen. Sicher war jedoch, dass es um die Zukunft des Trainers ging und nach Informationen der SportWoche ist die Entscheidung gefallen, sich von Menze zu trennen. Eine Niederlage im sechsten Spiel hat also dazu geführt, die Reißleine zu ziehen, wobei die schlechten Leistungen in den Vorwochen mit ausschlaggebend waren, obwohl die Punkte geholt wurden. Nach Informationen der SportWoche ist Stephan Groß der Wunschkandidat für die Nachfolge von Menze. Der frühere Profi leitet im Augenblick das Jugendförderzentrum am Alsenweg. Am späten Freitag Abend trafen sich Lamm, Nöll sowie Groß in der Mannheimer Innenstadt zu einem Gespräch.

Quelle: Sportwoche - 15.09.2007


Menzes Tage könnten nach 0 : 3 gezählt sein

Waldhof Heimpleite gegen Hoffenheim / Hans Jürgen Boysen als Nachfolger ?

Dicke Luft beim SV Waldhof. Mit lautstarken Pfiffen und „ Menze raus „ – Rufen quittierte der blau- schwarze Anhang die schwache Vorstellung des SVW bei der 0 : 3 ( 0:1) – Niederlage im Flutlicht-Spiel gegen 1899 Hoffenheim, und forderte den Rückdritt des Trainers. Das junge U 23-Team der Kraichgauer wirkte frischer und konsequenter gegen die behäbigen Gastgeber um ihre gestandenen Profis wie Babatz oder Weiland. Katastrophal einmal mehr die Chancenverwertung. Für den SVW stand am Ende zurecht die erste Saison Niederlage, die Thiam (22) Lambracht ( 52) und Herdling (90) mit ihren Treffern besiegelten. Den Platzherren unterliefen vor 3149 Besuchern einfachste Fehler. Von einem systematischen Spielaufbau war, wie bereits in den vorangegangenen fünf Partien, nichts zu sehen. Maas (17/37), Ollhoff (27) und Melunovic (44) ließen beste Möglichkeiten aus . „ Was mich wahnsinnig enttäuscht ist, das der immense Aufwand, den wir betreiben, nicht vom Verhältnis zur Leistung steht“, beklagte Menze innerlich aufgewühlt und mit zittriger Stimme in der Pressekonferenz: „ Man hat gesehen, dass wir uns schwer tun, gegen solche Gegner zu agieren. Hoffenheim hat sehr gut gestanden. „ Trainer-Kollege Rainer Scharinger erlaubte sich die Bemerkung, dass das Durchschnittsalter der „ Kleinen „ 1899-er an diesem Tag genau 20 Jahre war.“ Nicht auszuschließen, dass die Tage von Steffen Menze am Alsenweg gezählt sind. Nach Informationen dieser Zeitung gilt Hans Jürgen Boysen als Favorit auf eine mögliche Menze-Nachfolge. Der frühere Coach der SV Sandhausen und von Kickers Offenbach soll von Berater Rüdiger Lamm bereits während eines Urlaubs in Kufstein angerufen worden sein. Chancen werden auch Waldhof-Ehrenspielführer Günther Sebert eingeräumt, der gestern auf der Tribüne saß. Im Team selbst herrschte große Unzufriedenheit. Kritik am Übungsleiter äußerten unter anderem Christof Babatz und Thomas Ollhoff. Rüdiger Lamm und Präsindent Hans Joachim Bremme äußerten sich öffentlich : „ In den eigenen vier Wänden sprechen wir über alles offen, mehr sage ich dazu nicht,“ so Lamm.


© Mannheimer Morgen - 15.09.07


Die Emotionen kochten hoch nach der 0:3 (0:1)-Pleite des SV Waldhof gegen die zweite Garnitur von 1899 Hoffenheim. Im Eifer des Gefechts gab es lautstarke Wortgefechte schon direkt nach Spielenende an der Ersatzbank. Von der Tribüne aus forderten die Fans mit lautstarken „Menze-raus“-Rufen den Kopf des Trainers. Und Ehren- und Ältestenratvorsitzender Rudi Graf wollte sofort eine kurzfristige Sitzung der Verantwortlichen. Der Stachel der Enttäuschung saß zu tief. So tief, dass die von den Kraichgaueren gedemüdigten Protagonisten des Abends schnell wie selten in die Kabine verschwanden.

Präsident Bremme bestätigte, dass der Krisenstab tatsächlich tagte. Neben dem Klubchef nahmen sein designierter Nachfolger Dr. Mario Noell, Berater Rüdiger Lamm und weitere Mitglieder des Präsidiums an der Runde teil. Natürlich ging es um die Frage: Wie geht es weiter in der Trainerfrage. Bis zum Samstagnachmittag war keine Entscheidung gefallen. Doch wohl kaum einer, der noch daran zweifelt, dass die pomadige Leistung des SVW gegen die „Kleinen“ 1899er zugleich Menzes Abschiedsvorstellung gewesen sei dürfte.

Zumal auch im Spielerkreis Kritik an der Arbeit des 38-Jährigen Übungsleiters laut wurde. Vor allem von gestandenen Spielern wie Babatz, Ollhoff oder Weiland. Direkt wollte Bremme dies zwar nicht bestätigen. Doch seine Aussage, „Es liegt nicht immer nur alleine am Trainer“, spricht Bände: „Wir haben in der Mannschaft so erfahrene Leute, von denen man etwas erwarten muss“, ergänzte er mit Recht. Bleibt letztlich die Frage: Kann sich der SVW überhaupt einen neuen Coach leisten in seiner finanziellen Situation? „Etwas Spielraum ist schon noch da. Aber wir agieren nicht hektisch“, der Vereinschef weiter.

Ein erfahrener Trainer, der das Spiel von der Tribüne aus beobachtete, aber ungenannt bleiben wollte, brachte ein Problem des SVW auf den Punkt: „In der Mannschaft sind Leute, die tanzen dem Kollegen auf der Nase herum. Ich sage es ungerne: Aber da muss einer ran, der gestandenen Spielern mal in den Hintern tritt. Notfalls den Mut hat, sie auf die Tribüne zu setzen.“ Die Auslöser der Diskussion: Thiam (22.), Lambracht (52.) und Herdling (90.) mit ihren Treffern vor 3149 Besuchern im Benz-Stadion.

Quelle: Sonntag aktuell - 16.09.2007



Hier könnte Ihre Werbung stehen

in allen mehr als 20.000 Artikeln