Waldhof Hopp

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Waldhof und Dietmar Hopp nähern sich einander an
Der finanziell seit Jahren angeschlagene SV Waldhof darf auf eine zusätzliche Unterstützung von Dietmar Hopp hoffen. Der engagierte Mäzen von 1899 Hoffenheim bestätigte auf Anfrage dieser Zeitung, mit Präsident Mario Nöll und dessen neuer Führungsriege in guten Gesprächen zu stehen: "Eine Zusammenarbeit wäre sinnvoll. Ich halte die Situation für geboten, die gemeinsamen Erfahrungen zu bündeln", will sich der Walldorfer Unternehmer und SAP-Mitgründer am Alsenweg noch intensiver in die Nachwuchsarbeit einbringen. In welch konkretem Umfang, das sei noch nicht entschieden.

"Ich hoffe, dass der sportliche Aufschwung beim SV Waldhof anhält, er bald in der Dritten Liga und wir vielleicht dann in der 1. Bundesliga spielen", so Hopp: "Bei Transfers - aber auch in anderen Bereichen - könnten sich beide Vereine sinnvoll ergänzen und voneinander profitieren. Zudem geht es mir um den Fußball in der Metropolregion Rhein-Neckar."

Bereits Ende letzten Jahres hatte Dietmar Hopp den Blau-Schwarzen mit einer Spende über drei Milionen Euro den Bau des Nachwuchs-Förderzentrums am Alsenweg ermöglicht und danach noch einmal rund 300 000 Euro für den nach Anwohnerbeschwerden erforderlichen Bau eines Lärmschutzwalls nachgelegt. Am kommenden Wochenende werden die Sportflächen offiziell übergeben.

Mit in der Vergangenheit aus dem SVW-Fanlager immer wieder aufgetretenen persönlichen Anfeindungen seiner Person hat Hopp keine Probleme mehr: "Man hat mir glaubhaft versichert, dass es sich um eine Minderheit gehandelt hat. Damit kann ich leben."

Präsident Mario Nöll sieht in der beabsichtigten Zusammenarbeit "eine Riesenchance für den SV-Waldhof. Wenn ein Herr Hopp uns die Hand reicht, nehmen wir diese natürlich gerne an. Er könnte sich jeden anderen Verein aussuchen. Auf dem von uns angestrebten Weg in die Dritten Liga ergeben sich völlig neue Perspektiven. Ich hoffe in diesem Zusammenhang, dass seine Unterstützung von allen Seiten des SVW anerkannt wird."

Nach Informationen dieser Zeitung hat der anvisierte Schulterschluss noch einen tieferen Hintergrund. Denn offensichtlich befindet sich der SVW einmal mehr in einem finanziellen Engpass. Unter anderem sollen einige Spielergehälter im Landesliga-Kader und Abgaben an das Finanzamt bis vor Kurzem offen gestanden haben, die gegenwärtige Zahlungsfähigkeit scheint stark eingeschränkt zu sein. "Den Oberliga-Kader betrifft dies nicht", versicherte Nöll. Waldhofs Berater Rüdiger Lamm reagierte auf Anfrage gereizt und widersprach: "Wenn ein Spieler kommt und behauptet, er habe sein Gehalt nicht bekommen, kann er sich sofort einen neuen Klub suchen."

Quelle: Mannheimer Morgen



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